Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
All for One übernimmt SAP-Procurement-Spezialisten apsolut 06. 03. 2026
Die All for One Group SE hat Anfang März 2026 sämtliche Anteile an der apsolut Group übernommen. Mit dem Erwerb des auf SAP Procurement spezialisierten Beratungsunternehmens baut der IT- und Consultinganbieter seine internationale Lieferfähigkeit aus und stärkt seine Position im SAP-Ökosystem.
CrowdStrike und Schwarz Digits bringen Cybersecurity-Plattform in die STACKIT-Cloud 05. 03. 2026
CrowdStrike und Schwarz Digits haben eine langfristige strategische Partnerschaft angekündigt. Die CrowdStrike Falcon-Plattform wird künftig über die souveräne Cloud-Infrastruktur STACKIT bereitgestellt und soll europäischen Unternehmen sowie öffentlichen Institutionen Cyberschutz bei gleichzeitiger Wahrung der Datenhoheit ermöglichen.
Tieto und osapiens kooperieren bei Digitalisierung und Compliance 04. 03. 2026
Der IT-Dienstleister Tieto und der Softwareanbieter osapiens haben eine Partnerschaft geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Unternehmen bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie bei der digitalen Transformation zu unterstützen.
Rainer Steinlesberger übernimmt Geschäftsführung von Zühlke Österreich 04. 03. 2026
Der Technologieberater und -entwickler Zühlke hat Rainer Steinlesberger zum CEO von Zühlke Österreich ernannt. Der 45-jährige Manager, der seit rund 20 Jahren in internationalen Technologieunternehmen in Management- und C-Level-Funktionen tätig ist, hat die Position mit 1. März übernommen.
tokeneurope.ai startet als europäische LLM-Plattform 03. 03. 2026
Mit tokeneurope.ai nehmen FiveSquare und eww ITandTEL eine europäische „LLM as a Service“-Plattform in Betrieb. Ziel ist es, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen den Einsatz moderner Large Language Models auf vollständig europäischer Infrastruktur zu ermöglichen – mit Rechenzentrumsstandorten in Österreich und klarem Fokus auf Datensouveränität.
Deutsche Telekom erweitert KI-Ökosystem mit ServiceNow 02. 03. 2026
Vier Wochen nach dem Start ihrer Industrial AI Cloud erweitert die Deutsche Telekom ihr KI-Ökosystem. T-Systems agiert künftig als „Sovereign Partner Cloud Provider“ für ServiceNow in Deutschland. Im Fokus stehen industrielle KI, Datensouveränität und regulierte Branchen.
CPN startet in Österreich 02. 03. 2026
Das deutsche IT-Netzwerk CPN weitet seine Aktivitäten auf Österreich aus. Systemhäuser, IT-Fachhändler und Dienstleister erhalten damit Zugang zu bestehenden Rahmenverträgen, Services und Community-Formaten. Vor Ort übernimmt Ulli Koch die Betreuung der Partner.
Tieto zeigt Einsatz von KI-Agenten auf der Microsoft AI Tour 2026 27. 02. 2026
Auf der Microsoft AI Tour 2026 in München präsentierte Tieto Konzepte zur Integration agentischer KI in Geschäftsprozesse. Im Fokus standen Effizienzsteigerung, Automatisierung und praxisnahe Anwendungsfälle, unter anderem im Energiesektor.
KI beschleunigt Ausnutzung von Schwachstellen 27. 02. 2026
Der aktuelle Threat Intelligence Index von IBM zeigt eine deutliche Zunahme KI-gestützter Angriffe. 2025 wurde die Ausnutzung von Schwachstellen weltweit zur häufigsten Ursache für Sicherheitsvorfälle. Europa war Ziel von 25 Prozent der untersuchten Attacken, besonders betroffen waren Finanz- und Versicherungsunternehmen.
