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Annual European eHealth Survey 2019

Der Patient und seine Daten

Das Österreichische Gesundheitssystem ist bei Zugriffsmöglichkeiten auf Patientendaten im Europavergleich führend.

Foto: HIMMS Für den „Annual European eHealth Survey 2019“ befragte HIMSS, Verband für IT im Gesundheitswesen, in Kooperation mit der Unternehmensberatung McKinsey rund 500 eHealth-Experten aus 30 europäischen Ländern. Die Studie zeigt: Die Entwicklung der eHealth-Branche in Europa konzentriert sich zunehmend stark auf „Patienten-Empowerment“, die Möglichkeit der Patienten auf ihre eigenen Gesundheitsdaten Zugriff zu haben und diese zu nutzen. Damit verschiebt sich der Fokus der Versorgung von der Krankenhaus-zentrierten Denkweise hin zu einer Gemeinschafts- und Individuen-orientierten Gesundheitsversorgung. Insbesondere Entscheidungsträger aus Gesundheitsbehörden sind sich dahingehend einig: 43 Prozent bezeichnen die Verbesserung des Patientenzugriffs auf Informationen als dringlichste Angelegenheit.

Estland führt Topliste der eHealth-Pionierländer an

Als besonderes Musterland hat sich im European eHealth Survey 2019 Estland hervorgetan: Das Land schließt sich den skandinavischen Ländern, die zusammen mit den Niederlanden gemeinhin als führend hinsichtlich eHealth-Innovationen gelten, an und überholt damit den bisherigen Vorreiter Dänemark. Insgesamt wird die Entwicklung der Geschäftsbranche in allen europäischen Ländern mit Ausnahme von Großbritannien als positiv eingeschätzt.

Österreich beim Datenaustausch an der Spitze

Aus Sicht von Mitarbeitern aus Gesundheitseinrichtungen besteht im europäischen Vergleich in Deutschland eklatanter Aufholbedarf beim externen Austausch von Gesundheitsdaten: Zusammen mit Spanien und Großbritannien zählt Deutschland diesbezüglich zu den rangletzten Ländern in Europa. Umgekehrt berichten österreichische und italienische IT-Fachkräfte, Ärzte und Pflegekräfte aus Gesundheitseinrichtungen, dass ihre Organisationen bereits umfassend Gesundheitsdaten mit externen Partnern austauschen.

„Die Studie zeigt, dass sich nicht nur die nördlichen und zentraleuropäischen Länder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten im digitalen Transformationsprozess auseinander bewegen, sondern zum Teil auch die Länder im DACH-Raum“, resümiert Jörg Studzinski, Director Research and Advisory Services bei HIMSS.

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