Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Wenn KI selbst zum Angriffsziel wird 13. 02. 2026
Ein neuer Bericht der Google Threat Intelligence Group zeigt, wie staatlich unterstützte Akteure generative KI bereits heute systematisch für Cyberaufklärung, Social Engineering und Spionage einsetzen. Im Fokus stehen dabei erstmals auch Angriffe auf KI-Modelle selbst.
Token Exchange verbindet Identitäten über Domänengrenzen hinweg 13. 02. 2026
Der parallele Betrieb mehrerer Identitätsdomänen bremst den Einsatz von KI-Agenten, APIs und Microservices. Ein standardisierter Token-Austausch soll Autorisierung über Sicherheitsgrenzen hinweg ermöglichen, ohne bestehende Anwendungen tiefgreifend anzupassen.
IBM erweitert FlashSystem-Portfolio um KI-gestützte Co-Administration 12. 02. 2026
IBM stellt eine neue Generation seiner FlashSystem-Speicher vor. Agentenbasierte KI soll Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren, die Ausfallsicherheit erhöhen und Ransomware schneller erkennen. Drei neue Systeme adressieren unterschiedliche Enterprise-Anforderungen.
Sophos übernimmt Arco Cyber und erweitert Angebot um CISO-nahe Managementservices 12. 02. 2026
Mit der Übernahme des britischen Cybersecurity-Spezialisten Arco Cyber baut Sophos sein Serviceportfolio aus. Kern der Erweiterung ist das neue Angebot „Sophos CISO Advantage“, das Organisationen bei Strategie, Governance und Risikobewertung unterstützen soll – auch ohne eigene Sicherheitsleitung.
Wie A1 die Cyber-Resilienz bei EGLO nach einem Ransomware-Vorfall stärkt 11. 02. 2026
Nach einem Ransomware-Angriff hat A1 gemeinsam mit EGLO eine robuste Cyber-Resilienz-Strategie aufgebaut, die Betriebssicherheit, schnelle Wiederherstellung und präventiven Schutz vereint. Der Beitrag beleuchtet die Lessons Learned, technische Maßnahmen und wie Unternehmen ihre Abwehr- und Reaktionsfähigkeit verbessern können.
Wie eine souveräne Cloud-Architektur die IT des Gesundheitsamts Frankfurt modernisiert 11. 02. 2026
Für Behörden gewinnt digitale Souveränität zunehmend an Bedeutung: Der Beitrag zeigt, wie das Gesundheitsamt Frankfurt am Main mit der cloud-nativen Plattform „GA-Lotse“ auf Basis von Exoscale-Cloud und Open-Source-Technologien eine moderne, DSGVO-konforme IT-Lösung realisiert hat. Im Fokus stehen Sicherheit, Datenhoheit und Effizienzgewinne durch föderale Cloud-Architekturen.
Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber im Immobilienvertrieb 11. 02. 2026
Von automatisierter Lead-Qualifizierung über datenbasierte Preisfindung bis hin zu personalisierten Kundenansprachen: Künstliche Intelligenz eröffnet dem Immobilienvertrieb neue Effizienz- und Skalierungspotenziale. Der Beitrag zeigt, wie datengetriebene, KI gestützte Technologien den Immobilienvertrieb effizienter, präziser und skalierbarer machen und welche Vorteile und Chancen sich daraus für Unternehmen ergeben.
STARFACE, estos und Gamma bündeln Roadshow-Format 10. 02. 2026
Mit der „Grow Together Tour 2026“ gehen STARFACE, estos und Gamma Deutschland erstmals gemeinsam auf Tour. Neun Termine im März und April führen durch den gesamten DACH-Raum, Auftakt ist am 4. März in Wien.
Zscaler erweitert Zero-Trust-Ansatz auf den Browser 10. 02. 2026
Mit der Übernahme von SquareX will Zscaler Zero-Trust-Sicherheit direkt in gängige Webbrowser integrieren. Ziel ist es, den sicheren Zugriff auf Anwendungen auch auf nicht verwalteten Geräten zu ermöglichen – ohne zusätzliche Unternehmensbrowser oder klassische Fernzugriffstechnologien.
