Ab Jänner 2027 sollen erste EU-Mitgliedstaaten eine Europäische Digitale Identitäts-Wallet bereitstellen. Die EUDI-Wallet soll digitale Identitäten grenzüberschreitend für öffentliche und private Services nutzbar machen. A-Trust bringt als qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter seine Erfahrung mit Identitäts- und Signaturlösungen in die Entwicklung ein.
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Markus Vesely, CEO von A-Trust
Mit der EUDI-Wallet sollen Bürger:innen künftig unterschiedliche digitale Nachweise und Funktionen über eine gemeinsame Wallet verwalten und nutzen können. Dazu zählen unter anderem digitale Ausweise, Führerscheine und berufliche Zertifikate. Darüber hinaus sind die Authentifizierung bei Online-Services, qualifizierte elektronische Signaturen sowie die Authentifizierung von Zahlungen als Anwendungsfälle vorgesehen.
Ein wesentliches Prinzip ist dabei die Kontrolle der Nutzer:innen über ihre persönlichen Informationen. Statt bei einem Vorgang mehr Daten als erforderlich offenzulegen, sollen gezielt einzelne verifizierte Attribute nachgewiesen werden können.
Verifizierte Attributsnachweise sollen es ermöglichen, für einen bestimmten Vorgang ausschließlich die erforderlichen Informationen freizugeben. Die EUDI-Wallet verbindet damit verschiedene Möglichkeiten zur digitalen Identifikation mit dem Prinzip der selbstbestimmten Datenweitergabe.
Für den Einsatz über Länder- und Anwendungsgrenzen hinweg spielen gemeinsame Standards und die Interoperabilität der beteiligten Systeme eine wichtige Rolle.
„Damit die EUDI-Wallet im Alltag funktioniert, braucht es neben einer einfachen Nutzung auch gemeinsame Standards, Interoperabilität und vertrauenswürdige Dienste. Als qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter bringen wir unsere Erfahrung genau dort ein, wo digitale Identitäten für sichere und rechtsverbindliche Anwendungen genutzt werden“,
erklärt Markus Vesely, CEO von A-Trust.
Die Wallet soll mehrere Funktionen zusammenführen, für die bislang häufig unterschiedliche Anwendungen und Systeme verwendet werden. Neben digitalen Ausweisen und Zertifikaten können Nutzer:innen damit auch ihre Identität gegenüber Online-Services nachweisen.
Für rechtsverbindliche digitale Vorgänge ist zudem die Qualifizierte Elektronische Signatur (QES) vorgesehen. Über die EUDI-Wallet sollen Nutzer:innen damit rechtsgültig digital unterschreiben können. Die QES stellt dabei die höchste Sicherheits- und Vertrauensstufe dar und wird von zertifizierten Vertrauensdiensteanbietern wie A-Trust bereitgestellt.
Auch die Authentifizierung von Zahlungen gehört zu den vorgesehenen Anwendungsmöglichkeiten. Damit soll die EUDI-Wallet sowohl für öffentliche als auch für private digitale Services eingesetzt werden können.
A-Trust hat den Einsatz qualifizierter elektronischer Signaturen in Verbindung mit der EUDI-Wallet bereits im EU-Pilotprojekt POTENTIAL erprobt. Das Unternehmen war an dem Large-Scale-Pilot beteiligt und brachte dabei insbesondere seine Expertise im Bereich QES ein.
Im Rahmen des Projekts wurde praktisch getestet, wie qualifizierte elektronische Signaturen einfach, sicher und interoperabel über die EUDI-Wallet eingesetzt werden können. Diese Erfahrungen sollen nun in die weitere Entwicklung einfließen.
Die bestehenden Signatur- und Identifikationslösungen von A-Trust sind bereits auf die Nutzung mit der EUDI-Wallet ausgelegt. Damit verbindet das Unternehmen Erfahrungen aus bestehenden Lösungen mit den Erkenntnissen aus der praktischen Erprobung im EU-Pilotprojekt.
Mit der geplanten Bereitstellung erster EUDI-Wallets ab Jänner 2027 rückt damit auch die praktische Nutzung der europäischen digitalen Identität näher. Ziel ist es, verschiedene Identitätsnachweise, Authentifizierung und elektronische Signaturen in einer Wallet zusammenzuführen und diese grenzüberschreitend für unterschiedliche digitale Services nutzbar zu machen.