IBM und OpenAI gehen eine strategische Go-to-Market-Partnerschaft ein. OpenAI-Modelle und -Produkte sollen in IBM Consulting Advantage integriert werden. Im Fokus stehen die Modernisierung bestehender Anwendungen, KI-gestützte Geschäftsprozesse sowie Cybersicherheit und Risikomanagement.
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Andy Baldwin, Global Senior Vice President, IBM Consulting
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Denise Dresser, Chief Revenue Officer von OpenAI
IBM und OpenAI wollen Unternehmen dabei unterstützen, künstliche Intelligenz stärker in komplexe und teils regulierte Geschäftsabläufe einzubinden. Dazu kombiniert IBM seine Beratungs-, Branchen- und Sicherheitskompetenzen mit Frontier-Modellen und Produkten von OpenAI. Die strategische Zusammenarbeit umfasst gemeinsame Go-to-Market-Aktivitäten ebenso wie branchenspezifische Lösungen.
Im Rahmen der Partnerschaft sollen OpenAI-Frontier-Modelle wie GPT-5.6 sowie Codex und ChatGPT Work in IBM Consulting Advantage integriert werden. Die KI-Plattform von IBM für Beratungsleistungen verbindet dabei KI-Agenten, Branchenlösungen und Cybersicherheitsfunktionen.
Die Zusammenarbeit richtet sich unter anderem an Finanzdienstleister, den öffentlichen Sektor, Telekommunikationsunternehmen und den Einzelhandel. Auf funktionaler Ebene stehen Finanzen, Einkauf, Kundenbetreuung und Personalwesen im Fokus. Bestehende Prozesse sollen analysiert, Ineffizienzen identifiziert und Arbeitsabläufe mithilfe von KI automatisiert und optimiert werden.
Eine weitere Säule ist die Anwendungsmodernisierung. OpenAI Codex und ChatGPT Work sollen mit der Branchen-, Technologie- und Fachkompetenz von IBM kombiniert werden, um Legacy-Anwendungen zu modernisieren und Softwareentwicklungsprozesse zu vereinfachen.
„Unternehmen investieren in rasantem Tempo in KI und suchen nach praktischen Möglichkeiten, diese in ihren Kerngeschäftsprozessen einzusetzen, um messbare Geschäftsergebnisse zu erzielen und neue Geschäftsmodelle zu schaffen“, sagt Andy Baldwin, Global Senior Vice President, IBM Consulting.
„Die Herausforderung besteht nicht im Zugang zu KI-Technologien, sondern darin, KI sicher und im großen Maßstab in komplexe Unternehmensumgebungen und Arbeitsabläufe zu integrieren.
Durch die Einbindung der OpenAI-Technologie in die KI-Assets, Branchenlösungen und Cybersicherheitskompetenzen von IBM Consulting können wir Kunden dabei helfen, sichere KI-Implementierungen in großem Maßstab zu beschleunigen.“
Für die Umsetzung will IBM spezialisierte Ingenieur- und Beratungsteams direkt bei Kunden einsetzen. Diese werden über das OpenAI Partner Network geschult und sollen Unternehmen insbesondere bei der KI-Einführung in komplexen Geschäftsprozessen und stark regulierten Umgebungen unterstützen.
Zusätzlich richtet IBM eine dedizierte OpenAI Practice ein. Tausende Berater und Ingenieure sollen dafür Zertifizierungen auf Expertenniveau im OpenAI Partner Network erwerben. IBM wird im Rahmen der Zusammenarbeit zudem dem Elite Partner Tier von OpenAI beitreten.
„Die Organisationen, die mit KI die größten Fortschritte erzielen, sind jene, die sie zu einem vertrauenswürdigen Bestandteil ihrer Geschäftsabläufe machen“,
sagt Denise Dresser, Chief Revenue Officer von OpenAI. „IBM Consulting und OpenAI unterstützen Unternehmen bei diesem Wandel, indem sie ihr fundiertes Transformations-Know-how bündeln, um KI sicher, betriebsbereit und im Einklang mit realen Geschäftsprioritäten einzusetzen.“
Neben Geschäftsprozessen und Anwendungsentwicklung soll die Kooperation auch die Cybersicherheit umfassen. IBM hatte bereits am OpenAI Daybreak Cyber Partner Program teilgenommen. Nun sollen OpenAIs Frontier-KI-Fähigkeiten mit IBM Autonomous Security verbunden werden. Der auf Multi-Agenten-Technologie basierende Service ist für koordinierte Entscheidungsfindung, Reaktion und Bedrohungsanalysen in Maschinengeschwindigkeit ausgelegt.
Die Partner adressieren damit sowohl klassische Cyberrisiken als auch Risiken rund um KI-Modelle. Dazu zählen laut Mitteilung Schwachstellen auf Anwendungsebene, Governance-Lücken und operative Risiken. Insgesamt zielt die Kooperation darauf ab, fragmentierte Prozesse, Altsysteme und betriebliche Komplexität in KI-fähige Arbeitsabläufe zu überführen.