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IT-Ausblick

Das sollten Technikexperten 2019 auf ihrer Agenda haben

Neue Herausforderungen im Sicherheitsumfeld von KMUs, im Kampf um die Cloud sowie beim Aufstieg von DataOps. Von Sascha Giese, Head Geek™ bei SolarWinds®

Foto: SolarWinds Der Autor Sascha Giese ist Head Geek bei SolarWinds Das Sicherheitsumfeld ist mehr denn je im Umbruch. DdoS-Angriffe auf der Grundlage von individuellem Hijacking nehmen zu. Es ist davon auszugehen, dass Hacker über eine Vielzahl von persönlichen Daten verfügen, die sie sich über eine große Anzahl von Sicherheitsverstößen im Jahre 2018 angeeignet haben. Das stellt für kleine und mittelständische Unternehmen eine große Bedrohung dar:

KMU-Angriffsvektor: Während die Sicherheitsverstöße nicht abnehmen, rechnen wir damit, dass in diesem Jahr am ehesten die Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) Angriffen ausgesetzt sein wird. Durch geringere Sicherheitsvorkehrungen, fehlende Nutzerschulungen und weniger gut geschulte Profis erhöht sich die Gelegenheit für Sicherheitsverstöße drastisch. Hacker können einfacher auf diese Daten zugreifen und Geld von KMUs einfordern.  

MSP – Erweiterung des Sicherheitsangebots: Managed Service Providers (MSP) sehen darin eine Möglichkeit, ihr Angebot zu erweitern und Sicherheitsleistungen anzubieten. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass viele Anbieter nicht über ausreichend Sicherheitsressourcen verfügen und folglich auf der Suche nach Partnerschaften mit Managed Security Service Providers (MSSP) sein werden. Das MSSP-Modell hat den Vorteil der schnellen Skalierbarkeit von Kapazität und Sicherheitskompetenz, während MSP-Systeme ihre eigenen internen Ressourcen aufbauen.

 

Kampf um die Cloud: Gerangel um Unternehmenskunden

Nachdem sich der Einsatz von Public Cloud-Infrastrukturen immer mehr durchsetzt, werden Cloud-Anbieter, wie z. B. AWS, Azure and Google, wahrscheinlich einer Situation ausgesetzt sein, in der sie aktiv neue Unternehmens- bzw. On-Premise-Kunden anwerben müssen. Derzeit sind Unternehmen mit der Migration von Anwendungen zu Technologieplattformen beschäftigt – sowohl in der Cloud als auch lokal.

Daher wird sich 2019 das Hauptaugenmerk auf Tools zur Vereinfachung und Verbesserung der Migration von Anwendungen richten. Einige Anbieter wie z.B. AWS haben bereits damit begonnen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und bieten ihre selbst entwickelte Software zur Handhabung und automatischen Überwachung der Migration von Anwendungen an. 2019 werden Public Cloud-Anbieter damit beginnen, neue Strategien und Methoden umzusetzen sowie die Cloud und die damit verbundenen Technologien neu einzuführen, um weitere Unternehmenskunden anzusprechen.

 

Das Jahr von DataOps und der Aufstieg von datengesteuerten Organisationen

Alle DevOps-Strategien verfolgen universelle Ziele: Mobilität, schnellere Entwicklung, verbesserte Endbenutzer-Erfahrung und „intelligente“ operative Entscheidungsfindung. Mit der Umstellung der DevOps von einem Hype zu einem Standardverfahren in agilen IT-Abteilungen sollten Technikprofis, die ihren Unternehmen einen Mehrwert verschaffen möchten, den nächsten Schritt vollziehen, um ihrer Abteilungen Geltung zu verschaffen: DataOps.

2019 wird das Jahr sein, in dem Daten als wesentlicher Geschäftsfaktor gelten werden. DataOps kann den Führungskräften helfen, ihr Unternehmen effizienter zu leiten, indem die relevantesten Daten extrahiert und analysiert werden, um sie in einen ansprechenden und im Unternehmen verständlichen Bericht umzuwandeln. Technikexperten haben die Möglichkeit, daran beteiligt zu sein, was ihnen sogar einen Platz am Strategieverhandlungstisch verschaffen könnte.

 

Der Autor Sascha Giese ist Head Geek bei SolarWinds.

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