Steigende Betriebskosten, neue regulatorische Anforderungen und der rasante technologische Fortschritt setzen Unternehmen zunehmend unter Druck, ihre Arbeitsprozesse effizienter und zugleich regelkonform zu gestalten. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle – von der intelligenten Dokumentenverarbeitung über präventive Cybersicherheit bis hin zur Unterstützung von ESG-Reporting und Governance. Konica Minolta hat fünf Trends identifiziert, die den Digital Workplace im Jahr 2026 maßgeblich beeinflussen werden.
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Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend vom Einzelfall zur tragenden Technologie im digitalen Arbeitsplatz. Während viele Unternehmen mit steigenden Kosten, komplexeren IT-Landschaften und neuen regulatorischen Vorgaben ringen, wird KI immer stärker zum strategischen Werkzeug – nicht nur zur Effizienzsteigerung, sondern auch zur Absicherung von Compliance, Nachhaltigkeit und Sicherheit. Aus Sicht von Konica Minolta zeichnen sich für das Jahr 2026 fünf zentrale Entwicklungen ab, die den Digital Workplace maßgeblich prägen werden.
Unternehmen stehen angesichts geopolitischer Unsicherheiten, Handelsbarrieren und Inflation unter zunehmendem wirtschaftlichem Druck. Studien von KPMG und Quocirca zeigen, dass steigende Betriebskosten aktuell zu den größten Herausforderungen zählen. Outsourcing, KI-gestützte Automatisierung sowie vorausschauende Wartungs- und Monitoring-Konzepte gelten als zentrale Hebel, um Prozesse effizienter zu gestalten. Insbesondere im Print- und Informationsmanagement können cloudbasierte und KI-unterstützte Lösungen dazu beitragen, Dokumentenprozesse zu optimieren, Kosten zu senken und die revisionssichere Archivierung zu unterstützen.
Trotz fortschreitender Digitalisierung ist Papier weiterhin Bestandteil vieler Geschäftsprozesse. Laut Quocirca arbeiten lediglich 14 Prozent der Unternehmen vollständig papierlos. Gleichzeitig steigt die Bereitschaft zu investieren: 76 Prozent planen Ausgaben für cloudbasierte Dokumentenerfassung, 73 Prozent für Intelligent Document Processing (IDP). IDP nutzt KI, um Inhalte aus Dokumenten automatisiert zu erfassen, zu klassifizieren und weiterzuverarbeiten – und bildet damit eine Brücke zwischen analogen und digitalen Workflows.
Die regulatorischen Anforderungen rund um ESG-Reporting entwickeln sich dynamisch. Neue Schwellenwerte und Anpassungen auf EU-Ebene sorgen bei vielen Unternehmen für Unsicherheit bei der Planung entsprechender Projekte. Gleichzeitig wächst der gesellschaftliche Druck: Studien zufolge berücksichtigen rund drei Viertel der Konsumentinnen und Konsumenten Nachhaltigkeitsaspekte bei Kaufentscheidungen. KI kann Unternehmen dabei unterstützen, ESG-relevante Daten aus unterschiedlichen Quellen zu erfassen, zu strukturieren und konsistent aufzubereiten – und so eine belastbare Grundlage für Berichterstattung und strategische Entscheidungen zu schaffen.
Mit der zunehmenden Verbreitung hybrider IT-Umgebungen steigen auch die Anforderungen an den Schutz sensibler Daten. Reaktive Sicherheitsansätze stoßen dabei an ihre Grenzen. Zukünftig setzen Unternehmen verstärkt auf präventive Sicherheitskonzepte, bei denen KI potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkennt und Angriffe verhindert, bevor Schäden entstehen. Der Fokus verschiebt sich damit von der reinen Abwehr hin zur vorausschauenden Risikominimierung.
Mit der wachsenden Integration von KI in Geschäftsprozesse gewinnen Fragen rund um Governance, Transparenz und Compliance an Bedeutung. Laut IDC sehen viele Unternehmen Datenschutz und regulatorische Anforderungen als zentrale Hürden bei der Einführung von KI. Der EU AI Act verschärft diese Anforderungen weiter: Hochrisiko-Systeme müssen künftig nachvollziehbar, auditierbar und transparent sein. Gefragt sind daher erklärbare KI-Modelle, klare Verantwortlichkeiten und menschliche Kontrollmechanismen. Konica Minolta reagiert darauf mit strukturierten Risiko- und Governance-Ansätzen für KI-Projekte, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, KI rechtssicher und nachvollziehbar einzusetzen.