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BI-Tagung 2020

Statt Schloss Schönbrunn heuer virtuell

Die 15. BI-Tagung ging virtuell über die Bühne – der Stream jetzt kostenlos zum Nachsehen.

Foto: Screenshot/Wahlmüller Die BI-Tagung fand heuer online statt Ein Jubiläum der speziellen Art feierte heuer die 15. BI-Tagung, organisiert vom BARC und dem Controller Institut. Sie fand, wie so viele andere Events auch nur virtuell statt. Der Vorteil: Die Teilnahme war heuer kostenlos, alle Vorträge stehen on demand noch 12 Monate zum Nachsehen zur Verfügung.

Controlling-, Finanz- und IT-Verantwortliche, Geschäftsführer und Führungskräfte, die vor einer Softwareauswahlentscheidung stehen oder den Einsatz der bereits eingesetzten IT-Tools optimieren wollen – sie alle stehen vor der Herausforderung, die zunehmende Datenflut im Unternehmen zu bewältigen und daraus im Sinne von Smart Data für Reporting, Planung und immer mehr auch für effektives Forecasting bzw. Prognosen einzusetzen. Genau dafür gibt es Software-Lösungen, landläufig unter dem Begriff Business Intelligence (BI) zusammengefasst. Der Bedarf nach BI-Lösungen ist offenbar auch durch Corona massiv gestiegen, denn rund 400 Teilnehmer nutzten die Chance der virtuellen BI-Tagung.

Folgenden elf BI-Anbieter bzw. IT-Dienstleister zeigten dabei in Vorträgen bzw. Demos ihre BI-Lösungen: Bissantz, Corporate Planning, cubus, DOMO, IDL, Jedox, NAVAX, OMNINET, Oracle / solicon IT, Prophix, smartPM.solutions.

Live-Demos und „Challenges“

Ein Auslassen der diesjährigen Tagung wäre nicht in Frage gekommen. „Man soll nie eine Krise ungenützt vorbeiziehen lassen“, zitierte Mirko Waniczek, Geschäftsführer von EY Management Consulting und Co-Organisator der BI-Tagung, Winston Churchill und führte in die Tagung ein, bei der heuer zwei Vortrags-Streams geboten wurden. Einerseits gab es klassische Produkt-Demos der Lösungen. Neu eingeführt wurde heuer der Vortrags-Stream „Challenges“ für die Anbieter, die dabei anhand von zur Verfügung gestellten Demodaten ein entsprechendes Demomodell zeigen sollten. Neben den Vorträgen wurde auch zu virtuellen Messeständen geladen und in der Networking Bereich war Platz für Austausch via Chat

Insgesamt boten damit die Veranstalter Controller Institut und das Business Application Research Center (BARC) einen komprimierten Vergleich über elf Tools für BI und Analytics. Advanced  & Predictive Analytics nehmen einen immer größeren Stellenwert in BI-Projekten ein. „Insgesamt hat die Corona Krise die Nutzung fortschrittlicher Technologie zur Entscheidungsfindung um das 25fache gesteigert“, zitierte Carsten Bange, Gründer und CEO des BARC, eine aktuelle McKinsey Studie.

Diese Trends prägen Analytics

Foto: Screenshot/Wahlmüller Carsten Bange, BARC: „Die Unternehmen müssen weg von zu viel Handarbeit und hin zu mehr Bereitschaft, Tools und Software einzusetzen“ Software BI-Projekte seien jetzt oft in nur einem Monat realisiert gewesen, sagte Bange. Er nannte drei große Tendenzen, zusammengefasst aus den Erkenntnissen einer aktuellen BARC-Umfrage vom Mai/Juni 2020:

  1. Forecasts/Prognosen werden immer wichtiger und ersetzen damit Planung.
  2. Simulationen sind für die Bewertung von Alternativen, Chancen und Risiken immer wichtiger. 64 Prozent der Befragten planen vermehrt Simulationen und
  3. Künstliche Intelligenz: Rund 75 Prozent der Befragten sagen, dass auch in volatilen Märkten predictive KI basierte Modelle gute Vorhersagen liefern. „Wir sehen generell einen Trend zur Automatisierung bei den Prognosen“, stellte Bange fest.

Laut Bange seien drei Maßnahmen im Moment den Unternehmen ans Herz zu legen: Forecasts und Prognosen sollten generell – aber auch aufgrund der sich rasch verändernden Situation in der Krise - in immer kürzeren Intervallen stattfinden, auch adhoc Forecasts sind mit heutigen Werkzeugen bereits möglich und verschaffen den Unternehmen deutlich verbesserte Entscheidungsgrundlagen. Zweitens gehe es darum, „die Integration zu verbessern – hier ist langfristig noch viel zu tun“, ist Bange überzeugt. Der dritte Maßnahmenfokus umfasst eine noch stärkere Automatisierung von Hochrechnung und Prognosen. „Die Unternehmen müssen weg von zu viel Handarbeit und hin zu mehr Bereitschaft, Tools und Software einzusetzen“, empfahl Bange. Gerade bei der Integration gehe es auch zu einem guten Teil um „Plattform-Konsolidierung“, sagte Bange.

Gute Kombi von Software und Tools

Fazit des erfahrenen BI-Experten des BARC: „Es geht nicht darum, bloß ein Werkzeug im Unternehmen zu haben, denn es gibt ja sehr unterschiedliche Nutzer und Anforderungen – aber es muss auch nicht der große Zoo sein. Das heißt, eine gute Kombination von geeigneten Software-Lösungen und Tools ist anzuraten“.

Die BI-Tagung zum Nachsehen: www.bi-analytics-tagung.at

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