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Tieto Austria

Integrierte Prozesse in der Holzindustrie

Vom Wald bis zum Milchpackerl, von der Maschine bis zum PC-Arbeitsplatz reicht die von Tieto entwickelte Prozess-Integration.

Foto: Tieto Austria Thomas Hohenauer, Tieto Austria: „Unser holistischer Ansatz optimiert alle Bereiche eines Unternehmens“ Viele Faktoren beeinträchtigen die Holzindustrie: Sie reichen von der Ressourcenknappheit, die besonders Energie und Rohstoffe durch Preiserhöhungen betrifft, über Klimawandel und  kürzeren Geschäftszyklen, bis hin zu verändertem Nutzungsverhalten – Stichworte Nachfragerückgang bei Zeitungspapier, Nachfragesteigerung bei Zellstoff, Gewebe und Verpackungsmaterialien. Ein Übriges tragen Restrukturierung und Firmenübernahmen in der Branche bei. „Aus diesen unterschiedlichen Gründen ist eine Transformation in der Holzindustrie eine Notwendigkeit – und Tieto will mit seinem Integrationskonzept ‚Forest Intelligent Production‘ Kunden bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen“, erklärte Thomas Hohenauer, Managing Director bei Tieto Austria. Der finnische IT-Konzern konzentriert sich daneben auf die Branchen Energie, Öl und Gas sowie Versorgungsunternehmen, Gesundheitheitswesen, Fertigungsindustrie, Finanzen, Logistik, Telekom sowie auf den öffentlichen Bereich.
„Wir haben schon früh mit unserem Manufacturing Execution System TIPS, Tieto Integrated Paper Solution, begonnen, die Prozesse in der Holzindustrie, vor allem in der Holzverarbeitung, zu automatisieren und zu optimieren“, sagt Hohenauer.

Die intelligente Papierfabrik.

Nun geht Tieto mit dem ganzheitlichen Konzept „Forest Intelligent Production“ einen Schritt weiter: Basierend auf allen im Kundenunternehmen generierten plus externen Daten optimiert Tieto zum Beispiel eine Papierfabrik, indem die einzelnen Bereiche wie Energieverbrauch, Rohstoffe, Holzstoffgewinnung oder beispielsweise Papierproduktion zunächst modelliert und simuliert werden, und anschließend daraus ein holistisches Konzept erstellt wird. „Hinter jedem Bereich steht ein mathematisches Modell. Alle Bereiche werden berücksichtigt und verknüpft“, sprach Hohenauer die von Tieto entwickelte Methodik an, die matrixförmige Vernetzung der Informationen aus den unterschiedlichen Bereichen vorsieht. Die Erkenntnisse daraus fließen in ein Entscheidungsunterstützungssystem ein, das den Mitarbeitern Hilfestellung bei ihren täglichen Entscheidungen bietet, indem es auch vorausschauende Annahmen liefert und vor Engpässen warnt („Wenn du weiterhin die Maschine unter Vollast fährst, ist in x Stunden der Tank leer.“). Es gehe vor allem darum, Kosten, Qualität und Produktion zu optimieren, so Hohenauer. Dabei könne ein RoI von unter einem Jahr erreicht werden.
Der holistische Ansatz soll sich über die gesamte Wertschöpfungskette erstrecken. Er fließt auch in die Gestaltung der Arbeitsplätze ein. Auf dem „Future Mill Workplace“ laufen alle Informationen zusammen, die ein Mitarbeiter für seine Arbeit benötigt. „Hier wollen wir auch das Wissen der Mitarbeiter in das System einbringen“, betont Hohenauer. Wichtig sei auch die integrierte Kollaborationsplattform, um zum Beispiel Ursachenanalyse unternehmensübergreifend mit Technologen zu betreiben.

Der intelligente Arbeitsplatz.

Wissens- und Informationsmanagement sind wesentliche Bestandteile eines intelligenten digitalen Arbeitsplatzes, wie ihn Tieto konzipiert. „Wir müssen auf die Bedürfnisse der neuen Mitarbeitergeneration und ihrer Arbeitsweise eingehen“, erklärt Wolfgang Hackl, verantwortlich für Marketing bei Tieto Austria,„der Arbeitsplatz der Zukunft ist Ausdruck eines offenen kommunikativen Arbeitsklimas und basiert auf unserer Entwicklung des ‚Future-Office-Konzepts‘.“ Die Daten sollten dort sein, wo der Mitarbeiter sie braucht. So könne einem Verkaufsmitarbeiter ein bereits mit den Kundendaten vorausgefülltes Angebotstemplate automatisch präsentiert werden, bei Angebotserstellung könnte ein Freigabeprozess angestoßen werden, beschreibt Hackl Arbeitserleichterungen durch das neue Arbeitsplatzkonzept.
Es beinhaltet die Funktionen der aktuellen sozialen und kommerziellen Internetdienste. Workstreams wie in Facebook sollen die Zusammenarbeit erleichtern und übersichtlicher machen, Suchen sollen minimiert und die Anzahl der E-Mails verringert werden. Benutzerfreundlichekeit stehe dabei an oberster Stelle, so Hackl.
Tieto hat gemeinsam mit dem Anlagenbauer Andritz ein Projekt zur Optimierung des digitalen Arbeitsplatzes für Informations- und Wissensarbeit, speziell im Bereich Verkauf und Lieferung, gestartet. Es soll das bestehende Intranet in digitale Arbeitsplätze überführen. 
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