Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Raiffeisen Informatik Consulting ist TIBCO-Partner in Österreich 05. 05. 2021
Neue Partnerschaft bringt Lösungen für Datenvirtualisierung und Masterdata Management mit lokalem Fokus.
Ein Jahr Homeoffice 04. 05. 2021
Magenta-Umfrage zeigt Fortschritte bei der Digitalisierung des Arbeitsalltages.
Infineon eröffnet neues Forschungsgebäude in Linz 03. 05. 2021
Bildungs- und Forschungsnetzwerk soll technische Talente gewinnen.
Update für Salesforce Service Cloud 30. 04. 2021
Der CRM-Anbieter hat die nächste Generation seiner Cloud-Plattform vorgestellt.
20 Millionen Euro Investment für Bluecode 29. 04. 2021
Hopp Family Office investiert in europäische Mobile-Payment-Lösung.
Robotik in der Landwirtschaft 26. 04. 2021
Atos koordiniert europäisches Projekt FlexiGroBots.
RPA treibt Automatisierungsgrad voran 22. 04. 2021
Business Solutions der Post baut Bereich automatisierte Geschäftsprozesse aus.
MCL-Gruppe übernimmt VINTIN 21. 04. 2021
Durch die Integration der VINTIN-Gruppe entsteht ein Mittelstandspartner in der DACH-Region, der alle Aspekte der digitalen Transformation abdeckt.
Trend Micro verleiht Partner-Awards für Österreich 20. 04. 2021
ACP IT Solutions ist „Bester Partner“, Bechtle IT-Systemhaus „Bester technischer Partner“, Berl EDV holt sich „Rising Star“.
Cybertrap holt Investoren an Bord 15. 04. 2021
Wachstumsfinanzierung über 1,62 Millionen Euro unterstützt Expansionsstrategie.
Branchenlösung für Finanzdienstleister 14. 04. 2021
SAP schließt strategische Partnerschaft im Rahmen der Industry-Cloud-Strategie.
Hyland schließt die Übernahme von Nuxeo ab 13. 04. 2021
Akquisition stärkt Engagement für Cloud und Open Source.
Buxbaum Automation mit neuer Vertriebspartnerschaft 12. 04. 2021
Das Eisenstädter Automatisierungsunternehmen ist ab sofort exklusiver Vertriebspartner von „Deutschmann Automation“.
Neue IoT-Partnerschaft 09. 04. 2021
ALSO erweitert Angebot für Lösungen im Bereich des Internets der Dinge mit Produkten von Teltonika Networks.
Unit4 bringt Cloud-Plattform ERPx 08. 04. 2021
Einheitliche Cloud-Plattform fokussiert mittelständische Dienstleistungs-Unternehmen.
@Indsider 08. 04. 2021
IoT: Großartige Lösungen für neue Arbeitswelten
adesso bündelt SAP-Expertise 07. 04. 2021
adesso orange betreut Firmenkunden im SAP-Segment.
Infoniqa übernimmt Sage Schweiz 06. 04. 2021
Neuer Zukauf im Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen.
weiter
EY Start-up-Barometer Europa 2020

Rekordjahr für Europas Start-ups trotz Corona und Brexit

Starker Anstieg auch in Österreich – große Finanzierungsrunden bleiben aber die Ausnahme.

Foto: EY/Herbst Thomas Gabriel, Partner Strategy bei EY-Parthenon: „Zahlreiche Jungunternehmen haben überzeugende Storys zu erzählen, bei denen es oft um gesellschaftliche Megatrends geht“ Weder die Corona-Pandemie noch der Brexit haben die Start-up-Finanzierung in Europa im Jahr 2020 ausgebremst – im Gegenteil: Die Zahl und der Wert der Finanzierungsrunden erreichten im vergangenen Jahr Rekordwerte: So stieg die Zahl der Finanzierungsrunden in Europa auf knapp 6.700 – ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Volumen machte einen Sprung um 17 Prozent auf rund 36,5 Milliarden Euro. Das sind Ergebnisse des Start-up-Barometers der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Die Studie basiert auf einer Analyse der Investitionen in europäische Start-ups. Als Start-ups werden dabei Unternehmen gewertet, die nicht älter als zehn Jahre sind.

