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Capgemini IT-Trends-Studie 2019

Dämpfer für Digitalisierungs-Euphorie

Laut einer aktuellen Studie macht sich beim Thema Digital Transformation vermehrt Ernüchterung breit.

Foto: Capgemini Bernd Bugelnig, Capgemini: „Ausgebremst werden Unternehmen hauptsächlich durch einen Mangel an Spezialisten im eigenen Haus“ Laut der IT-Trends-Studie 2019 des Beraters Capgemini stufen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihren Erfolg bei der Digitalisierung durchschnittlich als mittelmäßig ein. Als größten Erfolg der Digitalisierung nennen Unternehmen die Steigerung ihrer Effizienz, die Sicherung der eigenen Marktposition und die Verbesserung des Einkaufs- und Serviceerlebnisses der Kunden. Damit neue Geschäftsfelder in der eigenen oder in anderen Branchen zu erschließen, tun sich die meisten noch schwer. Als wichtigste Maßnahmen für den Erfolg der Digitalisierung nennen die Studienteilnehmer den Aufbau interdisziplinärer Teams mit Fach- und IT-Mitarbeitern sowie die gezielte Einstellung von Mitarbeitern mit dem entsprechenden Know-how. Außerdem betrachten sie es als wichtig, die unternehmens-eigenen Daten stärker zu vernetzen und zu analysieren sowie die Cloud-Kapazitäten auszubauen.

 

Jeder Fünfte nutzt smarte Technologien intensiv. 

Mit den genannten Maßnahmen im Rahmen der Digitalisierung schaffen viele Unternehmen auch die Voraussetzungen für den Einsatz intelligenter Technologien wie Machine Learning, Bilderkennung oder Natural Language Processing. Rund 70 Prozent der Befragten setzen sie bereits ein, mehr als 50 Prozent allerdings nur in geringem Umfang. Zu den knapp 19 Prozent intensiver Nutzer gehören vor allem Konzerne und größere mittelständische Unternehmen. „Größere Unternehmen haben in der Regel gute Voraussetzungen für den Einsatz intelligenter Technologien, da sie genügend nutzbare Daten und bereits Erfahrung mit Big Data gesammelt haben“, kommentiert Bernd Bugelnig, CEO für Capgemini in Österreich, die Ergebnisse.

 

Baustelle DSGVO. 

Das wichtigste Thema des Jahres ist die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Obwohl sie bereits seit Mai 2018 in Kraft ist, wurde sie erst von rund 53 Prozent der Studien-Teilnehmer komplett umgesetzt. Etwas mehr als ein Viertel arbeitet noch daran; jedes zehnte Unternehmen ist bisher über die Planung nicht hinaus gekommen. Die Plätze zwei bis fünf auf der Liste der wichtigsten Themen belegen mit Privacy by Design, Multi-Faktor-Authentifizierung, BYOx-Security und Security-Automation ausschließlich Sicherheitsthemen.

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