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Stellar Datenrettung

Der Reseller als Hausarzt?

Über die Rolle des IT-Partners bei der Datenrettung berichtet Kees Jan Meerman.

Foto: Stellar Kees Jan Meerman ist Geschäftsführer der Stellar Data Recovery EMEA Wer sich nicht gut fühlt, wird nicht lang versuchen, sich selbst zu behandeln, sondern den Hausarzt befragen. Wenn dann chronische Verläufe oder Krankheiten entdeckt oder vermutet werden, wird dieser seine Patienten zu einem Facharzt überweisen. Das ist ein Procedere, welches für uns alle so vertraut ist, dass wir kaum nachfragen. So fragen wir uns auch nicht, ob der Hausarzt operieren könnte oder ob es Sinn macht, unseren Körper selbst aufzuschneiden. Beide Szenarien würden wir als völlig unrealistisch ansehen.
Leider erweisen sich aber noch immer einige Unternehmen im „Krankheitsfall“ als unrealistisch und man muss es so benennen, als naiv. Vor allem dann, wenn es um jene Themen geht, die das Herz des Unternehmens gefährden: um unzugängliche Daten, wie zum Beispiel beim Festplattencrash.

Bitte nicht impulsiv werden heißt: Nicht sofort reagieren

Die erste Reaktion bei einem Tintenfleck auf der neuen Couch ist in der Regel, den Fleck wegzureiben. Allerdings verursacht dies häufig einen irreparablen Flecken auf dem Polster. Bei einem drohenden Datenverlust gibt es Analogien. Demnach sollte der Reflex lauten: nicht sofort reagieren. In der Praxis führen diese ersten und schnellen Versuche, den Datenverlust wieder gut zu machen meist zum Gegenteil, wie beim besagten Tintenfleck auf der Coach. Die Folge: Dateien werden beschädigt oder für immer vollständig gelöscht.
Es ist logisch und ein naheliegender Reflex. IT-Abteilungen wollen schnell eingreifen. Niemand mag gerne zum "Chef" gehen und dann noch mit der unbefriedigenden Feststellung, dass es schwerwiegende Probleme gibt, die eben nicht sofort behoben werden können.
Selbst wenn es kein menschliches Versagen als Ursache der Probleme gab, für viele Systemadministratoren ist es eine Frage der Ehre, sich selbst um eine Lösung zur Rettung der Daten zu bemühen. Doch das ist genau das, was wenig mit dem Beruf und dem Kernaufgabengebiet zu tun hat.
So sollte unser „Hausarzt“, der in diesem Fall der Reseller oder IT-Partner ist, das betroffene Unternehmen (wenn es dafür offen ist - vorausgesetzt) ins Vertrauen ziehen. Dieser Partner und Experte kann die IT-Infrastruktur scannen und erkennen, worin das Problem liegt. Ist es also wirklich die Festplatte oder der Flash-Speicher, gibt es andere technische Probleme? Wenn letzteres der Fall ist, kann ein IT-Partner vielleicht schon eine Lösung bieten. Allerdings, wenn eine Datenwiederherstellung erforderlich ist, muss sich der IT Partner, genauso wie es ein Hausarzt tun würde, an einen Fachmann wenden.

Langsamkeit und Gründlichkeit statt Impulshandlung

Eine Datenwiederherstellung kann wirklich nur einmal gelingen und gestartet werden. Wenn dieser Versuch fehlschlägt, wird der Schaden in der Regel nicht mehr vollständig zu beheben sein. Datenrettungs-Spezialisten arbeiten in einem speziell ausgestatteten "Operationssaal", völlig frei von Staubpartikeln. Diese "Chirurgen" für komplizierte Datenfälle sind in der Lage, komplexe IT-Umgebungen vollständig zu analysieren, und die Daten wieder herzustellen. Gelingt das in ein paar Stunden? Nein. Aber es geht um das Fachwissen, dass die Spezialisten, also im medizinischen Bild unsere „Fachärzte“ geben.
Es gilt hier: Langsamkeit und Gründlichkeit statt Impulshandlung. Für die maximale Sicherheit, dass verlorene Daten wiederhergestellt werden, lohnt es sich in jedem Fall zu warten!


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