Vertiv industrialisiert KI-Bereitstellung mit digital orchestrierter Infrastruktur und kooperiert für bessere Skalierbarkeit mit Hut 8 27. 02. 2026
Vertiv industrialisiert die Bereitstellung von KI-Rechenzentren mit der digital orchestrierten Infrastruktur Vertiv OneCore. Eine Digital-Twin-Plattform soll die Umsetzung beschleunigen. Hut 8 integriert die Architektur in ausgewählte Projekte.
Arctic Wolf übernimmt Sevco Security 27. 02. 2026
Mit der Übernahme des Exposure-Assessment-Spezialisten Sevco Security erweitert Arctic Wolf seine Aurora-Plattform um Funktionen für Asset Intelligence und Exposure Assessment. Ziel ist es, Unternehmen eine kontinuierliche Identifikation und Priorisierung von Risiken in hybriden Umgebungen zu ermöglichen.
Forescout und Netskope kooperieren bei Zero-Trust-Sicherheit 27. 02. 2026
Forescout und Netskope integrieren ihre Technologien, um Zero-Trust-Sicherheit für verwaltete und nicht verwaltete IT-, OT-, IoT- und IoMT-Geräte bereitzustellen. Die Lösung adressiert Nord-Süd- und Ost-West-Datenverkehr gleichermaßen.
KI wächst schneller als IT-Security 25. 02. 2026
Unternehmen, die künstliche Intelligenz früh und tief in ihre Geschäftsmodelle integrieren, stehen laut einer aktuellen Untersuchung vor besonderen sicherheitstechnischen Herausforderungen. Längere Wiederherstellungszeiten nach Cybervorfällen, höhere Schäden und neue Kostenfaktoren zeigen, dass Sicherheitsarchitekturen vielerorts nicht mit dem Tempo der KI-Adaption Schritt halten.
Arctic Wolf erweitert Aurora-Plattform um Managed Endpoint Defense für MSPs 24. 02. 2026
Mit Aurora Managed Endpoint Defense for MSPs stellt Arctic Wolf neue Funktionen für Managed Service Provider vor. Die Erweiterungen zielen darauf ab, Abläufe zu vereinfachen, skalierbare Sicherheitsservices bereitzustellen und Endkunden einen umfassenden Schutz auf Enterprise-Niveau zu ermöglichen.
Erstmals nutzt Android-Schadsoftware generative KI im laufenden Betrieb 23. 02. 2026
Forscher von ESET haben eine neue Android-Malware entdeckt, die Googles KI-Modell Gemini einsetzt, um sich selbst vor dem Schließen zu schützen und dauerhaft aktiv zu bleiben. Die Technik ermöglicht nahezu vollständige Kontrolle über infizierte Smartphones.
WatchGuard meldet massiven Anstieg neuartiger Malware 20. 02. 2026
Der aktuelle Internet Security Report von WatchGuard Technologies dokumentiert für das zweite Halbjahr 2025 einen drastischen Zuwachs bislang unbekannter und verschlüsselter Schadsoftware. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass klassische signaturbasierte Sicherheitsansätze zunehmend an ihre Grenzen stoßen.
Vertiv stellt neuen KVM-Switch für Enterprise- und Edge-Rechenzentren vor 19. 02. 2026
Mit dem Avocent MergePoint Unity 2 erweitert Vertiv sein IT-Management-Portfolio um eine KVM-Plattform für zentralisierte Verwaltung und abgesicherten Fernzugriff auf IT-Systeme in Rechenzentren, Edge-Standorten und Zweigstellen.
Red Hat stellt Assessment-Tool zur Bewertung digitaler Souveränität vor 18. 02. 2026
Red Hat hat ein neues Online-Tool veröffentlicht, mit dem Unternehmen den Reifegrad ihrer digitalen Souveränität analysieren können. Das Sovereignty Readiness Assessment Tool soll dabei helfen, bestehende Abhängigkeiten sichtbar zu machen und gezielt Maßnahmen zur Stärkung von Kontrolle und Resilienz abzuleiten.
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Luftfahrtkonzern setzt auf dialogbasierte Spracherkennung aus Europa

