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Auszeichnungen für höchste Qualität 05. 03. 2021
Veeam prämiert die Gewinner der ProPartner Awards 2020 in Österreich.
Einfache und skalierbare Prozesse für Reseller 04. 03. 2021
ALSO wurde mit dem Adobe Award „Digital Media 2020 EMEA Channel Partner“ ausgezeichnet.
One-Stop-Shop für Transformationsprojekte 02. 03. 2021
Axians ICT Austria ist SAP Partner of the Year 2020.
Low-Code Development 02. 03. 2021
Strategische Partnerschaft zwischen Industrie Informatik & SIB Visions.
Erstes grünes Wasserstoff-Rechenzentrum in Entwicklung 01. 03. 2021
Atos und HDF Energy wollen bis 2023 ein umweltschonendes Produktionszentrum präsentieren.
„Harmony“ schützt den Fernzugriff in Unternehmen 01. 03. 2021
Check Point präsentiert Lösung für den Schutz von Remote Work-Umgebungen.
„Harte Zeiten erfordern smarte IT“ 26. 02. 2021
„baramundi IT Power Up 2021“ zeigte für die österreichische Community wie kleine Teams die digitale Transformation meistern können.
Alle Facetten des ECM kennenlernen 26. 02. 2021
ELO verlegte seine traditionelle Jahresauftaktveranstaltung heuer in den virtuellen Raum.
msg Plaut mit neuem Standort in Ungarn 26. 02. 2021
Mit der Integration von Netlife Consulting ist die msg-Plaut-Gruppe nun auch in der Region Ungarn verteten.
Veeam updatet Plattform für Datensicherung 25. 02. 2021
Die neue 4-in-1-Lösung kombiniert Backup, Replikation, Speicher-Snapshots und Continuous Data Protection (CDP).
Neuer Termin für die „Smart Automation Austria“ 24. 02. 2021
Die Fachmesse für industrielle Automatisierungstechnik wird von Mai auf Oktober 2021 verschoben.
Pay-as-you-go-Option für IT-Sicherheit 23. 02. 2021
WatchGuard bietet seine Lösungen für Netzwerksicherheit und Multifaktor-Authentifizierung als Managed-Security-Service über den ALSO Cloud Marketplace an.
Cradlepoint expandiert in den DACH-Markt 18. 02. 2021
Spezialist für Wireless Network Edge Solutions setzt auf 100-prozentige Channel-Strategie und ernennt Jan Willeke zum Area Director Central Europe.
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Löwenstark Consulting

Betrug im Online-Marketing

Gastbeitrag: Wie der Schaden durch Ad-Fraud verringert werden kann, erklärt Hendrik Herms.

Foto: Löwenstark Der Autor Hendrik Herms verantwortet als Geschäftsführer den Bereich Löwenstark Consulting innerhalb der Löwenstark Digital Group Die Werbeausgaben im Online Marketing steigen jedes Jahr. Allerdings sind die besten Werbepositionen begrenzt und teuer – insbesondere zur werbeintensiven Weihnachtszeit. Das lockt Betrüger an, die mit Ad-Fraud Schäden in Milliardenhöhe verursachen. 

Werbetreibende zahlen viel Geld, um potenziellen Kunden ihre Anzeigen zu präsentieren. 2019 wurden allein in Deutschland 3,61 Milliarden Euro Nettowerbeinvestitionen für digitale Werbung ausgegeben.  Um an einen Teil dieser Ausgaben zu kommen, treiben Anzeigenbetrüger mit verschiedenen Methoden die Kosten in die Höhe. Möglich ist Anzeigenbetrug durch das unüberschaubare Netz aus Reichweitenhandel, wenn fehlende Werbeplatzierungen über weitere Vermarkter, Publisher und Vermarktungs-Networks eingekauft werden und darin auch betrügerische Anbieter ihren Platz finden.

Dabei wird das Erbringen einer Werbeleistung vorgetäuscht, beziehungsweise falsch ausgeführt. Der dadurch verursachte Schaden ist enorm. Bei einem Nettoumsatz von 3,6 Milliarden Euro und einer Ad- Fraud-Rate von 4,2 Prozent, belief sich der Schaden in Deutschland laut dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. 2019 auf etwa 150 Millionen Euro.

