Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
NEURA Robotics stellt multimodales KI-Modell Neuron AI vor 14. 10. 2026
NEURA Robotics hat mit Neuron AI ein multimodales Foundation Model für Physical AI vorgestellt. Das in Metzingen entwickelte Modell verbindet 3D-Sehen, Tastsinn, Hören, Eigenzustand und Sprache mit einem Gedächtnis. Damit sollen Roboter Informationen aus unterschiedlichen Sinnesquellen zusammenführen und in physische Handlungen umsetzen können.
98 Zero-Day-Schwachstellen bei Pwn2Own entdeckt 14. 10. 2026
Beim dreitägigen Hacking-Wettbewerb Pwn2Own Ireland haben Sicherheitsforscher 98 bislang unbekannte Schwachstellen aufgedeckt. Die TrendAI Zero Day Initiative vergab dafür Preisgelder von insgesamt 1,262 Millionen US-Dollar. Untersucht wurden unter anderem Smartphones, Smart-Home- und Wellness-Geräte, Drucker sowie KI-Infrastruktur und KI-Coding-Agenten.
Vertiv kündigt Übernahme von King Environmental Services an 13. 10. 2026
Vertiv hat eine Vereinbarung zur Übernahme von King Environmental Services (KES) geschlossen. Das Unternehmen mit Sitz nahe Dublin ist auf Flüssigkeitsmanagement, Inbetriebnahme und Lasttests für hochdichte, flüssigkeitsgekühlte Rechenzentren spezialisiert. Mit der Transaktion will Vertiv seine Kompetenzen für Wärme- und Flüssigkeitsmanagement in Europa, dem Nahen Osten und Afrika ausbauen.
KI-Systeme in wenigen Minuten anbinden 12. 10. 2026
Ingram Micro Österreich stellt mit MCP eine neue Integrationslösung für die Xvantage Plattform vor. Sie bietet IT-Resellern sowie E-Commerce-Unternehmen die Möglichkeit, ihre KI-Agenten und Large Language Models (LLMs) schnell und effizient mit Ingram Micro zu verbinden und Produkt-, Preis- oder Bestelldaten direkt über natürliche Sprache abzufragen. Die Nutzung ist für Ingram Micro Kunden kostenlos.
Microsoft stellt nächste Windows-Generation für KI-Agenten vor 09. 10. 2026
Microsoft richtet Windows stärker auf hybride KI und agentenbasierte Anwendungen aus. Lokale KI-Modelle und Cloud-Dienste sollen künftig abhängig von der jeweiligen Aufgabe zusammenspielen. Gleichzeitig führt Microsoft mit Execution Containers neue Sicherheitsfunktionen für KI-Agenten ein und kündigt neue Hardware für KI-Workloads an. Dazu gehört der Surface Laptop Ultra mit NVIDIA RTX Spark.
A1 und IBM bringen watsonx auf europäische Cloud-Infrastruktur 08. 10. 2026
A1 und IBM vertiefen ihre Zusammenarbeit im Bereich Generative AI. Mit IBM watsonx auf A1 Exoscale sollen Unternehmen und Organisationen in Österreich KI-Anwendungen auf europäischer Cloud-Infrastruktur betreiben können. Im Mittelpunkt stehen Datensouveränität, Governance, Skalierbarkeit und die Umsetzung regulatorischer Anforderungen.
A1 Österreich stellt Vorstandsteam neu auf 07. 10. 2026
Mit 1. Februar 2027 kommt es zu Veränderungen im Vorstand von A1 Österreich. Natascha Kantauer-Gansch übernimmt das Enterprise-Geschäft und soll stellvertretende CEO werden. Christian Schubert folgt ihr als CCO Consumer. Martin Resel verlässt das Unternehmen mit Ende Jänner 2027.
Christian Sohn übernimmt Vertrieb bei Cloudera in Deutschland und Österreich 07. 10. 2026
Cloudera ernennt Christian Sohn zum neuen Regional Vice President für Deutschland und Österreich. In seiner neuen Position verantwortet der erfahrene Softwaremanager den Vertrieb in beiden Märkten. Im Fokus stehen der weitere Vertriebsausbau sowie die Stärkung der Beziehungen zu Kunden und strategischen Partnern.
Horizon3 ernennt Oliver Keizers zum Country Manager DACH 07. 10. 2026
Horizon3 startet seine Expansion in der DACH-Region und ernennt Oliver Keizers zum Country Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der erfahrene Cybersecurity-Vertriebsmanager soll den Markteintritt leiten und die Go-to-Market-Strategie des Anbieters für autonome Sicherheitsvalidierung in der Region umsetzen.
