BT International und STACKIT kooperieren beim Ausbau souveräner Cloud-Konnektivität in Europa. Unternehmen mit internationalen Standorten sollen dadurch regulatorisch konformen Zugriff auf europäische Cloud-Ressourcen erhalten – künftig auch über private Verbindungen außerhalb der EU.
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Ghoutam Banerjee, Director Partner Ecosystem & Growth bei STACKIT
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Joris van Oers, Chief Commercial Officer bei BT International
BT International und STACKIT, der Cloud-Anbieter von Schwarz Digits, haben eine Partnerschaft angekündigt, die multinationalen Unternehmen den Zugriff auf souveräne Cloud-Infrastrukturen in Europa erleichtern soll. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Integration der globalen Netzwerkinfrastruktur von BT International mit der europäischen Sovereign Cloud von STACKIT. Ziel ist es, Anforderungen an Datensouveränität, Resilienz und regulatorische Compliance innerhalb der EU besser zu unterstützen.
Im ersten Schritt stellt BT International Internet-Konnektivität über bestehende globale Netzwerke zur STACKIT-Cloud bereit. In einer späteren Ausbaustufe soll zusätzlich eine private Anbindung möglich werden. Perspektivisch sollen sowohl private als auch internetbasierte Verbindungen über die neue Network-as-a-Service-Plattform „Global Fabric“ von BT bereitgestellt werden.
Nach Angaben der Unternehmen wird damit erstmals ein privater Zugriff auf die souveräne STACKIT-Cloud auch für Organisationen außerhalb der EU möglich. Bislang erfolgte der Zugriff auf entsprechende Cloud-Dienste typischerweise über öffentliche Internetverbindungen. Die neue Architektur soll multinationalen Unternehmen mehr Kontrolle darüber geben, wo Daten und Anwendungen gehostet werden und wer darauf zugreifen kann.
Die Rechenzentren von STACKIT befinden sich ausschließlich in Europa und arbeiten laut Unternehmen unter Einhaltung der europäischen Datenschutzvorgaben. Die Infrastruktur sei vollständig DSGVO-konform ausgelegt und verfüge über Mechanismen zur Ausfallsicherheit und Wiederherstellung im Krisenfall.
Mit der geplanten Integration in BTs „Global Fabric“ sollen Kunden darüber hinaus Zugriff auf Multi-Cloud-Netzwerkdienste erhalten. Dazu zählen laut Pressemeldung vorintegrierte Verbindungen zu Cloud-Plattformen, SaaS-Anbietern und Sicherheitsdiensten. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass Datenströme innerhalb der EU verbleiben – auch bei Verbindungen zwischen unterschiedlichen Clouds und Standorten.
Die Unternehmen verweisen in diesem Zusammenhang auf steigende geopolitische Risiken. Laut einer zitierten McKinsey-Erhebung aus Februar 2026 sehen 72 Prozent der befragten Führungskräfte geopolitische Instabilität als eines der größten globalen Wirtschaftsrisiken. Im Dezember 2025 lag dieser Wert noch bei 51 Prozent.
„Durch unsere Partnerschaft mit BT schaffen wir eine wegweisende Verbindung für digitale Souveränität“, erklärte Ghoutam Banerjee, Director Partner Ecosystem & Growth bei STACKIT. Die Integration ermögliche multinationalen Unternehmen den direkten Zugriff auf die souveräne STACKIT-Cloud von Standorten außerhalb der EU über eine private Verbindung. Gleichzeitig würden Resilienz und die Einhaltung europäischer Datenschutzstandards gestärkt.
Auch BT International sieht wachsende Anforderungen an souveräne IT- und Netzwerkinfrastrukturen. „Souveränität steht bei unseren Kunden ganz oben auf der Agenda – sowohl Datensouveränität als auch operative und technische Souveränität“, sagte Joris van Oers, Chief Commercial Officer bei BT International. Unternehmen benötigten belastbare Netzwerke und IT-Systeme, um auch bei geopolitischen Veränderungen, globalen Ausfällen oder Naturkatastrophen handlungsfähig zu bleiben.