Die Mobilitätsplattform Arrive setzt künftig verstärkt auf Künstliche Intelligenz. Mit der Ernennung eines Chief AI Officers und Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeitenden soll KI zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie werden.
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Eugene Tsyrklevich as Chief AI Officer (CAIO) bei Arrive
Der Mobilitätsanbieter Arrive, Muttergesellschaft von EasyPark, stellt seine strategische Ausrichtung neu auf und rückt Künstliche Intelligenz stärker in den Mittelpunkt. Mit Eugene Tsyrklevich wurde ein Chief AI Officer (CAIO) ernannt, der die Umsetzung des „AI first“-Ansatzes verantwortet. Ziel ist es, Mobilitätsdaten umfassender zu nutzen und urbane Fortbewegung besser vorhersehbar zu machen.
Mit Eugene Tsyrklevich schafft Arrive eine neue Führungsposition, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen zu bündeln. Tsyrklevich war zuvor für den Geschäftsbereich Automotive & Data verantwortlich und übernimmt nun die Rolle des Chief AI Officer.
Im Zentrum der neuen Strategie steht die Nutzung von KI als verbindende Ebene zwischen Reisenden und städtischer Infrastruktur. Dabei sollen Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt werden, etwa zur Parkplatzverfügbarkeit, zur aktuellen Verkehrslage oder aus Fahrzeugsystemen. Über die Plattform „Insights by Arrive“ werden historische und Echtzeitdaten kombiniert, um Muster in der urbanen Mobilität sichtbar zu machen und daraus Prognosen abzuleiten.
CEO Cameron Clayton beschreibt den Ansatz so:
„Wir verfolgen eine einfache Strategie: Anstatt Mobilität nur zu beobachten, wollen wir sie vorhersagen. Wir bauen dazu eine Plattform, in der Intelligenz die Grundlage ist und nicht nur Feature. Die Ernennung eines Chief AI Officers und die umfassende Qualifizierung unserer Mitarbeitenden ermöglichen es uns, komplexe Mobilitätsdaten in intuitive Fortbewegung zu übersetzen und autonome Fahrzeuge nahtlos in lebenswerte, menschenzentrierte Städte zu integrieren.“
Nach Angaben des Unternehmens kommt Künstliche Intelligenz bereits in verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Dazu zählen automatisierte Antworten auf Kundenanfragen, Prognosen zur Parkplatzverfügbarkeit sowie die Navigation von Fahrzeugen durch Parkgaragen mithilfe von Indoor-Karten.
Eugene Tsyrklevich betont den praktischen Fokus:
„Unser Fokus liegt auf konkreten Ergebnissen, nicht nur auf Forschung und Entwicklung. Wir setzen KI bereits heute ein, um einen Großteil der einfacheren Kundenanfragen automatisiert zu beantworten, um Millionen von Fahrerinnen und Fahrern präzise Vorhersagen zur Parkplatzverfügbarkeit zu bieten und um Fahrzeuge mittels Indoor-Karten autonom durch Parkgaragen zu navigieren. Wir automatisieren die Reibungspunkte entlang der gesamten Mobilitätskette.“
Parallel dazu investiert Arrive in die Qualifizierung seiner Mitarbeitenden. Mit einer unternehmensweiten „AI Academy“ soll KI-Kompetenz aufgebaut und langfristig im Unternehmen verankert werden. Neben technologischen Entwicklungen adressiert der KI-Einsatz damit auch organisatorische und gesellschaftliche Aspekte der Mobilität.