Diese Formen von Ad-Fraud gibt es

Zu den häufigsten und bekanntesten Arten von Ad-Fraud gehört der Klickbetrug. Dabei werden Klicks durch Bots oder auf Klickfarmen durch niedrig bezahlte Mitarbeiter generiert. Dadurch steigen zwar die Klickzahlen und damit die Kosten, jedoch werden weder Conversions noch Umsatz für das Unternehmen erzielt. Eine andere Variante ist der Impression Fraud in zwei verschiedenen Ausprägungen. Beim Ad Stacking werden mehrere Anzeigen übereinandergelegt, sodass zwar Impressions gezählt werden, Nutzer allerdings nur eine einzige Anzeige sehen. Pixel Stuffing funktioniert ähnlich. Die Anzeigen werden entweder unsichtbar oder so klein auf der Seite platziert, dass User sie nicht sehen können. Das Ergebnis ist eine hohe Impressionzahl ohne Mehrwert für den Werbetreibenden. Aufwändiger ist die Methode des Ad-Hijacking. Die Betrüger imitieren hierbei die gesamte Anzeige und tauschen den Link zum Beispiel gegen einen Affiliate-Link aus. Auf diese Weise wird zusätzlich eine Provision für den Betrug erzielt. Beim Domain Spoofing wird die URL des Unternehmens gefälscht. Werbetreibende inserieren nun statt auf der gewünschten bekannten Unternehmensseite auf einer gefälschten. Hiervon sind besonders häufig Domains namhafter Publisher betroffen. 

So kann Ad-Fraud verhindert werden

Es gibt keinen vollumfänglichen Schutz vor Ad-Fraud, daher sollten die Anbieter stets aufmerksam geprüft und Werbepartner hinterfragt werden. Empfehlenswert ist deswegen die Zusammenarbeit mit Premium Publishern. Zwar sind hier die Preise höher, dafür werden die Anzeigen von echten Nutzern gesehen und geklickt. Das schützt insbesondere vor Domain Spoofing. Vertrauenswürdige Partner können, bevor Anzeigen gebucht werden, eine Whitelist der Publisher liefern. Der internationale Werbeverband Interactive Advertising Bureau (IAB) bietet dafür ein ads.txt-Script an. So kann zweifelsfrei überprüft werden, welche Herkunft das angebotene Werbeinventar hat. Google versucht Domain Spoofing zusätzlich zu vermeiden, indem auf eine Datei bestanden wird, die wie die robots.txt im Roots-Verzeichnis einer Website hinterlegt ist. Publisher und Werbenetzwerke listen dort die offiziellen Verkaufsplattformen und Anbieter auf, mit denen sie zusammenarbeiten. 

Als Weiterentwicklung des ads.txt-Skripts gilt das ads.cert. In diesem werden zusätzlich die Bid Requests durch den Seiteninhaber verifiziert. So kann jederzeit nachvollzogen werden, wie die Lieferkette der Anzeige ist, über die der Bid Request kommt. Ad Verification Tools sollen Werbetreibende zusätzlich dabei unterstützen, die Inventarqualität und die Sichtbarkeit von Werbeimpressionen zu überprüfen. 

Grundsätzlich lohnt es sich, die Lieferketten zu verkürzen. Wird die Anzeige direkt auf der Website integriert, wird der Eingriff von betrügerischen Technologien deutlich erschwert. Das bedeutet, dass im Idealfall die Anzeige des Erstellers ins Ad-Network geladen wird und von dort in das Ad-Exchange. 

Da Ad-Fraud hohe Schäden verursacht, hat auch Google seine Kontrollen ausgeweitet. Durch einen Onlinefilter werden auffällige Klickzahlen automatisch erkannt und zur Prüfung an einen Mitarbeiter weitergeleitet. Bemerken Werbetreibende in Google Ads oder Google Analytics verdächtige Zahlen, können diese gemeldet werden. Anhand des Datums, der Zeit und der IP-Adresse wird im Anschluss untersucht, ob es sich um Anzeigenbetrug handelt. 

Kontrolle und Transparenz bei Online-Werbung im Fokus

Ad-Fraud ist ein teures Problem für Werbetreibende und wird in Zukunft auch weiter zunehmen. Anzeigenbetrüger werden nicht müde, sich kreative Möglichkeiten zu überlegen, wie Schutzmechanismen umgangen werden können. Um die eigenen Verluste zu minimieren und die Gefahr von Ad-Fraud zu verringern, sollte man daher mit Premium Publishern zusammenarbeiten. Eine regelmäßige Kontrolle der Klickzahlen hilft dabei, Ad-Fraud frühzeitig festzustellen. 

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