Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Aus STARFACE Österreich wird Gamma Communications Austria 20. 01. 2026
Die zur Gamma-Gruppe gehörenden Unternehmen STARFACE, estos und Gamma Deutschland bündeln ihren Vertrieb unter „Gamma Sales“. In Österreich firmiert STARFACE Österreich künftig als Gamma Communications Austria GmbH.
Insight und Stripe erweitern globale Partnerschaft für Enterprise Commerce 20. 01. 2026
Insight Enterprises und Stripe bauen ihre Zusammenarbeit aus. Ziel ist es, veraltete Finanz- und Abrechnungssysteme in Unternehmen zu modernisieren, Checkout-Prozesse zu optimieren und neue KI-basierte Commerce-Szenarien – bis hin zu Käufen direkt in Plattformen wie ChatGPT – zu ermöglichen.
Betrüger missbrauchen WhatsApp-Geräteverknüpfung und spionieren Chats aus 20. 01. 2026
WhatsApp wird längst auch im Berufsalltag genutzt – und genau das machen sich Angreifer zunutze. Über manipulierte Geräteverknüpfungen können Betrüger Chats und Medien ausspionieren und kompromittierte Accounts als Sprungbrett für weitere Attacken verwenden. Dr. Martin J. Krämer, CISO Advisor bei KnowBe4, ordnet die Risiken ein und gibt konkrete Präventionstipps.
Peter Saak leitet Integrated Printing & Services Group bei Canon EMEA 19. 01. 2026
Der Österreicher Peter Saak (62) übernimmt mit Jahresbeginn 2026 die Funktion als Chief der Integrated Printing & Services Group (IPSG) bei Canon EMEA. Die Einheit trägt einen neuen Namen und fokussiert auf die Verbindung von Drucktechnologie mit Services und Lösungen.
Xerox und Lexmark stellen einheitliches Retail-Portfolio vor 16. 01. 2026
Xerox hat gemeinsam mit Lexmark auf der NRF 2026: Retail’s Big Show erstmals ein integriertes Technologieportfolio für den Einzelhandel präsentiert. Der Schritt markiert laut Unternehmen einen Meilenstein nach dem Zusammenschluss 2025 und soll zentrale Retail-Prozesse von der Zentrale über die Lieferkette bis zur Verkaufsfläche verbinden.
Felbermayr setzt auf "RISE with SAP" und wechselt in die Private Cloud 15. 01. 2026
Das österreichische Familienunternehmen Felbermayr treibt seine digitale Transformation voran und hat sich für „RISE with SAP“ entschieden. Ziel ist eine skalierbare ERP-Basis in einer Private-Cloud-Umgebung, die Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen über alle Geschäftsbereiche unterstützen soll.
Trend Micro stellt Trend Vision One in AWS European Sovereign Cloud bereit 15. 01. 2026
Trend Micro macht seine Cybersicherheitsplattform Trend Vision One in der AWS European Sovereign Cloud verfügbar. Zielgruppe sind insbesondere Behörden, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie stark regulierte Branchen mit hohen Anforderungen an digitale Souveränität und Compliance.
Check Point Research entdeckt cloud-natives Malware-Framework für Linux 15. 01. 2026
Sicherheitsforscher von Check Point Research haben mit VoidLink ein neues Malware-Framework analysiert, das für moderne Linux-basierte Cloud-Umgebungen entwickelt wurde. Im Fokus stehen nicht einzelne Endpunkte, sondern die darunterliegende Infrastruktur – inklusive Container- und Kubernetes-Setups.
Droht 2026 die E-Mail-Krise? Cyberkriminelle Angriffswelle ungeahnten Ausmaßes erwartet 14. 01. 2026
E-Mail ist das Rückgrat der Unternehmenskommunikation – und genau deshalb bleibt sie der bevorzugte Angriffsvektor. 2026 trifft eine neue Angriffsgeneration auf Unternehmen: KI-gestützte Phishing-Mails sind nicht mehr massenhaft, sondern hochgradig personalisiert und in Echtzeit optimiert. Parallel steigt der Druck durch Regulatorik und digitale Souveränität. In diesem Gastkommentar beleuchtet Günter Esch, Geschäftsführer der SEPPmail – Deutschland, warum gerade bei der E-Mail-Sicherheit jetzt KI-resilient für die Zukunftsfähigkeit essentiell ist.
ByteSource wird Teil der Communardo Group 14. 01. 2026