ESET baut Enterprise-Geschäft in Österreich aus 10. 02. 2026
Der IT-Sicherheitsanbieter ESET überträgt die Verantwortung für Großkunden und strategische Partnerschaften in Österreich an Zvezdan Bogdanovic. Der erfahrene IT- und Vertriebsexperte soll seit Jahresbeginn das Enterprise-Segment weiterentwickeln.
IBM startet globale Ausschreibung für KI-Lösungen in Bildung und Arbeitsmarkt 09. 02. 2026
IBM hat eine weltweite Ausschreibung für die nächste Kohorte seines Impact Accelerator Programms gestartet. Der Fokus liegt auf KI-gestützten Lösungen, die Bildungsprozesse modernisieren und Übergänge in den Arbeitsmarkt verbessern sollen.
Fünf KI-Trends, die 2026 den digitalen Arbeitsplatz prägen 09. 02. 2026
Steigende Betriebskosten, neue regulatorische Anforderungen und der rasante technologische Fortschritt setzen Unternehmen zunehmend unter Druck, ihre Arbeitsprozesse effizienter und zugleich regelkonform zu gestalten. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle – von der intelligenten Dokumentenverarbeitung über präventive Cybersicherheit bis hin zur Unterstützung von ESG-Reporting und Governance. Konica Minolta hat fünf Trends identifiziert, die den Digital Workplace im Jahr 2026 maßgeblich beeinflussen werden.
Moltbook-Hack legt strukturelle Schwächen im KI-Sektor offen 09. 02. 2026
Nach dem Einbruch bei der KI-Plattform Moltbook warnt der Security-Anbieter ESET vor einem gefährlichen Missverhältnis zwischen Innovationsgeschwindigkeit und IT-Sicherheit. Sicherheitsforscher kompromittierten das System innerhalb weniger Minuten.
Septeo schließt Übernahme von stp.one ab 05. 02. 2026
Der französische Software-Publisher Septeo hat die Übernahme des deutschen Legal-Tech-Anbieters stp.one abgeschlossen. Mit der Transaktion baut die Gruppe ihre europäische Präsenz aus und überschreitet ein Umsatzvolumen von 560 Mio. Euro.
Qsentinel und Nextcloud vereinbaren Partnerschaft für sichere virtuelle Arbeitsplätze 05. 02. 2026
Der Schweizer Anbieter Qsentinel und die Kollaborationsplattform Nextcloud gehen eine strategische Partnerschaft ein. Ziel sind hochsichere virtuelle Arbeitsplätze für Organisationen mit besonders sensiblen Daten.
Überwachungskampagne mit cloud-nativem Android-Trojaner Arsink RAT 04. 02. 2026
Der Sicherheitsspezialist Zimperium hat eine groß angelegte Android-Überwachungskampagne aufgedeckt. Der Remote-Access-Trojaner „Arsink RAT“ nutzt legitime Cloud-Dienste zur Tarnung und erlaubt Angreifern umfassenden Zugriff auf infizierte Geräte.
A1 und Microsoft senken Einstiegshürde für Copilot in österreichischen KMU 04. 02. 2026
Mit einem neuen „Microsoft 365 Copilot for Business“-Angebot wollen A1 und Microsoft kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich den Zugang zu KI-gestützten Arbeitswerkzeugen erleichtern. Das Paket kombiniert Copilot-Funktionen mit bestehenden Microsoft-365-Lizenzen und bringt je nach Modell deutliche Preisnachlässe für Bestands- und Neukunden.
Vertiv bringt neue PowerUPS-200-Serie für Arbeitsplätze und vernetzte Haushalte 03. 02. 2026
Mit der neuen PowerUPS-200-Familie bringt Vertiv kompakte USV-Systeme mit 600 bis 2200 VA in den EMEA-Markt. Die Serie richtet sich an vernetzte Haushalte ebenso wie an Arbeitsplätze und POS-Umgebungen – und kombiniert Stromausfallschutz mit Funktionen wie austauschbaren Batterien, USB-Ladeports und unterschiedlichen Anzeige­konzepten für den Systemstatus.
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CGI

