Vertiv erweitert seine CoolPhase-Perimeter-PAM-Reihe um neue luftgekühlte Systeme und einen passenden Kondensator für den EMEA-Markt. Die Lösungen richten sich an kleine, mittlere und Edge-Rechenzentren und kombinieren gepumptes Kältemittel, Freikühlung und ein Kältemittel mit reduziertem Treibhauspotenzial, um Energieverbrauch, Betriebskosten und regulatorische Anforderungen in Einklang zu bringen.
Foto: Vertiv
X-Ray-Ansicht des Vertiv CoolPhase Perimeter PAM120 mit OAV255 und integriertem Pumped Refrigerant Economizer (PRE)
Foto: Vertiv
Sam Bainborough, VP Thermal Management, EMEA
Mit der Erweiterung der Vertiv CoolPhase Perimeter PAM-Reihe adressiert der Anbieter vor allem Anforderungen kleinerer, mittlerer und Edge-Rechenzentren. Die nun in EMEA verfügbaren Systeme setzen auf ein integriertes Konzept aus Perimetergerät und Kondensator und zielen auf messbare Verbesserungen bei Energieeffizienzkennzahlen (PUE) sowie den Gesamtbetriebskosten (TCO) ab. Gleichzeitig rückt die Einhaltung aktueller Umweltvorgaben stärker in den Fokus.
Kern der aktualisierten Plattform ist der Vertiv EconoPhase Pumped Refrigerant Economizer (PRE), der vollständig in das CoolPhase-Condenser-System integriert ist. Das Prinzip: Ein gepumpter Kältemittelkreislauf übernimmt Teile der Kühlleistung und arbeitet dabei mit einem Bruchteil der Leistung herkömmlicher Kompressoren. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, die Freikühlungsanteile zu erhöhen und zugleich Platz zu sparen.
Als Kältemittel kommt R-513A zum Einsatz. Im Vergleich zu R-410A weist es laut Hersteller ein um 70 Prozent geringeres Treibhauspotenzial auf, ist nicht brennbar und hat ein geringes Toxizitätsrisiko. Damit erfüllt die Lösung die EU-F-Gas-Verordnung 2024/573 und richtet sich an Betreiber, die Emissionen reduzieren wollen, ohne Abstriche bei der Kühlleistung zu machen.
„Mit dieser neuesten Ergänzung der Vertiv CoolPhase Perimeter PAM-Reihe machen wir unser Direktverdampfungsangebot flexibler und gehen gleichzeitig zwei entscheidende Herausforderungen an, denen sich Betreiber von Rechenzentren heute gegenübersehen: die Einhaltung von Umweltvorschriften und die betriebliche Effizienz“, sagte Sam Bainborough, VP Thermal Management, EMEA bei Vertiv. „Die neuen luftgekühlten Modelle steigern die Freikühlungsfähigkeiten, um die PUE zu senken, und demonstrieren damit unser Engagement für energieeffiziente und umweltverträgliche Lösungen, die keine Kompromisse bei der Leistung eingehen. “
Die CoolPhase Perimeter PAM-Reihe kombiniert mehrere technische Komponenten: Dazu zählen Kompressoren mit variabler Drehzahl, gestufte Spulen sowie eine patentierte Filtertechnologie. Über die Vertiv Liebert iCOM-Steuerung lassen sich die Perimetergeräte nahtlos mit den CoolPhase-Kondensatoreinheiten verbinden. Vertiv verfolgt dabei einen Systemansatz, bei dem alle Elemente als Teil einer Gesamtlösung betrachtet werden, um Leistung, Effizienz und Flexibilität gemeinsam zu optimieren.
Die neuen luftgekühlten Modelle ergänzen das bestehende Direktverdampfungsportfolio und sollen insbesondere dort Vorteile bringen, wo Platzbedarf, Energieverbrauch und regulatorische Anforderungen gleichzeitig berücksichtigt werden müssen – etwa in dezentralen IT-Umgebungen oder kleineren Rechenzentrumsstandorten.
Die CoolPhase Perimeter PAM-Reihe ist Teil der sogenannten Thermalkette von Vertiv und wird durch die globale Serviceorganisation des Unternehmens begleitet. Das Angebot reicht von Planung und Inbetriebnahme bis zur laufenden Optimierung im Betrieb. Durch fachkundige Bereitstellung und proaktive Wartung soll eine kontinuierliche Zuverlässigkeit der Systeme über deren gesamten Lebenszyklus hinweg sichergestellt werden.
Mit der aktuellen Erweiterung positioniert Vertiv seine Perimeter-Kühllösungen stärker für Anwendungen, bei denen Energieeffizienz, Umweltauflagen und Betriebssicherheit gleichermaßen relevant sind – ein Themenfeld, das angesichts wachsender Edge-Infrastrukturen und steigender regulatorischer Anforderungen weiter an Bedeutung gewinnt.