Der österreichische IT-Dienstleister ByteSource schließt sich der Communardo Group an. Für Kunden sollen damit zusätzliche Expertenteams sowie neue Betriebs- und Service-Modelle verfügbar werden – bei gleichbleibenden Ansprechpartnern. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde.
KI: Der Herzschlag der neuen digitalen Revolution 14. 01. 2026
Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein Trend – sie verändert Geschäftsmodelle, Prozesse und Wettbewerbsfähigkeit quer durch alle Branchen. Im Leader Cockpit Interview erklärt Peter Hermann, Country Manager Austria bei NetApp, warum Datenqualität und eine moderne Infrastruktur zur zentralen Voraussetzung für erfolgreiche KI-Projekte werden – und weshalb KI jetzt über Produktivität und Marktposition mitentscheidet.
Commvault erweitert Cyberresilienz-Plattform um Privileged Access Management von Delinea 13. 01. 2026
Commvault geht eine Partnerschaft mit Delinea ein und integriert dessen „Secret Server“ in die Commvault Cloud. Ziel ist es, privilegierte Zugangsdaten in Backup- und Restore-Umgebungen besser abzusichern, Auditierbarkeit zu erhöhen und Compliance-Anforderungen zu unterstützen. Die Integration ist ab sofort weltweit für gemeinsame Kunden ohne zusätzliche Kosten verfügbar.
Von Pilotprojekten zu autonomen KI-Systemen 12. 01. 2026
Agentenbasierte KI entwickelt sich rasant von ersten Experimenten hin zu autonomen Systemen, die Prozesse, Organisationen und Kundenerlebnisse grundlegend verändern. Manuela Mohr-Zydek, Country Lead bei Salesforce Österreich, skizziert, wie Unternehmen den Sprung von isolierten Piloten zu skalierbaren KI-Systemen schaffen – und welche drei Grundlagen dabei entscheidend sind.
Snowflake plant Übernahme von Observe 12. 01. 2026
Snowflake hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des Observability-Anbieters Observe unterzeichnet. Ziel ist, Funktionen für IT-Operations und die Auswertung von Telemetriedaten direkt in die Snowflake AI Data Cloud zu integrieren – mit Blick auf den Betrieb komplexer, KI-basierter Anwendungen.
Verstöße gegen Datenrichtlinien bei GenAI-Nutzung mehr als verdoppelt 09. 01. 2026
Laut dem von Netskope Threat Labs veröffentlichten „Cloud and Threat Report 2026“ hat sich die Zahl der Verstöße gegen Datensicherheitsrichtlinien im Zusammenhang mit KI-Anwendungen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Gleichzeitig nimmt die Nutzung von Generativer KI in Unternehmen deutlich zu – und verlagert sensible Daten zunehmend in ungeschützte Kanäle.
Flexera kauft ProsperOps und Chaos Genius und baut FinOps-Angebot aus 09. 01. 2026
Mit der Übernahme von ProsperOps und Chaos Genius erweitert Flexera seine FinOps-Lösung um autonome, KI-gestützte Kostenoptimierung für Public Clouds sowie Daten- und KI-Plattformen. Ziel ist es, über reines Reporting hinaus operative Maßnahmen automatisiert umzusetzen.
BSI zertifiziert EDR-Plattform von HarfangLab erstmals mit BSZ 08. 01. 2026
Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Endpoint Detection and Response-Lösung von HarfangLab mit der Beschleunigten Sicherheitszertifizierung (BSZ) ausgezeichnet. Es ist die erste Zertifizierung dieser Art für ein EDR-Produkt.
Wenn Künstliche Intelligenz zum blinden Fleck wird – und Sicherheit neu definiert werden muss 30. 12. 2025
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Geschäftsprozesse, sondern auch das gesamte Bedrohungsbild in der Cybersecurity. Roman Prinz von Check Point erklärt im aktuellen it&d business Interview, warum KI-basierte Angriffe völlig neue Risiken schaffen, weshalb klassische Sicherheitskonzepte an ihre Grenzen stoßen und wie moderne Ansätze wie Exposure Management und offene Sicherheitsökosysteme Unternehmen helfen, diese blinden Flecken zu schließen.
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Von Edge bis Repatriation

