Snowflake hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des Observability-Anbieters Observe unterzeichnet. Ziel ist, Funktionen für IT-Operations und die Auswertung von Telemetriedaten direkt in die Snowflake AI Data Cloud zu integrieren – mit Blick auf den Betrieb komplexer, KI-basierter Anwendungen.
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Sridhar Ramaswamy, CEO von Snowflake
Snowflake will sein Angebot im Bereich IT-Operations ausbauen und KI-gestützte Observability auf Basis offener Standards in die eigene Datenplattform bringen. Dazu hat das Unternehmen nach eigenen Angaben eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Observe abgeschlossen. Observe bietet KI-gestützte Observability-Lösungen und wurde von Beginn an auf Snowflake aufgebaut.
Hintergrund der geplanten Integration ist der wachsende Einsatz von KI-Agenten und verteilten Anwendungen, wodurch in vielen Organisationen deutlich mehr Telemetriedaten entstehen. Speicherung und Auswertung gelten dabei als kostenintensiv und technisch begrenzt, wenn Observability-Daten in separaten Systemen verarbeitet werden. Snowflake und Observe setzen stattdessen darauf, diese Daten direkt innerhalb der Datenplattform zu analysieren.
Snowflake-CEO Sridhar Ramaswamy begründet den Schritt mit steigenden Anforderungen an Stabilität im KI-Betrieb: „Da unsere Kunden zunehmend komplexe KI-Agenten und Datenanwendungen entwickeln, ist Zuverlässigkeit ist für viele Unternehmen inzwischen geschäftskritisch.“ Durch die geplante Integration von Observe könnten Unternehmen Telemetriedaten „unternehmensweit auswerten und Betriebsprobleme früher erkennen“, so Ramaswamy weiter: „Durch die geplante Integration von Observe können Kunden Telemetriedaten unternehmensweit auswerten und Betriebsprobleme früher erkennen.“
Künftig sollen Unternehmen laut Pressemeldung von mehreren Funktionen profitieren: Observe bringe einen automatisierten Ansatz aus dem Site Reliability Engineering ein, der Logs, Metriken und Traces gemeinsam auswertet, um Abweichungen früh zu erkennen und Störungen schneller zu beheben. Die geplante Observability-Architektur soll auf offenen Standards wie Apache Iceberg und OpenTelemetry basieren. Telemetriedaten könnten dabei auf kosteneffizientem Object Storage gespeichert und mit skalierbaren Rechenressourcen verarbeitet werden – gemeinsam mit Anwendungs- und Geschäftsdaten.
Zudem soll die Kombination aus Observe-Plattform und Snowflake-Dateninfrastruktur längere Aufbewahrungszeiten ermöglichen: Einschränkungen durch Sampling oder kurze Speicherfristen sollen entfallen, Telemetriedaten könnten vollständig und langfristig gespeichert werden. Snowflake sieht den Schritt auch als Beitrag zum Ausbau seiner Präsenz im Markt für IT-Operations-Management-Software, der laut Gartner 2024 um 9,0 Prozent auf 51,7 Milliarden US-Dollar wuchs.