IBM stellt eine neue Generation seiner FlashSystem-Speicher vor. Agentenbasierte KI soll Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren, die Ausfallsicherheit erhöhen und Ransomware schneller erkennen. Drei neue Systeme adressieren unterschiedliche Enterprise-Anforderungen.
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Mit der Vorstellung des neuen FlashSystem-Portfolios leitet IBM eine Weiterentwicklung seiner Enterprise-Speicherlösungen ein. Erstmals kommen agentenbasierte KI-Funktionen direkt in den Arrays zum Einsatz. Ziel ist es, Speicherbetrieb, Schutzmechanismen und Wiederherstellung stärker zu automatisieren und IT-Teams spürbar zu entlasten.
Das Portfolio umfasst die Modelle FlashSystem 5600, 7600 und 9600, die laut IBM gegenüber der Vorgängergeneration eine bis zu 40 Prozent höhere Dateneffizienz bieten. Ab dem 6. März 2026 sollen die Systeme allgemein verfügbar sein.
Kern der Neuerungen ist FlashSystem.ai, eine Sammlung KI-gestützter Datendienste, die als „Co-Administratoren“ agieren. Die integrierten KI-Agenten unterstützen bei Überwachung, Diagnose und Fehlerbehebung entlang des gesamten Datenpfads. IBM zufolge kann der manuelle Aufwand in der Speicherverwaltung dadurch um bis zu 90 Prozent sinken.
Die KI-Modelle basieren auf Milliarden Telemetriedatenpunkten aus dem operativen Betrieb. Sie treffen täglich automatisierte Entscheidungen, die bislang menschliche Eingriffe erforderten. Zusätzlich soll FlashSystem.ai den Zeitaufwand für Audit- und Compliance-Dokumentation durch KI-gestützte, nachvollziehbare Entscheidungsprotokolle halbieren. Auch die unterbrechungsfreie Datenmobilität über verschiedene Speichergeräte – einschließlich Systemen von Drittanbietern – wird unterstützt.
Alle neuen Systeme setzen auf das FlashCore-Modul der fünften Generation. Die Flash-Laufwerke erreichen bis zu 105 TB Kapazität und berechnen hardwarebeschleunigt I/O-Statistiken zur Erkennung von Anomalien und Ransomware. IBM gibt an, dass Ransomware in weniger als 60 Sekunden erkannt werden kann, bei einer Quote falsch positiver Meldungen von unter einem Prozent.
Ergänzend nutzt IBM Technology Lifecycle Services KI-gestützte Überwachung, automatisierte Problemerkennung über Call Home, Pre-Code-Health-Checks sowie priorisierten Support für kritische Vorfälle. Ziel ist es, potenzielle Systemprobleme frühzeitig zu identifizieren und zu beheben, bevor es zu Ausfallzeiten kommt.
Die drei neuen FlashSystem-Modelle decken ein breites Einsatzspektrum ab: vom kompakten 1U-System für Randstandorte bis hin zu hochskalierbaren 2U-Systemen für unternehmenskritische Anwendungen. IBM zufolge lassen sich je nach Modell durch Konsolidierung und optimierte Platzierung der Speicherbedarf um 30 bis 75 Prozent und die Betriebskosten beim Spitzenmodell um bis zu 57 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration senken.