Herausforderungen für die Public Cloud

Die Entwicklung des Cloud-Computing-Marktes stagniert – auf hohem Niveau zwar, aber sie stagniert. Sofort ist wieder häufiger von Cloud Repatriation zu lesen, der Rückführung von Workloads aus der Cloud, um Kosten zu sparen. Was steckt hinter dieser Entwicklung? Und was hat das alles mit Edge Computing und den amerikanischen Hyperscalern zu tun? Fünf Überlegungen von Henrik Hasenkamp.

Foto: gridscale Der Autor Henrik Hasenkamp verantwortet als CEO die Strategie und Ausrichtung von gridscale, einem europäischen IaaS- und PaaS-Anbieter. Die Entwicklung des Cloud-Marktes insgesamt ist unübersichtlich. Das macht es Unternehmen nicht leichter zu beurteilen, welche Cloud-Services in welcher Ausprägung zu den eigenen Anforderungen passen. Die folgenden fünf Überlegungen können helfen, die Marktentwicklungen und Medienberichte einzuordnen.

Von Public Cloud bis Private Cloud: Nicht immer ist klar, was was ist

Zählt eine Hosted Private Cloud nicht irgendwie auch zu den Public Clouds, weil doch die Infrastruktur eines Service-Dienstleisters genutzt wird? Oder ist eine Cloud immer dann privat, wenn dedizierte Ressourcen zur Verfügung stehen, egal ob On-Premise oder outgesourct? Die Grenzen zwischen Public und Private Cloud sind längst unkenntlich geworden – und genauso soll es auch sein. Denn jedes Unternehmen benötigt eine individuelle Infrastruktur mit Cloud-Lösungen, die sich nach Bedarf entwickelt.

Unternehmen müssen für sich definieren, was dieses „nach Bedarf“ genau bedeutet: Welche Ressourcen und welche Performance sollten immer zur Verfügung stehen und welche Workloads kommen mit flexibler Infrastruktur und leichten Latenzen aus? Marktbetrachtungen und die Fragen nach Cloud-Präferenzen sind selten so differenziert. Insgesamt haben sich Cloud-Services fest etabliert: Laut Cloud Monitor 2022 setzen 84 Prozent der befragten Unternehmen Cloud Services ein, weitere 13 Prozent planen eine Investition.

Edge Computing und der Trend zur dezentralen Datenverarbeitung?

Einer weiterer Technologie wird disruptives Potenzial in Bezug auf die Verarbeitung von Daten nachgesagt: Im Zuge des Internet-of-Things (IoT) und anderer immer datenintensiverer Anwendungen setzen Unternehmen vermehrt auf Edge Computing. Dabei werden Daten an der Edge – am Rand des Netzwerks – verarbeitet. Es ist wenig sinnvoll und braucht eine enorme Bandbreite, solche großen Datenmengen in eine Cloud zu transferieren, um sie dort zu verarbeiten.

Ersetzt Edge Computing damit die Cloud? Nein, es ergänzt sie. Denn Edge-Geräte erledigen zwar wichtige Vorarbeit, zur umfassenden Datenanalyse oder Datenbereitstellung eignen sie sich jedoch nicht. Hier sind kluge Datenkonzepte über Geräte, Anwendungen und Infrastrukturen hinweg gefragt.

Der Markt für Cloud-Services kommt nicht zur Ruhe. Cloud Management in den Fokus rücken

Es ist die logische Schlussfolgerung und dennoch wird es in der Praxis häufig unterschätzt: Gerade weil die Cloud-Infrastruktur eines Unternehmens beinahe zwangsläufig aus mehreren Wolken besteht und sich kontinuierlich verändert, kommt dem Cloud Management eine besondere Bedeutung zu. Zwar lässt sich für jede Anwendung und jeden Workload der passende Cloud Service finden. Werden diese jedoch nicht voll integriert und immer wieder ausgesteuert, bleiben sie hinter ihrem Potenzial zurück.

Dabei meint Cloud Management nicht nur ein Dashboard, welches die Auslastung und ähnliche Werte der Cloud Services anzeigt und über das die Lastenverteilung gemanagt werden kann. Dazu gehört es ebenso, Richtlinien für die Cloud-Nutzung und die Inbetriebnahme neuer Cloud Services festzulegen, auf die Einhaltung von Governance- und Compliance-Vorgaben zu achten, die Verträge mit den Dienstleistern hin und wieder zu optimieren und nicht zuletzt die Cloud-Infrastruktur ständig mit dem Datenkonzept abzugleichen und Prozesse übergreifend zu automatisieren.