TrendAI stellt DACH-Vertrieb neu auf 06. 10. 2026
TrendAI ordnet seine Vertriebsführung in Deutschland, Österreich und der Schweiz neu. Oliver Becker übernimmt die Gesamtverantwortung für die DACH-Region, Virginia Lo Re rückt zur Director of Sales Enterprise auf. Mit André T. von Ameln verstärkt zudem ein erfahrener Cybersecurity-Vertriebsmanager das Führungsteam und übernimmt das Neukundengeschäft.
Bull verdoppelt Produktionskapazität in Angers 05. 10. 2026
Bull baut seinen Produktionsstandort im französischen Angers aus und verdoppelt dort die Produktionskapazität. Gleichzeitig sollen die Produktivität um 30 Prozent steigen und die Gebäudewartungskosten um 30 Prozent sinken. Der Standort soll künftig eine zentrale Rolle bei europäischen KI-, Supercomputing- und Quantentechnologien spielen.
Magenta feiert 30 Jahre 0676 02. 10. 2026
Seit 1996 werden in Österreich Mobilfunknummern mit der Vorwahl 0676 vergeben. Zum 30-jährigen Jubiläum blickt Magenta Telekom auf die technologische Entwicklung vom ersten privaten GSM-Netz über iPhone, LTE und 5G bis hin zu KI-Diensten zurück. Eine aktuelle Umfrage zeigt zudem, welche persönliche Bedeutung die Vorwahl für viele Nutzer hat.
ESET erweitert Schutz auf autonome KI-Agenten 02. 10. 2026
ESET ergänzt seine Security-Plattform ESET PROTECT um eine neue KI-basierte Sicherheitsebene. Die ESET KI-Technologien sollen Security-Teams bei der Erkennung und Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen unterstützen. Mit ESET AI Security nimmt der Anbieter zugleich autonome KI-Agenten als neue Angriffsfläche in Unternehmensumgebungen ins Visier.
Hermann Erlach übernimmt CEE-Leitung bei SAP 01. 10. 2026
SAP hat Hermann Erlach mit 1. Oktober 2026 zum Regional Managing Director für Mittel- und Osteuropa ernannt. In seiner neuen Funktion verantwortet der frühere General Manager von Microsoft Österreich das SAP-Geschäft in 24 Ländern. Sein Dienstsitz ist Wien.
F5 und Omnissa bündeln Lösungen für sichere VDI-Umgebungen 30. 09. 2026
F5 und Omnissa gehen eine strategische Partnerschaft ein und verbinden ihre Technologien für Anwendungsbereitstellung, Zero-Trust-Sicherheit und digitale Arbeitsplätze. Die gemeinsame Lösung soll Unternehmen dabei unterstützen, virtuelle Desktop-Infrastrukturen in hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen abzusichern, DMZ-Architekturen zu vereinfachen und die Verfügbarkeit über mehrere Standorte hinweg zu erhöhen.
Technologieforum rückt Zukunft der Wertschöpfung in den Fokus 29. 09. 2026
Am 17. und 18. März 2027 findet in Wien die zehnte Ausgabe des Deutsch-Österreichischen Technologieforums statt. Unter dem Leitthema „Wertschöpfung am Standort neu erfinden“ diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Technologie, Wissenschaft und Politik über Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Transformation.
Vertiv erweitert Produktion für Stromversorgung und Kühlung in Europa 29. 09. 2026
Neue Produktionskapazitäten von rund 22.000 Quadratmetern in der Slowakei werden die Fertigung von Stromversorgungs- und Wärmemanagementlösungen für die digitale Infrastruktur der nächsten Generation vorantreiben.
Asseco zeigt, wie KI das ERP zum aktiven Partner machen soll 28. 09. 2026
Auf den Asseco Vision Days 2026 standen die Auswirkungen aktueller Technologieentwicklungen auf ERP-Systeme im Mittelpunkt. Rund 600 Teilnehmer kamen am 22. und 23. September in Bad Vilbel zusammen. Neben KI ging es unter anderem um Dokumentenmanagement, E-Rechnung, BI, Security, Mobility und Finance. Im Zentrum stand die neueste Generation von APplus, die ERP und KI nativ miteinander verbindet.
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Sicheres Remote-Management von Industrieanlagen

