Ein aktuelles Cloud-Assessment der Timetoact Group sieht in der T Cloud Public eine zunehmend ernsthafte Alternative zu US-Hyperscalern. Besonders für Behörden und regulierte Branchen könnte der europäische Anbieter künftig eine größere Rolle spielen.
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Heinz-Peter Steiner, Leiter des Sektors Öffentliche Verwaltung bei der Timetoact Group
Die T Cloud Public entwickelt sich nach Einschätzung der Timetoact Group zu einem relevanten Cloud-Anbieter im Wettbewerb mit internationalen Plattformen. In einem aktuellen Cloud-Assessment bewertet der IT-Dienstleister den Dienst als „für viele Einsatzgebiete eine ernstzunehmende Alternative zu US-Hyperscalern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud“.
Heinz-Peter Steiner, Leiter des Sektors Öffentliche Verwaltung bei Timetoact, erklärt:
„Die T Cloud Public ist auf dem besten Weg, ihrem Anspruch ‚Hyperscaler-Power mit europäischer Souveränität´ gerecht zu werden.“
Die Analyse vergleicht unterschiedliche Cloud-Angebote anhand von 100 Kriterien. Dabei hebt Timetoact mehrere Eigenschaften der Plattform hervor, darunter eine breite Auswahl an Instanz-Varianten, Native-Features wie Auto Scaling für Virtual Machines und Cloud Firewalls sowie zahlreiche Enterprise-Open-Source-Optionen für Compute und Datenbanken.
Auch Multi-Region-Support und „erste brauchbare Serverless-Ansätze“ werden positiv bewertet. Gleichzeitig nennt die Untersuchung Schwächen: So fehle derzeit ein GenAI-Model-as-a-Service-Angebot, zudem werden Egress-Kosten einzelner Produkte sowie eine teilweise auf Hyperscaler-Niveau liegende Preisgestaltung kritisiert.
Steiner ordnet die Entwicklung ein:
„Die T Cloud Public ist ein ernstzunehmender europäischer Cloud-Player, der sichtbar gereift ist und sich ohne Weiteres in den Reigen der führenden Player OVHcloud, StackIT und IONOS Cloud einreiht.“
Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an digitale Souveränität, Datenschutz und Resilienz empfiehlt Timetoact Organisationen, ihre Cloud-Strategien regelmäßig zu überprüfen.
Steiner betont:
„Die Auswahl an leistungsfähigen europäischen Alternativen wächst. Gerade öffentliche Einrichtungen und regulierte Branchen profitieren davon, mehrere Optionen objektiv zu vergleichen und ihre Cloud-Entscheidung auf belastbare Kriterien zu stützen.“
Trotzdem bleibt die Marktdominanz der US-Anbieter laut Assessment vorerst bestehen: Rund zwei Drittel des deutschen Cloud-Marktes entfallen weiterhin auf AWS, Azure und Google Cloud. Steiner sieht dennoch Potenzial für europäische Anbieter:
„Die T Cloud Public ist seit ihrem Debut als Open Telekom Cloud vor zehn Jahren zu einem relevanten Player gereift, um den US-Anbietern Paroli zu bieten.“