Preis-Leistungs-Verhältnis der Hyperscaler kritisch hinterfragen

Dass vor allem Public-Cloud-Angebote immer wieder in die Kritik geraten, sie seien teurer als erwartet und intransparent, hat auch mit den Standardangeboten der großen Hyperscaler zu tun. AWS- und Azure-Cloud sind allgegenwärtig, bieten sie doch zuverlässige, schnell einzurichtende Services. Aber die gebuchten Standardausführungen passen selten zum operativen Geschäft: Zusätzliche, nicht vorhergesehene Workloads (wegen denen man ja eigentlich eine flexible Infrastruktur anstrebte) kosten häufig zu viel, jeder Sonderwunsch erscheint auf der Rechnung. So kann es passieren, dass die Cloud in der abschließenden Kostenrechnung teurer ist als kalkuliert und – was noch gravierender ist – kostenintensiver als der On-Premise-Betrieb.

Das Problem in den meisten Fällen dabei sind jedoch nicht die Cloud Services an sich, sondern der unpassende Vertrag. Hyperscaler nutzen ihre Marktpräsenz, um vor allem Mengengeschäft zu generieren. Der Markt aber bietet transparentere, individuellere Services. Lokale Dienstleister sind näher an ihren Kunden – übrigens auch was Datenschutzverordnungen und ähnliches angeht – und gehen nicht nur bei großen Unternehmen auf individuelle Anforderungen ein. Denn auch eine Public Cloud ist nicht nur ein Service, sondern ein wichtiger Teil der Unternehmens-Infrastruktur.

Cloud Repatriation kostet Geld und vermindert die Agilität

Wenn der Cloud Service mehr kostet als eine On-Premise-Alternative, bedarf es zweifelsohne einer kritischen Überprüfung. Dabei sollten Entscheider:innen aber genau definieren, was das Ziel ihrer Cloud-Initiativen ist: Geht es rein um Kosteneffizienz oder spielen auch Flexibilität und eigener Ressourcenmangel eine Rolle? Einen Workload zurück ins eigene Rechenzentrum zu holen, kostet Zeit und Geld: Hardware, Software und die Kompetenz von Expert:innen werden benötigt und das nicht nur für den Wechsel, sondern auch für den künftigen Betrieb. Meist zieht eine Repatriation weiteren Aufwand nach sich: Prozesse müssen neu integriert und zahlreiche System-Parameter angepasst werden. Unternehmen sollten Aufwand und Nutzen einzelner Services immer im großen Zusammenhang sehen und beurteilen. Eine Repatriation lohnt sich in den wenigsten Fällen.

 Welche Cloud sich durchsetzen wird? Jede.

Cloud Service – public und private – gehören inzwischen in allen ihren Formen so selbstverständlich zur unternehmerischen IT-Infrastruktur, dass Marktbetrachtungen nur begrenzte Aussagekraft haben. Auch der KPMG-Report differenziert hier: Nach stärkerem Wachstum im Jahr 2021 und den nun moderateren Zahlen für 2022 sehen die Marktanalyst:innen Potenzial für die nächsten Jahre. So gaben 28 Prozent der Befragten an, sich mit Public-Cloud-Themen zu beschäftigen. 14 Prozent diskutieren über den Einsatz von Private-Cloud-Lösungen.

Und wie bei jedem strategisch wichtigen Infrastruktur-Bestandteil gilt auch für Cloud-Services: Sie müssen zum Unternehmen und dessen Datenstrategie passen, integriert und laufend gemanagt werden. Kostenrechnungen sind überaus wichtig, aber sie spiegeln nicht den einzigen Mehrwert von Cloud Services wider. Befragt nach den Zielen ihrer Cloud-Implementierung antworteten die Befragten des Cloud Monitor entsprechend: Nach Kosteneinsparungen zählen die Reduktion von CO2-Emissionen, der Aufbau von Plattformen zur flexiblen Kooperation mit Geschäftspartnern, die Digitalisierung von Prozessen, die Innovationsfähigkeit und die Entwicklung digitaler Geschäftsmodell zu den meistgenannten. Ziele, die ohne die Möglichkeiten der Cloud kaum im Raum stünden.

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