Wie lässt sich der Fernzugriff im industriellen Umfeld sicher gestalten?

Gastbeitrag: Digitalisierung und Vernetzung ziehen massiv in die Industrie ein. Deshalb muss diese ihre vernetzten Fabriken und Anlagen gegen Cyber-Angriffe von außen schützen. Allerdings stellt die heterogene Struktur aus älteren, oft noch nicht netzwerkfähigen Maschinen und veralteten Protokollen, für die keine Sicherheits-Updates mehr unterstützt werden, und modernen Maschinen ein Sicherheitsrisiko dar, warnt André Neumann.

Foto: Kateryna Babaieva/Pexels Bei der Vernetzung von Industrieanlagen müssen neuartige Ansätze gewählt werden, um den Schutz vor Cyberangriffen zu gewährleisten Im industriellen Umfeld sind aufgrund der langen Anlagenlaufzeiten von oft mehreren Jahrzehnten immer noch diverse ältere Steuerungen und Datenprotokolle im Einsatz, die inkompatibel mit modernen IT-Varianten sind sowie noch nicht netzwerkfähige ältere Anlagen. Um die besonderen Probleme einer sicheren Vernetzung in der Industrie zu lösen, müssen neuartige Ansätze gewählt werden, um auch alle bestehenden industriellen Systeme und Anlagen auf Basis modernster IT-Sicherheitsstandards zu vernetzen und abzusichern, ohne sie durch zusätzliche Software oder Updates zu verändern. Dabei dürfen nur autorisierte Zugriffe auf gut gegen Cyberangriffe geschützte Maschinennetzwerke erfolgen und sämtliche Zugriffe müssen gut dokumentiert sein. Da Anlagenbediener in der Industrie zudem häufig wenig Erfahrung mit IT-Systemen haben, muss bei den industriellen Sicherheitssystemen auch besonderer Wert auf eine einfache Bedienung und Integration gelegt werden. Die Installation sollte dabei vor Ort von jedem Nutzer selbst vorgenommen werden können, ohne dass dafür umfangreiches Fachwissen notwendig ist.

Sicherer Fernzugriff

Der sichere Zugriff von außen auf ein sensibles Maschinennetzwerk könnte bspw. über ein benutzerfreundliches Web-Interface und ein Gateway erfolgen, das als statischer Container ohne Schreibzugriff fungiert und nur Login-Daten entgegennimmt. Alle anderen Eingaben sind unzulässig und das Maschinennetzwerk ist damit vollständig nach außen isoliert. Eine derartige Hardware-Sicherheits-Struktur ersetzt aus der IT bekannte software-basierte Sicherheitsfunktionen wie VPN und Firewalls im internen Netz. Steht ein Update an, so wird lediglich der Container ausgetauscht, Daten und Konfiguration bleiben davon unberührt. So ist es einfach, das Maschinennetzwerk stets aktuell zu halten und an die jeweiligen Anforderungs- und Bedrohungslagen anzupassen. Der Zugriff sowie alle Daten sollte dabei kryptografisch gegen Manipulation und Fremdzugriff auf Basis modernster IT-Sicherheitsrichtlinien geschützt sein. Die Verschlüsselung aller Daten und Verbindungen sowie die Anforderungen der IEC-62443 sollten dabei ebenso gewährleistet sein wie die sichere Anmeldung über Einmalpasswort (OTP) oder hardwarebasierte Kryptoschlüssel.

Die Benutzerinteraktion findet dann in einem zentralen Manager statt, der die Verbindung aus dem internen Netz (LAN) aufbaut. Er fragt das Gateway regelmäßig nach Aufträgen ab und prüft, ob eine autorisierte Zugriffsberechtigung vorliegt und vordefinierte weitere Bedingungen erfüllt sind. Des Weiteren organisiert er alle Verbindungen und kümmert sich um die Einbindung von Maschinen und weiteren Maschinennetzwerken, aber auch um die Einbindung in das IT-Unternehmensnetzwerk. Zudem verantwortet er die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien und weiteren administrativen Vorgaben.

