Auf seiner Konferenz „UiPath FUSION“ in Las Vegas hat das Unternehmen neue Partnerschaften mit NVIDIA, Microsoft, Google, OpenAI und Snowflake bekanntgegeben. Ziel ist es, agentenbasierte Automatisierung in bestehende Unternehmenssysteme zu integrieren und über den Orchestrator „Maestro“ zentral steuerbar zu machen.
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Die diesjährige Konferenz von UiPath stand im Zeichen von „Agentic Automation“. Mit der Vorstellung mehrerer Kooperationen mit führenden Technologieanbietern will das Unternehmen erreichen, dass KI-Agenten nicht isoliert laufen, sondern über offene Schnittstellen, verbindliche Governance und zentrale Orchestrierung im Unternehmensalltag einsatzfähig werden. Dabei wird die Integration in bestehende IT-Landschaften betont – ohne umfassende Umbaumaßnahmen.
Mit OpenAI stellt UiPath einen neuen ChatGPT-Connector vor, der die Einbindung von Sprachmodellen in Workflows ermöglicht. Diese lassen sich über Maestro steuern und in ChatGPT Enterprise sichtbar machen. Zudem schafft ein Benchmark für „computer-bedienende“ Agenten die Grundlage für belastbare Tests, während GPT-5 im UiPath Agent Builder den Aufbau komplexer Automatisierungen vereinfachen soll.
Parallel dazu zielt die Kooperation mit NVIDIA darauf ab, generative KI in regulierten Umfeldern nutzbar zu machen. Ein Connector bindet NVIDIA NIM und Nemotron-Modelle in die Plattform ein, wodurch Microservices für Sprache, Bilderkennung und Predictive Analytics bereitgestellt werden können. Der Einsatz reicht von Betrugserkennung bis zum Gesundheitswesen, auch in isolierten IT-Umgebungen.
UiPath integriert zudem Google Gemini (Vertex AI) in einen neuen Conversational Agent. Dieser erlaubt es, Automatisierungen per Spracheingabe zu starten, zu steuern und aufzubauen. Besonderer Fokus liegt auf niedriger Latenz, Mehrsprachigkeit und affektiven Dialogen. Die Lösung ist über den Google Cloud Marketplace verfügbar und eng an Google Workspace angebunden.
Im Bereich Microsoft wird die Plattform mit Azure AI Foundry verbunden. Dadurch können UiPath-Agenten mit Modellen aus Azure interagieren und End-to-End-Prozesse automatisiert werden – ebenfalls mit zentraler Governance.
Die Partnerschaft mit Snowflake konzentriert sich auf den Zugriff auf strukturierte und unstrukturierte Daten. Über Cortex AI – insbesondere Cortex Analyst und Cortex Search – können Agenten Informationen direkt in orchestrierte Prozesse überführen. Damit sollen Abläufe beschleunigt werden, ohne bestehende Systeme zu ersetzen.