Der Anstieg ist vor allem auf ein sehr starkes zweites Halbjahr zurückzuführen, das Finanzierungsvolumen zog deutlich an und erreichte mit 21,2 Milliarden Euro den höchsten Wert für ein Halbjahr überhaupt. So fielen auch die größten drei Start-up-Finanzierungen 2020 in diesen Zeitraum: Der italienische Anbieter von Mobilitäts-Serviceleistungen, The Telepass Group, sammelte im Oktober knapp 1,1 Milliarden Euro ein. Das britische Versicherungs-Start-up Inigo erhielt im November mehr als 700 Milliarden Euro und der Batteriehersteller Northvolt aus Schweden 526 Millionen Euro.

Großbritannien baut Vorsprung aus

Insbesondere Großbritannien hat den europäischen Start-up-Markt angetrieben: Trotz des Ende 2020 endgültig vollzogenen Brexits hat sich die Anzahl der Finanzierungsrunden auf 2.113 mehr als verdoppelt. Auch das Finanzierungsvolumen stieg deutlich um ein Viertel auf 13,9 Milliarden Euro.

Damit hat Großbritannien den Vorsprung gegenüber dem Rest Europas weiter ausgebaut. In Deutschland sank das Finanzierungsvolumen sogar um 15 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, während die Zahl der Finanzierungsrunden von 704 auf 743 anstieg. Frankreich als drittgrößter Start-up-Standort Europas hat 2020 nur noch 619 Finanzierungsrunden gezählt, nach 736 im Vorjahr. Dafür stieg das Volumen um 3,4 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

Krise macht Start-ups attraktiv

„In der Corona-Krise sind zahlreiche Herausforderungen für die Unternehmen noch offensichtlicher geworden – etwa die dringend notwendige Digitalisierung, die Anfälligkeit von Logistikketten oder auch die große Bedeutung der Sicherheit von IT-Netzwerken“, sagt Thomas Gabriel, Partner Strategy bei EY-Parthenon. „Viele Start-ups haben dafür die passenden Lösungen parat. Das hat sie bei Kapitalgebern attraktiv gemacht.“

Gabriel geht davon aus, dass die hohe Dynamik auch 2021 im Markt erhalten bleibt: „Zahlreiche Jungunternehmen haben überzeugende Storys zu erzählen, bei denen es oft um gesellschaftliche Megatrends geht – Digitalisierung, Klima- und Umweltschutz oder Gesundheit beispielsweise. Da zahlreiche Investoren nach Anlagemöglichkeiten suchen und in den Start-ups Potenzial erkennen, rechnen wir mit einem weiteren starken Finanzierungsjahr.“

Finanzierungsrunden und Volumen auch in Österreich deutlich gestiegen

Foto: EY/Herbst Florian Haas, Leiter des Start-up-Ökosystems bei EY: „Für den Start-up-Standort Österreich war das Jahr 2020 insbesondere in Anbetracht der Umstände sehr erfolgreich“ In Österreich ist der Gesamtwert des Investitionsvolumens 2020 um rund 16 Prozent von 183 Millionen Euro auf 212 Millionen Euro gestiegen. Damit belegt Österreich Rang 16 im europäischen Vergleich. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Finanzierungsrunden österreichweit deutlich nach oben gegangen: Sie stieg von 88 auf 145 – somit rangiert Österreich weiterhin unter den Top-10-Start-up-Standorten in Europa und belegt den neunten Platz. In Wien stieg das Investitionsvolumen von 140 Millionen Euro auf rund 177 Millionen Euro – damit stößt die österreichische Hauptstadt in die europäischen Top-20 vor und verbessert sich von Platz 23 auf Rang 16. Die Anzahl der Finanzierungsrunden hat sich gegenüber dem Vorjahr hingegen sogar von 46 auf 92 verdoppelt – das bedeutet Platz elf im europaweiten Vergleich.

