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iTAC

Cloud-Lösung für KMU

Industrie 4.0-Anwendungsszenarien halten Einzug in die Elektronikfertigung.

Foto: iTAC iTAC führt weltweit erstes Public Cloud-MES in die Elektronikfertigung von Mid-Tronic ein Cloud for Industry: In Wiesau (Bayern) sprechen Maschinen über das Internet miteinander. Denn in der Elektronikfertigung von Mid-Tronic steht die weltweit erste SMT-Linie, die über bidirektionale Anlagenschnittstellen mit einer Public Cloud-Infrastruktur kommuniziert und gesteuert wird. Gefertigt wird hierbei eine neue Sensor-applikation für eine automobile Vierfach-Gangstellereinheit. Die Einhaltung strengster Traceability-Vorgaben wie der VW-Norm VW 80131 ist dabei unabdingbar.
Diese von Mid-Tronic, iTAC und ASM realisierte Cloud-Lösung versteht sich als Industrie 4.0-Leuchtturmprojekt im MES-Markt. Die Linie hat ihren Betrieb mit Public Cloud-Anbindung Ende Februar 2015 dauerhaft aufgenommen und die Praxis hält, was die Labortests versprochen haben. Zielsetzung ist die Fertigung von bis zu 1,3 Millionen Elektronik-Baugruppen pro Jahr mit Hilfe der innovativen IT-Umgebung.

Aktive Traceability und Sicherheit.

Aufgrund des hohen Produkthaftungsdrucks ist eine lückenlose Traceability inklusive Prozessverriegelung zwingend erforderlich. Die Cloud-basierte IT-Infrastruktur zur Abbildung der Industrie 4.0-Anwendungsszenarien kommt von dem MES-Hersteller iTAC. Die technologische Basis für die Rückverfolgbarkeit bildet die iTAC.MES.Suite Release 8.00. Bei der Entwicklung dieser Version standen die Herausforderungen der Industrie 4.0 wie M2M und Big Data im Vordergrund. Die Infrastruktur basiert auf der Java-Technologieplattform, welche auch für eine werkübergreifende horizontale Integration im Kontext der Industrie 4.0 geeignet ist und zudem die Sicherheit gewährleistet.
Neben der Umsetzung der Cloud-Infrastruktur inklusive der Sicherheitskriterien galt das Augenmerk auch den bidirektionalen Schnittstellen zu den SMT-Maschinen aus dem Hause ASM Assembly Systems. ASM liefert dazu die Industrie 4.0-tauglichen Schnittstelle Siplace OIB (Operations Information Broker).
„Im Vorfeld wurde von Experten angezweifelt, dass eine synchrone Anlagenkommunikation über Internetstrecken aufgrund zu hoher Latenzzeiten möglich ist, aber mit diesem Projekt konnten wir beweisen, dass dies in der Praxis mit Unterstützung unserer hauseigenen Middleware-Technologie realisierbar ist“, erklärt Dieter Meuser, CTO bei iTAC Software. „Zudem gehen wir hinsichtlich der Sicherheitsaspekte einen möglichst risikofreien Weg. Die Daten stehen nur im Zugriff unseres Unternehmens in einer Hybrid Cloud eines regionalen Rechenzentrumsbetreibers in Koblenz. Wir betreiben die Infrastruktur dort selbst und nur Mitarbeiter von iTAC sowie von Mid-Tronic können auf die Daten zugreifen“, ergänzt Meuser.
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