Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
E-Signature „made in Austria“ 23. 09. 2022
Die digitale Unterschriftenlösung eines österreichischen Start-ups wird Teil des Kyocera Workflow Managers.
Wie geht es uns im Homeoffice? 22. 09. 2022
Eine europäische Bestandsaufnahme legt teils besorgniserregende Zustände offen.
NTS Oberösterreich feierte Jubiläum 21. 09. 2022
Der IT-Dienstleister beging kürzlich das 15-jährige Bestehen seines Linzer Standorts.
Vorbereitung für die it-sa auf der Zielgeraden 20. 09. 2022
Die Plattform für die IT-Security-Branche ist ausgebucht. Veranstalter NürnbergMesse schnürt ein Online-Package für Aussteller.
Das sind die besten Nachwuchs-Security-Talente Österreichs 19. 09. 2022
Die Gewinner der AustriaCyberSecurityChallenge 2022 stehen fest.
PSIpenta/ERP ist „ERP-System des Jahres 2022“ 16. 09. 2022
„Center for Enterprise Research“ der Universität Potsdam prämierte die Software von PSI Automotive & Industry in der Kategorie „High-Tech Fertigung“.
Spitz gibt IT-Geräten ein zweites Leben 15. 09. 2022
In Zusammenarbeit mit FAB und CC4 geht der Lebensmittelhändler neue Wege in Sachen Nachhaltigkeit.
Timewarp startet KI-Cloud-Infrastruktur 14. 09. 2022
GPU Cloud Service bietet Rechenpower aus Österreich für Machine Learning und Deep Learning.
Praxisnahe Einblicke 13. 09. 2022
MP2 IT-Solutions zeigte bei einem Praxistag im Rahmen der Initiative SHEgoesDIGITAL Karrieremöglichkeiten für Frauen in der IT-Welt auf.
Fortgeschrittene Analysetechniken in industriellen Umgebungen 12. 09. 2022
Das Analysetool „Proficy CSense“ von T&G erzielt dank KI mit kleinen Änderungen große Wirkung.
Einzelhandel im Visier von Cyber-Erpressern 09. 09. 2022
Sophos-Report verzeichnet rasantes Wachstum der Ransomware-Angriffe im Handel.
Retrofuturistisches Channel-Event 08. 09. 2022
Unter dem Motto „Steampunk“ tauchten Kunden, Partner und Hersteller beim BCH22 in die faszinierende Welt von Jules Verne ein.
ERP-Lösung für den Baustoffhandel 31. 08. 2022
Konica Minolta und VBH stellen eine Branchenlösung für den Produktionsverbindungs- und Baustoffhandel auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Business Central vor.
refurbed startet B2B-Angebot 30. 08. 2022
Green-Tech-Scale-up bietet generalüberholte Elektronik nun auch für Unternehmen.
Bacher Systems feiert 30-Jahre-Jubiläum 29. 08. 2022
Kunden, Partner und Mitarbeiter feierten im Tech Gate Vienna.
Ukraine-Konflikt sorgt für Rückgang schädlicher Android-Apps 26. 08. 2022
G Data Mobile Security Report: Smartphones mit alten Android-Versionen bleiben ein Sicherheitsrisiko.
Y1 Digital mit neuem Standbein in Österreich 25. 08. 2022
Neues Joint Venture startet unter der Leitung von Oliver Lorenz in Wien und Dornbirn.
Windhager setzt auf Video-Tutorials für Techniker 22. 08. 2022
Die Video-Tutorials des Münchner Start-ups craftguide unterstützen Kunden und Mitarbeiter bei komplexen Arbeitsschritten.
weiter
Crate.io

„‚Data driven‘ ist ein Quantensprung“

Christian Lutz, Crate.io, im Gespräch über den Weg zum datengetriebenen Unternehmen.

Foto: Crate Christian Lutz st Gründer und Präsident von Crate.io, Entwickler des hochskalierbaren, verteilten SQL-Datenbanksystems CrateDB it&t business: Was versteht man unter einem datengetriebenen Unternehmen?

