Eine mehrjährige Technologiepartnerschaft zwischen SAP und Syngenta soll künstliche Intelligenz tief in die Geschäftsprozesse eines der weltweit führenden Agrarunternehmen integrieren. Ziel ist es, Innovationszyklen zu verkürzen, Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und Entscheidungen stärker datenbasiert zu treffen.
Foto: Syngenta/Steve Debenport
Die Landwirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Klimatische Veränderungen, volatile Märkte und zunehmend komplexe Lieferketten erhöhen den Druck auf Unternehmen der Agrarwirtschaft, effizienter und zugleich nachhaltiger zu agieren. Vor diesem Hintergrund bündeln SAP und Syngenta ihre Kräfte, um KI-gestützte Technologien systematisch in zentrale Unternehmensabläufe zu integrieren. Die Partnerschaft ist langfristig angelegt und zielt darauf ab, digitale Prozesse von der Fertigung über die Lieferkette bis hin zu Produkten und Services für Landwirte weltweit zu modernisieren.
Die Agrarindustrie sieht sich mit der Aufgabe konfrontiert, eine wachsende Weltbevölkerung zu versorgen und gleichzeitig auf globale Unsicherheiten zu reagieren. Durch den unternehmensweiten Einsatz von KI-basierten Werkzeugen will Syngenta seine Innovationsfähigkeit stärken und schneller auf Veränderungen reagieren. Datenanalysen sollen Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse beschleunigen und eine höhere betriebliche Widerstandsfähigkeit ermöglichen.
Foto: Syngenta/perspektiv
Feroz Sheikh, Chief Information and Digital Officer der Syngenta Group
Feroz Sheikh, Chief Information and Digital Officer der Syngenta Group, erklärt:
„KI ist ein zentraler Treiber für den Wandel in der Landwirtschaft und hat sich für Syngenta schnell zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor entwickelt. Unsere Partnerschaft mit SAP verändert die Art und Weise, wie wir das Unternehmen führen, modernisiert unsere Kernprozesse und eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit – ein Beleg für unseren Anspruch, ein Unternehmen zu werden, das KI im Kern verankert hat.“
Kern der Transformation ist der Einsatz von SAP Cloud ERP Private. Damit modernisiert Syngenta zentrale Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist es, Agilität, Stabilität und Skalierbarkeit zu erhöhen und Abläufe robuster gegenüber externen Schwankungen zu gestalten. Das Cloud-ERP bildet die Grundlage für ein stärker KI-zentriertes Betriebsmodell, das Innovationen schneller in die operative Umsetzung bringen soll.
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Philipp Herzig, Chief Technology Officer von SAP
Aus Sicht von SAP hat das Projekt Signalwirkung für die gesamte Branche, wie Philipp Herzig, Chief Technology Officer von SAP betont:
„Die Transformation von Syngenta setzt einen neuen Maßstab für digitale Innovation in der Landwirtschaft. Gemeinsam zeigen wir, wie Cloud- und KI-Technologien nachhaltiges Wachstum und mehr Effizienz in einer der weltweit wichtigsten Branchen ermöglichen können. Diese Partnerschaft bedeutet, Geschäftsprozesse zukunftssicher zu gestalten und damit einen verantwortungsvollen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung zu leisten.“
Ein weiterer Baustein der Partnerschaft ist der Aufbau einer konsolidierten Datenarchitektur. Mit der SAP Business Data Cloud schafft Syngenta eine einheitliche, sichere und skalierbare Datenbasis, die Voraussetzung für den Einsatz von KI ist. In Kombination mit SAP Business AI und KI-gestützten Werkzeugen wie dem digitalen Assistenten Joule sollen Entscheidungen künftig schneller und fundierter getroffen werden können.
Gleichzeitig behält Syngenta die Kontrolle über die eigenen Daten und deren Schutz. Die Partner betonen damit den Anspruch, technologische Innovation mit Datensicherheit und unternehmerischer Verantwortung zu verbinden. Für die Agrarwirtschaft könnte die Kooperation damit als Blaupause dienen, wie KI nicht punktuell, sondern strukturell in Geschäftsmodelle integriert werden kann.