Der Königsweg zur Cloud-Transformation

Gastbeitrag: Die Verbindung von hoher Effizienz, Agilität und Skalierbarkeit macht Cloud-Plattformen und -Services für große und mittelständische Unternehmen zunehmend attraktiv. Trotz scheinbar zementierter Strukturen haben auch sie die Chance, sukzessive von den Vorteilen der Cloud zu profitieren. Voraussetzungen dafür sind eine realistische Bestandsaufnahme des Status Quo, der richtige Mix aus Alt- und Neu-Systemen und die Beherrschung der wachsenden Komplexität, erklärt Mario Riesmeier.

Foto: Rakicevic Nenad Die Cloudtransformation steht bei vielen Unternehmen auf der Tagesordnung Viele Unternehmen tun sich mit der Digitalisierung und Agilisierung schwer. Über viele Jahre hinweg gewachsene komplexe Matrix-Strukturen, Zuständigkeiten und Silo-Kulturen verhindern die rasche Adaption von Cloud-Strategien. An der Modernisierung der IT-Infrastrukturen führt jedoch kein Weg vorbei, denn der Konkurrenzdruck zur Nutzung von Cloud Services wächst rasch. Verkrustete Strukturen radikal aufbrechen zu wollen ist jedoch kontraproduktiv. Deshalb empfiehlt sich für den Weg in die Cloud ein planvolles, abgestimmtes Vorgehen, bei dem hybride IT-Infrastrukturen sukzessive umgesetzt werden. Eine sinnvolle Mischung aus Altsystemen, modernen Inhouse-Anwendungen und Cloud Services ist dabei häufig eine gute Lösung, insbesondere für Großunternehmen. Die Kunst besteht darin, den für sie passenden Mix aus diesen Bausteinen zu finden und die daraus resultierende Verzahnung ihrer IT-Infrastruktur zu beherrschen.

Die Mischung macht´s

Praktisch jedes Unternehmen hat eine in Jahren oder gar Jahrzehnten gewachsene IT-Infrastruktur mit einem Fundus an Altsystemen. Viele empfinden sie aus guten Gründen eher als Altlast. Oft erschweren mangelhafte Dokumentationen und die wachsenden Schwierigkeit, Experten dafür zu bekommen, die Wartung und Modernisierung. Die alten Legacy-Systeme haben allerdings nach wie vor ihre Daseinberechtigung. Auf ihnen laufen unternehmenskritische Anwendungen, wie zum Beispiel das ERP-System oder die Produktionssteuerung, die häufig nur mit großem Aufwand und hohen Risiken als Cloud Service darstellbar sind. Als Bremse erweisen sich dabei auch interne Know-how-Defizite und häufig auch der fehlende Support der Hersteller. Gesetzliche Vorgaben wie die DSGVO oder der geschützte Umgang mit unternehmenskritischen Informationen lassen eine Auslagerung von Verschluss- und Geheimsachen, Identitäten, Zertifikaten, Patenten oder personenbezogenen Daten in die Public Cloud nicht immer zu. Sie müssen daher intern prozessiert und gespeichert werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, betroffene Systeme und Altsysteme als wichtigen Teil einer modernen IT-Infrastruktur strategisch mitzudenken und dort in der Kombination mit Cloud-Modellen praktisch einzubinden.

Alt und neu clever kombinieren

Über die beschriebenen, auch in Zukunft wichtigen Einsatzszenarien für Legacy-Systeme hinaus haben sich Cloud Services für viele Anwendungsfelder als die bessere Alternative erwiesen. Sie sind das Fundament für mehr Effizienz und Agilität in den Geschäftsprozessen, kürzere Go-to-Market-Zeiten sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Die wichtigsten Treiber für die Cloud-Nutzung sind Probleme mit End-of-Life-Lizenzen in Altsystemen, Services die ausschließlich in der Public Cloud angeboten werden und die Schnelligkeit, mit der neue IT-Services bereitgestellt werden können. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Skalierbarkeit von IT-Ressourcen. Das erleichtert den Umgang mit Lastspitzen, etwa bei Kampagnen, für die dann keine teuren, nur temporär genutzten Systeme vorgehalten werden müssen. Dazu kommen die Kosten- und Verfügbarkeitsvorteile von Managed Services, die den internen Administrationsaufwand minimieren, sowie der Druck durch die Cloud-First-Strategien wichtiger Anbieter, wie beispielsweise Microsoft.

Immer mehr Business-Anwendungen laufen daher in der Cloud und werden dort auch vollumfänglich angeboten. Aber auch sie ist keine reinrassige Erscheinung. Für Cloud Services muss vielmehr ein praktikabler, sinnvoller Mix aus internen Cloud-Plattformen (Private Cloud) und externen Cloud-Plattform (Public Cloud) gefunden werden, der dann mit den Altsystemen zu einer integrierten hybriden Infrastruktur gekoppelt wird. Aus dieser Ausgangssituation wird die Komplexität der Aufgabe sichtbar, eine Lösung für eine zukünftige Infrastruktur und Architektur zu entwerfen und umzusetzen, die die Anforderungen eines Unternehmens spiegelt und löst. Zudem ist sie in der Regel komplexer als die tradierte Legacy-Struktur mit ihren Altsystemen. Gleichzeitig wird der laufende IT-Betrieb durch die vielen im Cloud-Umfeld einsetzbaren Automatisierungsfunktionen aber auch einfacher und robuster.