Die größte Finanzierung des Jahres konnte sich der Neobroker Bitpanda mit 45,6 Millionen Euro sichern. PlanRadar, das Unternehmen mit der Software für Baudokumentation, erhielt die zweitgrößte Finanzierung mit 30 Millionen Euro. Komplettiert werden die Top-3 vom Marketing-Analytics-Unternehmen Adverity, das 26,3 Millionen Euro erhielt.

Finanzierungsengpässe bremsen Wachstum

Auch in einem durch die Corona-Pandemie und viel Unsicherheit gekennzeichneten Jahr ist wieder sehr viel Geld an europäische Jungunternehmen geflossen – allerdings ging das Gros der Summe erneut an einige große und bereits mit viel Kapital ausgestattete Unternehmen, so Florian Haas, Leiter des Start-up-Ökosystems bei EY. „Für den Start-up-Standort Österreich war das Jahr 2020 insbesondere in Anbetracht der Umstände sehr erfolgreich – das Volumen der Investitionen stieg wie schon 2019 auf ein neues Rekordniveau. Allerdings hat sich der Trend fortgesetzt, dass es in Österreich viele kleine Finanzierungen gibt: Die Top-10-Deals in Österreich hatten 2020 ein Durchschnittsvolumen von knapp 17 Millionen Euro – die Schweiz liegt bei 67 Millionen Euro, Deutschland bei 154 Millionen Euro. Das Rekord-Investment Anfang 2021 für Bitpanda, die auch schon 2020 die größte Finanzierungsrunde verzeichnen, ist daher – zumindest noch – nur ein erfreulicher Ausreißer nach oben. Für das Start-up-Ökosystem in Österreich wäre es sehr wichtig, dass Großinvestitionen keine Ausnahme bleiben. Für eine internationale Skalierung und den länderübergreifenden Erfolg braucht es eine gut gefüllte Kassa für Investitionen, die momentan nur einzelne heimische Start-ups haben“, so Haas.

Abseits weniger großer Investments sei die Situation bei vielen Start-ups in Österreich durch die Coronakrise weiter angespannt, so Haas: „An Expansion ist bei vielen Unternehmen derzeit nicht zu denken – insbesondere auch nach dem Auslaufen der staatlichen Hilfen wird es beim Großteil der Start-ups darum gehen, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, den Kapitalabfluss zu minimieren und möglichst viel Geld im Unternehmen zu halten“, sagt Haas. „Die Mehrzahl der Start-ups ist nur für einige Monate durchfinanziert, danach benötigen sie frisches Geld. Das Anstoßen von privaten Investitionen, wie es zum Beispiel durch den Covid-Start-up-Hilfsfonds geschafft wurde, ist dafür essenziell. Eine Neuauflage wäre daher gerade in der aktuellen Situation ein dringend notwendiger Impuls“.

Positive Aussicht für 2021

Für das Gesamtjahr 2021 für die österreichische Start-up-Szene ist Haas hingegen optimistisch: „Die deutlich gestiegene Zahl an Finanzierungsrunden im Corona-Jahr 2020 unterstreicht, dass insbesondere die anhaltende Niedrigzinspolitik sehr viel Geld ins System bringt und gerade VC-Investoren gleichzeitig volle Taschen und Finanzierungsdruck haben. Profitieren davon werden vor allem Tech- und Health-Unternehmen, weil dort starke Skalierungen möglich sind. Bei den größten Finanzierungsrunden wie Bitpanda, PlanRadar oder Adverity haben immer US-Investoren in heimische Tech-Unternehmen investiert. Dieses Muster werden wir auch 2021 sehen“.

it&t business medien OG
Tel.: +43/1/369 80 67-0
office@ittbusiness.at
Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service anbieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK