Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Endpoint Detection and Response-Lösung von HarfangLab mit der Beschleunigten Sicherheitszertifizierung (BSZ) ausgezeichnet. Es ist die erste Zertifizierung dieser Art für ein EDR-Produkt.
Foto: HarfangLab
Die Cybersicherheitslösung des französischen Anbieters HarfangLab hat Anfang Jänner eine besondere Anerkennung erhalten: Das BSI zertifizierte die EDR-Plattform mit der BSZ. Laut Pressemeldung ist es das erste Produkt in dieser Kategorie, das diese Zertifizierung erhält. Das BSI bestätigt damit die geprüften Entwicklungsprozesse, die eingesetzten Technologien sowie die Sicherheits- und Stabilitätseigenschaften der Lösung. Bereits zuvor hatte auch das französische Pendant ANSSI HarfangLab zertifiziert und qualifiziert.
Cybersicherheit wird zunehmend als strategischer Faktor betrachtet – insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen. Digitale Technologien gelten als entscheidend für politische, wirtschaftliche und industrielle Handlungsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund dienen Zertifizierungen nationaler Sicherheitsbehörden wie BSI und ANSSI Unternehmen als Orientierungshilfe, vor allem in regulierten und sicherheitskritischen Einsatzbereichen.
Foto: HarfangLab
Grégoire Germain, CEO von HarfangLab,
Grégoire Germain, CEO von HarfangLab, betont die Bedeutung von Vertrauen und Leistungsfähigkeit:
„Beim Thema Cybersicherheit entscheiden Leistungsfähigkeit – und Vertrauen. Genau das hat für uns bei der Entwicklung unserer Plattform von Anfang an am meisten gezählt: hohe Performance, Transparenz und die Autonomie unserer Kunden. Die BSI-Zertifizierung unserer EDR unterstreicht nun genau diesen Anspruch: Wir erfüllen konsequent die höchsten europäischen Sicherheitsstandards und bieten eine Lösung, die nicht nur leistungsfähig ist, sondern der unsere Kunden auch voll und ganz vertrauen können.“
Die BSZ basiert auf dem europäischen Standard EN 17640 „Methodology for fixed-term cybersecurity assessment for ICT products (FiT CEM)“. Sie kombiniert dokumentationsbasierte Anforderungen – darunter die Vorlage einer Software Bill of Materials (SBOM) – mit technischen Prüfungen zur Überprüfung der Robustheit des Produkts.
Ein Vertreter des BSI erläutert den Ansatz:
„Die Beschleunigte Sicherheitszertifizierung verfolgt einen risikobasierten Ansatz in der IT-Zertifizierung. Sie umfasst Konformitätsprüfungen und Penetrationstests, auf Basis derer geprüft wird, ob ein Produkt die Zertifizierungsanforderungen erfüllt und entsprechend widerstandsfähig gegenüber Angriffen ist.“
Grundlage jeder BSI-Zertifizierung ist eine umfassende technische Evaluierung durch einen anerkannten externen Auditor. Im Fall von HarfangLab führte der TÜV die Prüfung durch. Analysiert wurden laut Pressemeldung unter anderem die Funktionalitäten der EDR-Plattform, Entwicklungs- und Updateprozesse sowie Sicherheitsmechanismen, insbesondere kryptografische Verfahren. Der Evaluierungsbericht diente dem BSI anschließend zur Validierung der Einhaltung aller für den deutschen Markt geforderten Sicherheitskriterien.