Forescout und Netskope integrieren ihre Technologien, um Zero-Trust-Sicherheit für verwaltete und nicht verwaltete IT-, OT-, IoT- und IoMT-Geräte bereitzustellen. Die Lösung adressiert Nord-Süd- und Ost-West-Datenverkehr gleichermaßen.
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Forescout und Netskope haben eine Integration ihrer Plattformen angekündigt. Ziel ist es, Zero-Trust-Sicherheit für sämtliche Gerätetypen umzusetzen – unabhängig davon, ob diese verwaltet oder nicht verwaltet sind und ob sie sich On-Premises oder remote befinden.
Die kombinierte Lösung verknüpft Forescouts Echtzeit-Geräteintelligenz mit den KI- und Cloud-Sicherheitsfunktionen von Netskope. Zugriffsentscheidungen sollen kontinuierlich und dynamisch auf Basis von Gerätezustand und Risiko angepasst werden. Damit werde Zero Trust unabhängig vom Verbindungsort eines Assets durchgesetzt.
Laut Unternehmen sichern eigenständige ZTNA-Lösungen häufig ausschließlich den Nord-Süd-Cloud-Datenverkehr ab. Die Integration von Forescout und Netskope soll darüber hinaus auch die Ost-West-Kommunikation auf lokaler Netzwerkebene schützen.
Forescout identifiziert und bewertet Assets in Echtzeit – auch hinter Routern und Firewalls. In Kombination mit den adaptiven Private-Access-Kontrollen von Netskope bewertet die Lösung fortlaufend Kontext und Risiko, automatisiert Gegenmaßnahmen und begrenzt laterale Bewegungen innerhalb des Unternehmens.
Ein Fortune-500-Finanzdienstleister setzt die Integration nach Angaben der Anbieter bereits ein, um Hunderttausende von Geräten zu identifizieren und Abdeckungslücken zwischen Remote-Umgebungen, On-Premises-Infrastrukturen sowie unterschiedlichen Gerätetypen zu schließen. Die Integration habe Transparenz erhöht, Sicherheitslücken geschlossen und unterstütze Compliance- und Risikokontrollmaßnahmen.
Die gemeinsame Lösung soll eine universelle Zero-Trust-Richtlinie mit granularen Sicherheitsregeln für klassische Computer, mobile Geräte sowie OT-, IoT- und IoMT-Geräte ermöglichen. Durch die Identifizierung lokaler Endpunkte und nicht verwalteter IoT-Geräte sollen Blind Spots reduziert werden.
Zudem adressiert die Integration die Eindämmung lateraler Bewegungen durch Kontrolle des Ost-West-Datenverkehrs. Für Compliance-Anforderungen wie HIPAA, NIST und CIS soll eine kontinuierliche Bewertung auch nicht verwalteter Geräte erfolgen.
Zugriffsentscheidungen und Sicherheitsrichtlinien passen sich laut Unternehmen in Echtzeit an Gerätezustand, Nutzerverhalten, Anwendungssensibilität und beobachtetes Risiko an. Damit soll die Abhängigkeit von statischen Regeln und manuellen Updates reduziert werden.