Beim erstmals vergebenen A1 AI Award wurde das österreichische Unternehmen Layonardo für seine KI-Lösung zur Erkennung manipulierter digitaler Inhalte ausgezeichnet. Die Technologie analysiert Bilder, Dokumente und Texte auf Deepfakes und andere Formen der Manipulation.
Erstmals wird der A1 AI Award an die drei Finalisten (Layonardo, DELEP und Swuppi) übergeben. (Foto: A1)
Mit dem erstmals vergebenen A1 AI Award haben A1 und AI Austria Anwendungen ausgezeichnet, die Künstliche Intelligenz mit Anforderungen an Transparenz, Datenschutz und Betriebssicherheit verbinden sollen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des A1 Business Forums 2026 statt.
Den ersten Platz erhielt das Unternehmen Layonardo für die Lösung „Deep Visual Analytics“. Die Technologie überprüft digitale Inhalte auf Manipulationen und erstellt Risikobewertungen, die laut Unternehmen nachvollziehbar sein sollen. Analysiert werden dabei Bilder, Dokumente und Texte. Ziel ist die Erkennung von Deepfakes, Bildbearbeitungen oder inkonsistenten Metadaten, um die Authentizität digitaler Inhalte besser bewerten zu können.
Foto: A1
Martin Resel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von A1
Die zunehmende Verbreitung generativer KI verschärft die Diskussion rund um Vertrauen und Verlässlichkeit digitaler Informationen. Vor diesem Hintergrund rückt die Fähigkeit zur Erkennung manipulierter Inhalte stärker in den Fokus von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
Martin Resel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von A1, betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung nachvollziehbarer Systeme:
„Künstliche Intelligenz braucht Vertrauen. Gerade in sensiblen Bereichen wie der Erkennung von Manipulationen zeigt sich, wie entscheidend transparente und erklärbare Systeme sind. Die ausgezeichnete Lösung von Layonardo steht beispielhaft für souveräne KI aus Österreich – innovativ, nachvollziehbar und verantwortungsvoll umgesetzt.“
Nach Angaben der Veranstalter soll der Award insbesondere Projekte sichtbar machen, die KI-Technologien verantwortungsvoll einsetzen und dabei Aspekte wie digitale Souveränität und Sicherheit berücksichtigen.
Die prämierte Lösung von Layonardo adressiert ein Themenfeld, das mit der steigenden Qualität KI-generierter Inhalte an Relevanz gewinnt. Deepfakes und manipulierte Dokumente stellen Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen bei Verifikation und Vertrauensbildung.
Oliver Hepp, Vertreter des Gewinnerunternehmens, verwies auf die Zielsetzung der Technologie sowie auf die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen:
„Unsere Mission ist es, digitale Inhalte verlässlich überprüfbar zu machen – damit Vertrauen auch in einer von KI geprägten Welt erhalten bleibt. Mit unserer Technologie wollen wir dazu beitragen, Manipulation sichtbar zu machen und die Integrität digitaler Kommunikation nachhaltig zu stärken. Dazu braucht es starke Partner wie Exoscale, die FFG, AWS, die AI-Factory und Inkubatoren wie Tech2B.“
Das Siegerprojekt wurde mit 50.000 Euro in Form von Credits für die Exoscale-Cloud-Plattform ausgezeichnet. Über die Vergabe entschied eine Jury im Rahmen des A1 Business Forums.
Neben dem Siegerprojekt präsentierten zwei weitere Finalisten ihre Anwendungen. Das Unternehmen DELEP zeigte mit „DeepLearnElectroPlan“ eine KI-gestützte Lösung für Elektrik-Planung auf Basis visueller Pläne. Die Anwendung soll Planungsprozesse im Bereich Elektrotechnik unterstützen.
Ebenfalls unter den Finalisten war Swuppi FlexCo mit einer digitalen Pflegeplattform. Die Lösung setzt KI-Unterstützung unter anderem für Dienstplanung und Dokumentation ein und adressiert damit organisatorische Abläufe im Gesundheits- und Pflegebereich.
Die eingereichten Projekte verdeutlichen laut Veranstaltern die zunehmende Bandbreite von KI-Anwendungen in unterschiedlichen Branchen. Der Fokus des Awards liegt dabei nicht ausschließlich auf technologischer Innovation, sondern auch auf Fragen der Transparenz, Nachvollziehbarkeit und sicheren Nutzung von KI-Systemen.
Mit dem neuen Award wollen A1 und AI Austria nach eigenen Angaben Anwendungen hervorheben, die Künstliche Intelligenz als Grundlage für Innovation und digitale Souveränität in Österreich positionieren sollen.