Vertiv erweitert seine PowerBar-Track-Familie um ein Doppel-Stack-Design für die Stromverteilung in Rechenzentren. Das System soll höhere Leistungsdichten unterstützen und gleichzeitig wertvolle Whitespace-Fläche in Colocation- und Hyperscale-Umgebungen effizienter nutzen.
Foto: Vertiv
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Mit zunehmenden KI- und HPC-Workloads steigen auch die Anforderungen an Energieversorgung und Infrastruktur in Rechenzentren. Vertiv hat daher seine Vertiv PowerBar Track Stromschienenfamilie um eine Doppel-Stack-Konfiguration erweitert. Das deckenmontierte System ist laut Hersteller darauf ausgelegt, höhere Leistungsdichten zu ermöglichen und gleichzeitig den verfügbaren Raum im Rechenzentrum besser auszunutzen.
Die Lösung basiert auf einer modularen Architektur und richtet sich insbesondere an Colocation- und Hyperscale-Rechenzentren. Ziel ist eine skalierbare Stromverteilung, die mit den wachsenden Leistungsanforderungen moderner Rechen- und Serverumgebungen Schritt halten kann. Die Konfiguration erfüllt globale Sicherheits- und Leistungsstandards und ist mit Kapazitäten von bis zu 2000 A nach UL-Standard 857 sowie bis zu 2500 A nach IEC 61439-6 verfügbar. Angeboten werden Varianten mit Kupfer- oder Aluminiumleitern.
Das System erlaubt Änderungen an der Stromverteilung während des Betriebs. Betreiber können sogenannte Tap-Off-Boxen entlang der Stromschiene installieren oder versetzen, ohne die Stromversorgung zu unterbrechen. Eine offene Track-Architektur ermöglicht dabei flexible Anpassungen der Infrastruktur.
Jeder Anschlusspunkt verfügt laut Hersteller über integrierte mechanische und elektrische Verriegelungen zum Schutz des Bedienpersonals. Optional integrierte Messsysteme liefern Echtzeitdaten zum Energieverbrauch, was eine präzisere Kapazitätsplanung und ein effizienteres Energiemanagement ermöglichen soll.
Die Doppel-Stack-Konfiguration unterstützt zudem höhere Kapazitäten und eine größere Anzahl an Anschlüssen pro Tap-Off-Box. Darüber hinaus kann das System auch vertikal skaliert werden, um Umgebungen mit hoher Rack- oder Lastdichte zu versorgen.
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Kyle Keeper, Senior Vice President der Power Business Unit bei Vertiv
Kyle Keeper, Senior Vice President der Power Business Unit bei Vertiv, erklärt:
„Die Stromverteilung muss mit dem Umfang und der Leistungsdichte moderner KI- und HPC-Umgebungen Schritt halten. Da Kunden mit steigenden Leistungsanforderungen, engeren Platzverhältnissen und sich schnell entwickelnden Infrastrukturanforderungen konfrontiert sind, benötigen sie Lösungen, die Flexibilität bieten. Die Vertiv PowerBar Track Doppel-Stack ist genau darauf ausgelegt. Sie ermöglicht eine kompakte und dennoch skalierbare Erweiterung, unterstützt Änderungen im laufenden Betrieb und liefert die Zuverlässigkeit, die in geschäftskritischen Rechenzentrumsumgebungen erforderlich ist.“
Das Stromschienensystem lässt sich laut Vertiv in bestehende Infrastrukturkomponenten des Unternehmens integrieren, darunter die Vertiv PowerBoard-Schaltanlage, USV-Systeme sowie Racks. Dadurch soll eine abgestimmte End-to-End-Stromversorgung für Anwendungen mit hoher Leistungsdichte entstehen.
Die Vertiv PowerBar Track ist Teil des Vertiv 360AI Power-Ökosystems, das Technologien für Stromverteilung, Schutz und Management kombiniert und auf KI-fähige digitale Infrastrukturen ausgerichtet ist. Darüber hinaus kann das System in die vorgefertigte Rechenzentrumsinfrastruktur Vertiv OneCore sowie in das modulare, deckenmontierte IT-Infrastruktursystem Vertiv SmartRun integriert werden. Damit verfolgt das Unternehmen einen modularen Ansatz für den Aufbau und die Erweiterung moderner Rechenzentren.