Air France-KLM automatisiert Kundenservice mit europäischer KI

Der internationale Airline-Verbund Air France-KLM führt schrittweise einen KI-gestützten Voicebot im Kundenservice ein. Die Lösung stammt vom Heidelberger Sprachtechnologie-Anbieter Aristech und ist seit Juli 2025 in mehreren europäischen Märkten produktiv im Einsatz. Ziel ist es, Anrufvolumina effizienter zu steuern, Serviceprozesse zu beschleunigen und gleichzeitig hohe Anforderungen an Datenschutz und Datenhoheit zu erfüllen.

Foto: Markus Mainka - stock.adobe.com

Die Luftfahrt zählt zu jenen Branchen, in denen Kundenservice unter besonders hohem Druck steht. Unregelmäßige Betriebsabläufe, kurzfristige Umbuchungen oder wetterbedingte Störungen führen regelmäßig zu sprunghaft steigenden Anrufzahlen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Airline-Konzern Air France-KLM für den Einsatz einer KI-basierten Sprachlösung entschieden, die den Erstkontakt im Callcenter automatisiert und strukturiert vorbereitet.

Schrittweiser Rollout in Europa

Der von Aristech entwickelte Voicebot ist derzeit in Deutschland, Großbritannien, Belgien, Luxemburg, Österreich und der Schweiz verfügbar. Anrufe werden aktuell in Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch entgegengenommen, weitere Sprachen befinden sich in Vorbereitung. Perspektivisch ist ein weltweiter Einsatz vorgesehen.

Im Unterschied zu klassischen Callcenter-Systemen verzichtet die Lösung auf starre Menüstrukturen. Stattdessen setzt sie auf eine dialogbasierte Spracherkennung, die das Anliegen der Anrufer frei erfasst. Relevante Informationen wie Buchungs- oder Ticketnummern sowie Angaben zu Gepäckfällen werden automatisiert abgefragt, strukturiert aufbereitet und an die zuständigen Service-Mitarbeiter übergeben.

Entlastung für Service-Teams

Durch diese Vorqualifizierung verkürzt sich die Bearbeitungszeit im Kundendialog. Service-Mitarbeiter starten Gespräche nicht mehr mit allgemeinen Rückfragen, sondern erhalten das Anliegen inklusive der bereits erfassten Daten. Gleichzeitig sorgt die automatische Weiterleitung dafür, dass Anrufe direkt bei den fachlich zuständigen Teams landen.

Foto: A.Löffler/ FotoAgenten Carolin Edler-Mende, Geschäftsführerin und Gründerin von Aristech Carolin Edler-Mende, Geschäftsführerin und Gründerin von Aristech:

„Mit dem Projekt für Air France-KLM zeigen wir, dass KI-gestützter Kundenservice auch in hochkomplexen, internationalen Umgebungen zuverlässig, skalierbar und datenschutzkonform funktioniert“

Datenschutz und Lastspitzen als Entscheidungskriterien

Ein zentrales Auswahlkriterium war die Forderung nach einer souveränen europäischen Lösung. Air France-KLM behält jederzeit die Kontrolle über die eigenen Daten und legt fest, welche Informationen erhoben, wo sie gespeichert und wie lange sie vorgehalten werden. Auch Betrieb und Hosting erfüllen hohe Datenschutzanforderungen.

Technisch ist der Voicebot auf stark schwankende Lastsituationen ausgelegt. Gerade bei Störungen im Flugbetrieb können kurzfristig sehr hohe Anrufvolumina entstehen. Die Lösung ist darauf ausgelegt, auch bei mehr als 1.000 gleichzeitigen Anrufen stabil zu funktionieren.

Sprachliche Vielfalt im internationalen Kundenkontakt

Eine besondere Herausforderung stellt die sprachliche Vielfalt dar. Der Voicebot verarbeitet nicht nur mehrere Sprachen, sondern auch regionale Varietäten wie Schweizerdeutsch, österreichische Ausprägungen des Deutschen oder belgisches Französisch. Hinzu kommt, dass Anrufer beim Buchstabieren häufig unterschiedliche nationale oder individuelle Alphabete verwenden, oft auch in einer Sprache, die nicht ihrer Muttersprache entspricht.

Besonders komplex ist die Erkennung alphanumerischer Informationen. Buchstaben und Zahlen werden je nach Sprache unterschiedlich ausgesprochen oder kombiniert. Um diese realen Sprechweisen korrekt zu verarbeiten, werden die Spracherkennungsmodelle gezielt auf konkrete Anwendungsszenarien optimiert. Ergänzend arbeitet Aristech in diesem Projekt mit dem französischen Unternehmen Illuin zusammen, dessen Technologie im Bereich Natural Language Processing eingesetzt wird.

Perspektiven für weitergehende Automatisierung

Langfristig können KI-gestützte Voicebots in der Luftfahrt weitere Serviceprozesse automatisieren, etwa Umbuchungen oder Änderungen bestehender Buchungen. Auch kombinierte Anliegen wie Anpassungen von Flugroute, Sitzplatz oder Mahlzeiten gelten als potenzielle Anwendungsfälle. Voraussetzung dafür ist eine tiefe Integration in die bestehenden Reservierungs-, Ticketing- und Abrechnungssysteme der Airlines.

Durch den Einsatz Generativer KI können Kundenwünsche kontextbezogen erfasst und standardisierte, bislang personalintensive Vorgänge automatisiert abgewickelt werden. Menschliche Service-Teams gewinnen dadurch Zeit für Sonderfälle, Eskalationen und Ausnahmesituationen. Der praktische Nutzen entsteht dabei aus der engen Verzahnung von Sprachschnittstellen, KI-Modellen und klar definierten, automatisierbaren Geschäftsprozessen.

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