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Iventa

Industrie 4.0 in der Berufswelt

Die Digitalisierung stellt nicht nur die Industrie, sondern auch Gewerbetreibende vor neue Herausforderungen.

Foto: istock IT-Skills, Datenanalyse- und Aufbereitung und Kommunikationsstärke sind zentrale Kompetenzen, um der digitalen Transformation Herr zu werden Digitalisierung, Vernetzung, Industrie 4.0 – diese Schlagworte sind derzeit in aller Munde. Doch welche konkreten Auswirkungen hat dies auf Jobs und Arbeitsfelder. Das verrät Halla-Gudrun Mixa, Senior Consultant bei der Full-Service-Agentur Iventa, im Gespräch. Die Automatisierung nimmt zu und der Anlagenbau erhält neue Dimensionen. „Das führt zum Entstehen neuer Geschäftsmodelle, die der Arbeitsmarkt aktuell kaum auffangen kann, die jedoch spannende Perspektiven für Unternehmen darstellen. Diese Entwicklung führt nicht nur zu neuen Anforderungen an Mitarbeiter, sondern bringt gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten und Karrierechancen mit sich“, so Mixa.

Sie ist davon überzeugt, dass die Bedeutung von Industrie 4.0 sowohl in der Öffentlichkeit als auch innerhalb vieler Unternehmen selbst unterschätzt wird. Aufgrund neuer Anforderungen werden sich Kooperationspartner aller Größenordnungen alleine schon aus wirtschaftlichen Gründen anpassen und aufrüsten müssen, um weiterhin auf dem Markt reüssieren zu können. „Dementsprechend werden sich nicht nur Hochtechnologie-unternehmen dem Thema stellen müssen, sondern auch Gewerbetreibende und Zulieferer“, fasst Mixa zusammen.

Die dafür benötigten Qualifikationen werden daher zunehmend von Unternehmen unterstützt werden müssen. Mobiles und digitales Lernen kann schon bald zum Alltag gehören. „Vernetztes Arbeiten und modernste Steuerungstechnik werden wichtige Voraussetzungen für die neue Industrialisierung sein“, ist Mixa überzeugt. Die Umstellung auf diese Art der digitalen Vernetzung ist für viele Unternehmen eine wertvolle Chance, wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Umstellung auf vernetzte Systeme hängt sowohl kurz- als auch langfristig von den Kompetenzen der Mitarbeiter ab. Neue Qualifikationen sind notwendig, es gilt, firmenintern neue Positionen zu schaffen, und Personen in bestehenden Arbeitsfeldern müssen geschult werden. „Intelligente Produktion bringt eine neue Arbeitsaufteilung zwischen Mensch und Maschine mit sich. Auch eine 
firmeninterne Ablehnung der Einführung von deutlich veränderten Prozessen und intelligenter Technologie kann ein erhebliches Unternehmensrisiko darstellen“, so Mixa.

 

Neue Skills und Kompetenzen.

 „Die Migration von Unternehmen auf Industrie 4.0 ist ein steter Prozess, und langjährige Erfahrungswerte sind nicht vorhanden. Die Gestaltung dessen kann daher von Unternehmen nicht vollständig eingeschätzt werden“, so Mixa weiter. Für sie sind dennoch bereits wichtige Entwicklungen erkennbar, die für fachliche Kompetenzen wesentlich sind:

Der Maschinen- und Anlagenbau wird zukünftig mehr IT Kompetenzen benötigen, aber auch mechanische und elektronische Komponenten, um die Brücke zwischen der physischen und digitalen Ebene zu schlagen. Das Verständnis von Steuerungssoftware wird vorhanden sein müssen, um die jeweiligen Anforderungen für die Produktion kommunizieren zu können. Daher müssen Mitarbeiter in der IT die Produktion dahingehend verstehen, um sie effizient und für Mitarbeiter verständlich aufzubereiten. Daher gewinnen interdisziplinäre Studiengänge, wie Mechatronik, Technische Informatik oder Automatisierung an Bedeutung.

 

Chancen für Mitarbeiter.

 Die Auswahl an Berufen wird breiter und Ausbildungen bereiten den Weg ins digitale Zeitalter vor. Der Maschinen- und Anlagenbau wird zum Wachstumstreiber, und Ingenieure können sich in einem breiten Spektrum weiterentwickeln. Datensicherheit und -analyse werden ebenso wie digitale Prozessabwicklung wichtige Teile der Aufgabengebiete sein. Zusatzqualifikationen, wie Prozess- und Systemintegration, digitale Fertigung, Programmierung und IT-gestützte Anlagenänderung werden zunehmend mehr gefragt sein.

„Für Österreich bedeutet Industrie 4.0 die Möglichkeit, weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies erfordert ein Handeln Richtung Digitalisierung und dementsprechende Weiterentwicklung der Mitarbeiter, um die richtigen Akzente zum Erfolg von Unternehmen zu setzen“, so Mixa abschließend.

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