Cybersecurity wird für kleine Unternehmen immer stärker zur strategischen Aufgabe. Die aktuelle ESET-Studie „Stand der IT-Sicherheit 2026“ zeigt, dass viele Unternehmen angesichts steigender Bedrohungen und begrenzter personeller Ressourcen verstärkt auf Managed Services und externe Security-Experten setzen. Gleichzeitig wächst das Sicherheitswissen in den Unternehmen deutlich.
Quelle: ESET
Wer in kleinen Unternehmen für die IT verantwortlich ist, übernimmt häufig mehrere Aufgaben gleichzeitig – von der Administration über das Cloud-Management bis hin zur IT-Sicherheit. Die aktuelle Studie von ESET unter 281 Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt, dass viele Unternehmen deshalb ihre Sicherheitsstrategie neu ausrichten. Anstatt eigene Security-Teams aufzubauen, ergänzen sie ihre internen Ressourcen zunehmend durch spezialisierte externe Dienstleister.
Laut der Studie setzen kleine Unternehmen verstärkt auf Managed Detection and Response (MDR), cloudbasierte Verwaltungsplattformen sowie externe Security-Spezialisten, die bei der Erkennung und Analyse von Sicherheitsvorfällen unterstützen. Ziel ist es, die eigene IT im Tagesgeschäft zu entlasten und gleichzeitig auf steigende Cyberrisiken vorbereitet zu sein.
Foto: Roman Moebius
Michael Schröder, Head of Product Marketing bei ESET Deutschland
Während viele Sicherheitsaufgaben früher möglichst vollständig intern abgedeckt werden sollten, verfolgen Unternehmen heute zunehmend einen anderen Ansatz. Statt sämtliche Kompetenzen selbst vorzuhalten, ergänzen sie ihre IT gezielt durch spezialisierte Partner.
„Viele kleinere Unternehmen wissen sehr genau, welchen Risiken sie ausgesetzt sind.
Gleichzeitig fehlt oft die Möglichkeit, eigene Security-Spezialisten einzustellen oder rund um die Uhr Sicherheitsvorfälle zu überwachen“, sagt Michael Schröder, Head of Product Marketing bei ESET Deutschland.
„Deshalb beobachten wir, dass externe Security-Services zunehmend Teil der regulären IT-Strategie werden.“
Gleichzeitig zeigt die Studie einen deutlichen Anstieg des Sicherheitswissens in den Unternehmen. Verfügten 2023 noch weniger als die Hälfte der befragten Organisationen über IT-Personal mit Security-Fachwissen, liegt dieser Anteil inzwischen bei mehr als 70 Prozent.
Trotz dieses Kompetenzzuwachses fühlt sich mehr als die Hälfte der Befragten den aktuellen Cyberbedrohungen nicht vollständig gewachsen. Nach Einschätzung von ESET ist dies jedoch kein Zeichen sinkender Sicherheit, sondern Ausdruck eines gewachsenen Problembewusstseins. Unternehmen, die sich intensiver mit Cyberrisiken beschäftigen, erkennen ihre eigenen Schwachstellen realistischer und bewerten die Bedrohungslage kritischer.
Auch moderne Sicherheitskonzepte etablieren sich zunehmend. Mehr als 95 Prozent der Befragten sehen das Zero-Trust-Security-Modell von ESET als sinnvollen Ansatz für den Aufbau einer widerstandsfähigen Sicherheitsstrategie.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass Cybersecurity in kleinen Unternehmen heute weit über klassische IT-Aufgaben hinausgeht. Investitionen in Sicherheitswissen, externe Expertise und moderne Sicherheitsplattformen werden zunehmend als strategische Entscheidungen verstanden.
„Viele Unternehmen haben erkannt, dass Cybersecurity nicht an der Firewall endet“,
erklärt Michael Schröder. „Es geht darum, Risiken beherrschbar zu machen und die eigene Handlungsfähigkeit im Ernstfall zu sichern. Genau deshalb gewinnen professionelle Security-Services weiter an Bedeutung.“
Die Studie „Stand der IT-Sicherheit 2026“ macht damit deutlich, dass kleine Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien zunehmend professionalisieren. Externe Security-Services, spezialisierte Fachkompetenz und moderne Sicherheitskonzepte entwickeln sich zu wichtigen Bausteinen, um den steigenden Anforderungen der Cybersecurity gerecht zu werden.
Die vollständige Studie finden Sie hier auf der Website von ESET.