Foto: sematicon Prinzipielle Architektur einer Sicherheitslösung für industrielle Netzwerke, in die durch Autorisierung, Isolation und Dokumentation sämtliche vorhandene Steuerungssysteme sicher eingebunden werden können und mit der alle Änderungen im Netzwerk automatisch dokumentiert werden. Vollständige automatische Dokumentation

Eine weitere Besonderheit von industriellen Maschinennetzwerken ist, dass für Betrieb, Wartung und Reparatur unterschiedliche Personen und häufig sogar Fremdfirmen zuständig sind. Dies erschwert die durchgängige Dokumentation der jeweiligen Zugriffe und Tätigkeiten wesentlich und führt zu nicht erfolgten bzw. fehlerhaften Dokumentationen. Für die vollständige automatische Dokumentation sämtlicher Zugriffe über die grafische Bedienoberfläche eignet sich ein zentrales Wartungsbuch mit Multimedia-Unterstützung. Bei autorisiertem Zugriff auf eine Maschine wird im Wartungsbuch automatisch ein Eintrag angelegt, in dem Personen, Uhrzeiten, Systeme und Metadaten festgehalten sind. Dieser Eintrag kann nach Belieben manuell ergänzt werden. Zugriffe sind nur mit Auftrag erlaubt, wobei ein weitreichendes Management der Zugriffe und ein vollständiges Session-Audit gewährleistet sind. Wiederkehrende Aufträge lassen sich ebenfalls definieren, ebenso wie Session-Sharing und Session-Assistance. Ein Wartungsbuch, das ein komplettes Rollen- und Rechtesystem für Benutzer, Systeme und Maschinen enthält, kann in der Datenbank des Anwenders hinterlegt werden. Ein Planungssystem stellt zudem sicher, dass Zugriffe ausschließlich zum vordefinierten Zeitpunkt durchgeführt werden können. Auf dieser Basis erlaubt oder entzieht das System den Zugang automatisch. Zugriffe auf eine Maschine sowie das Wartungsbuch sollten frei und unabhängig voneinander konfigurierbar sein.

Wartung kritischer Anlagen

Für die Verbindung mit dem Maschinennetzwerk und zur vorausschauenden Wartung von Anlagen und kritischen Systemen können spezielle Verbindungsmodule das sensible Anlagennetz zuverlässig vom Unternehmensnetzwerk isolieren und Informationen über den Zustand von einzelnen Maschinen liefern. Nähern sich z.B. Sensorwerte ihren Grenzwerten, können dann frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen und Maschinenausfälle und ungeplante Maschinenstillstände vermieden werden. Ein großes Problem für die Sicherheit von vernetzten Industrieanlagen ist ihre gewachsene, heterogene Struktur, in der häufig auch noch ältere, nicht netzwerkfähige Maschinen eingesetzt sind. Als Lösung sollten diese mit KVM- Erweiterungsmodulen (Keyboard-Video-Maus) direkt über den Tastatur-, Maus- und Bildschirmanschluss des Steuerungs-PCs in das Maschinennetzwerk eingebunden werden können. Dann ist es egal ob ein MS-DOS-, Windows-CE- oder ein beliebiges anderes System vorhanden ist, mit Erweiterungsmodulen lassen sich alle Arten von Geräten mit VGA und PS/2 fernsteuern, bzw. mit digitalen Systemen über DVI bzw. HDMI mit dem Maschinennetzwerk verbinden.

Der Autor André Neumann ist als COO für das operative Geschäft bei sematicon verantwortlich, die in enger Entwicklungs- und Vertriebspartnerschaft mit CyProtect in Deutschland agiert 

 

Industrielle „Remote“ Sicherheitskonzepte & Retrofitting für Maschinen, Steuerungen, Industrie- und Bestandsanlagen
se.MIS, eine in Deutschland von der Firma sematicon entwickelte Industrielösung, beschreibt die Architektur einer Sicherheitslösung für industrielle Netzwerke, in die durch Autorisierung, Isolation und Dokumentation sämtliche vorhandene Steuerungssysteme sicher eingebunden werden können und mit der alle Änderungen im Netzwerk automatisch dokumentiert werden. 
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