Christian Lutz: Ein datengetriebenes Unternehmen zu sein, heißt, Businessentscheidungen nicht „aus dem Bauch heraus“, sondern auf der Basis belastbarer Daten zu treffen. Das kann viele Bereiche betreffen, von der Produktentwicklung, über Vertrieb und Marketing mit Social Media- und Werbeanalysen, bis hin zum Produktionsumfeld, wo es um Fragen der Produktionsqualität und -effizienz geht, aber auch um Themen wie Abfallvermeidung. Unsere Kunden in der Produktion haben oft schon alles umgesetzt, was die klassischen Managementlehren wie Six Sigma oder Lean Production hergeben und weisen eine wahnsinnig hohe Effizienz auf – „data driven“ zu arbeiten ist hier der nächste Quantensprung, um Wettbewerbsvorteile für die Zukunft zu gewinnen.

it&t business: Wie sieht der Weg zu datengetriebenen Entscheidungen aus?

Christian Lutz: Um datengetrieben entscheiden zu können, muss ich die Daten erst einmal haben – klingt banal, aber schon hier hakt es oft. Es ist meiner Erfahrung nach ganz wesentlich, dass das Management entsprechende Projekte versteht und forciert. Wenn „data driven“ nicht von top-down unterstützt wird, verhungern gute Ansätze häufig in irgendwelchen Piloten, die zwar ambitioniert starten, dann aber irgendwann wieder abgedreht werden. Schon vor dem eigentlichen Projekt muss das Management eine Reihe an Entscheidungen treffen, die das Unternehmen in die Lage versetzt, sehr viele Daten – ich sage bewusst nicht „alle Daten“ – in möglichst hoher Auflösung zu speichern. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau eines globalen Data Hubs und die Entscheidung, welche Tools ich zur Verfügung stellen möchte.

Habe ich diese Grundlagen geschaffen, muss ich daran gehen, aus den gesammelten Daten Nutzen zu ziehen und Wert zu generieren. Das heißt: Daten analysieren und entsprechende Maßnahmen treffen. Und schließlich – und das wird gerne vergessen – muss ich den Kreislauf schließen und die Maßnahmen, die ich getroffen habe, wiederum aufgrund der nun veränderten Daten analysieren. Nur wenn ich diesen Rückkopplungsprozess hinbekomme – Daten beeinflussen Prozesse beeinflussen Daten beeinflussen Prozesse usw. – schaffe ich es, dass ich mich nahhaltig verbessere.

it&t business: Können Sie ein konkretes Beispiel geben?

Christian Lutz: Oft fängt man bei den „Low Hanging Fruits“ an: Es ist oft verblüffend, mit welch einfachen Maßnahmen man eine Verbesserung durch datengetriebene Prozesse erzielt. Um im produzierenden Gewerbe zu bleiben: Einer unserer Kunden hat weltweit 180 Werke mit jeweils sechs bis zehn Produktionslinien und pro Linie 80 Maschinen, die ein Konzert bilden, wenn alles flutscht. Der Use Case war dann die Optimierung der Gewichtsmessung, weil man da am meisten herausholt: Je weniger Material wir brauchen, desto erfolgreicher sind wir, und je weniger Abfall wir produzieren, desto besser für die Umwelt. Anhand solcher kleiner Bausteine baut man sich nach und nach, Use Case für Use Case eine Data Driven Company auf.

it&t business: Wo stehen die Unternehmen aktuell?

Christian Lutz: Wir müssen uns klar sein, dass wir beim Thema Digitalisierung in Wahrheit noch immer ganz am Anfang stehen. Es gibt – auch in Österreich – ein paar Vorreiterunternehmen, die Projekte am Laufen haben, die klingen wie vom Raumschiff Enterprise. Und trotzdem sagen die Verantwortlichen dort, dass sie überhaupt erst an der Oberfläche dessen kratzen, was möglich ist. In Wahrheit verstehen wir heute noch nicht einmal die Frage, was Digitalisierung in Zukunft bedeutet.

it&t business medien OG
Tel.: +43/1/369 80 67-0
office@ittbusiness.at
Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service anbieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK