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SAP

IoT verbindet die Welt

Walldorfer Softwarekonzern will neues Potenzial im Internet der Dinge erschließen.

Foto: SAP SAP investiert rund zwei Milliarden Euro in Lösungen und Forschung im Bereich IoT SAP will in den kommenden fünf Jahren rund zwei Milliarden Euro in den Bereich Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) investieren. Hierzu plant der Softwarekonzern, die Entwicklung seiner IoT-Lösungsportfolios und die gemeinsame Innovation mit Kunden und Partnern voranzureiben, ihre Vertriebs- und Marketingaktivitäten zu forcieren sowie das Service- und Supportangebot zu erweitern. Auch das Partnernetz und die Unterstützung von Start-up-Unternehmen im IoT-Markt sollen ausgebaut werden.

Lösungspakete für die Industrie 4.0.

SAP führt neue Lösungspakete ein, die speziell auf die Anforderungen der Industrie 4.0 zugeschnitten sind. Das Jumpstart Package vernetzt die operativen Systeme mit den Unternehmenssystemen und ermöglicht so, Fertigungsanlagen und -abläufe im Blick zu behalten. Das Accelerator Package stellt zusätzlich eine automatisierte, papierlose Umgebung bereit, um Produktionsabläufe besser planen und überwachen zu können. Planung und Ausführung in der Fertigung werden durch Analyse- und Wartungsfunktionen unterstützt. Beide Pakete werden ergänzt durch die Anwendung SAP Distributed Manufacturing, die Services für die additive Fertigung (3D-Druck) bietet. Darüber hinaus sind IoT-Lösungspakete geplant, die speziell für die digitalen Abläufe von Stadtverwaltungen, Agrarbetrieben und Energieversorgern zugeschnitten werden sollen.

Übernahmen.

Vor kurzem hat SAP das italienische Unternehmen Plat.One übernommen, dessen Anwendungsplattform eine einfachere Entwicklung, Implementierung und Verwaltung komplexer IoT-Lösungen ermöglicht. Mit der Technologie können IoT-Funktionen der SAP HANA Cloud Platform schneller verfügbar gemacht werden. Dazu zählen das erweiterte Lebenszyklusmanagement für IoT-Geräte, die umfassende Anbindung von Geräten, IoT-Edge-Funktionen, die nahtlos mit dem Cloud-Backend arbeiten sowie durchgängige, rollenbasierte Tools für die schnelle Entwicklung von IoT-Anwendungen.
Eine weitere Übernahme ist der norwegische Anbieter Fedem Technology. Der IoT-Spezialist entwickelt neben Lösungen für technische Analysen auch Software für die dynamische Mehrkörpersimulation und die Berechnung der Lebensdauer von Strukturen und mechanischen Systemen unter komplexen Lasten. Diese Übernahme soll die Grundlage für die Entwicklung einer durchgängigen IoT-Lösung schaffen, in der ein digitaler Avatar durch Auslesen von Daten aus Sensoren laufend Informationen zum Zustand der Betriebsanlagen anzeigt und damit physische Inspektionen der Anlagen durch „digitale Inspektionen“ ersetzt.

IoT Labs.

SAP plant zudem, weltweit mehrere Forschungsstandorte einzurichten. Die IoT Labs sollen als Vorzeige-standorte und zentrale Anlaufstellen für die IoT-Forschung dienen, an denen die Entwicklung von Proof-of-Concept-Modellen gefördert wird – mit IoT-Demos, Know-how und einer Infrastruktur zur gemeinsamen Entwicklung von Strategien und Produkten. Durch spezielles Consulting und IoT-Universitäten will der Softwarekonzern auch gezielt in die Beratung von Kunden und den Wissenstransfer investieren. Derzeit sind Standorte in Berlin, Johannesburg, München, Palo Alto, São Leopoldo und Schanghai geplant.
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