Am Start des hybriden Königswegs

Jede Konzeption einer hybriden IT beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Nur eine realistische Analyse des Status Quo kann die die wichtige Frage beantworten: „Wo stehen wir?“ Sie erfasst neben der Prüfung der Basisdienste wie Netzwerkverbindungen und deren Latenzen zum Beispiel auch den Check der Zertifikate für Autorisierung und Authentifizierung. In den lokalen Servern für das Identitäts- und Berechtigungsmanagement (wie etwa das Active Directory) sind die entsprechenden Identitäten der Nutzer und deren Authentifizierungsmöglichkeiten für Cloud Services hinterlegt und müssen gegebenfalls angepasst oder geändert werden, um Cloud Services resilient nutzen zu können. Bestimmte Prüf- und Sicherheitsdienste benötigen dedizierte Server, die bereitzustellen sind. Für kritische Anwendungen, beispielsweise zum Identity Management oder zur Schlüsselverwaltung, sollte sichergestellt sein, dass sie nicht in die Cloud verlagert werden. Zudem muss entschieden werden, wie die Zielarchitektur aussieht und inwieweit für Cloud Services eigene Server verfügbar sind oder ob dafür Cloud-Plattformen genutzt werden sollen.

Auf Basis dieser Anamnese erfolgen dann die ersten Schritte zur Implementierung einer hybriden Infrastruktur-Lösung mit der Definition der Zielarchitektur, die für den jeweiligen Business Case den größten Nutzen verspricht. Dieser Plan A sollte jedoch nicht der einzige sein. Jede Planung kalkuliert zwangsläufig mit vielen, teilweise hochvolatilen Variablen. Cloud Services und Applikationen können sich ebenso rasant ändern wie der Business Case selbst. Zu jedem vorausschauenden Projektmanagement gehören deshalb mindestens ein Plan B mit einem entsprechenden Proof of Concept und eine Exit-Strategie, falls das Projekt aus dem Ruder laufen sollte. Variabilität ist auch bei der Wahl der Cloud-Provider gefagt. Multi-Cloud-Ansätze erhöhen zwar zusätzlich die Komplexität, schützen aber vor dem berüchtigten Vendor-Lockin, sprich der Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter.

Ein Praxis-Beispiel aus dem Mittelstand

Wie eine solche Transformation in der Praxis aussehen kann, zeigt das Beispiel eines mittelständischen Kunden von CGI, der aufgrund einer veralteten IT-Infrastruktur mit einer VMware vSphere Farm und langsamem SAN Storage mit massiven Datenbank-, Citrix- und Netzwerkprobleme zu kämpfen hatte, die in häufigen Ausfällen und hohen Wartungskosten resultierten. Durch den Aufbau einer hybriden Struktur konnten nicht nur die hohen Investitionskosten für eine neue interne Infrastruktur vermieden werden, die Services und Applikationen wurden auch bedarfsgesteuert migriert und transformiert. Nach intensiver Analyse der Workflows wurde eine sinnvolle Zuordnung der verschiedenen Dienste, und damit ein guter Mix aus On-premises- und Cloud-Welt erreicht, der alle Ausgangsprobleme beseitigte.

Die Implementierung einer hybriden IT-Infrastruktur ist ein anspruchsvolles Projekt, aber kein Hexenwerk. Die praktischen Erfahrungen, die in vielen solcher Projekte gewonnen wurden, liefern eine solide Vorlage für die Vermeidung typischer Fehler. Eine saubere und umfangreiche Analyse des Status Quo und die entsprechende Anpassung aus den Resultaten sind das A und O für einen erfolgreichen Weg in die Cloud.  Ein klar strukturiertes, planvolles und sukzessives Vorgehen bei der Einführung von Cloud Services ist dabei der beste Schutz vor einem Scheitern des Projekts. Die IT-Erfahrung und Consulting-Kompetenz eines externen Dienstleisters kann dabei wertvolle Unterstützung leisten.

Der Autor Mario Riesmeier ist Director Consulting Expert bei CGI in Deutschland

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