NetApp plant die Übernahme von PEAK:AIO und will damit seine Infrastruktur für KI-Workloads weiterentwickeln. Die Technologie des Unternehmens soll spezialisierte Metadaten-Services und eine parallele Namespace-Architektur in die ONTAP-basierte Datenarchitektur einbringen. Ziel sind Storage-Umgebungen, die mit wachsenden GPU-Clustern skalieren und Billionen von Dateien sowie Multi-Exabyte-Deployments unterstützen können.
Foto: Netapp
George Kurian, Chief Executive Officer bei NetApp
NetApp hat die geplante Übernahme von PEAK:AIO angekündigt. Das Unternehmen ist auf Metadatenarchitekturen und hochperformante parallele Dateisysteme spezialisiert. Mit der Transaktion will NetApp seine Roadmap für KI-Infrastruktur beschleunigen und insbesondere seine Fähigkeiten bei Metadaten-Services und parallelen Namespaces ausbauen.
Hintergrund sind nach Darstellung von NetApp die steigenden Anforderungen von AI Factories, AI Clouds und anderen datenintensiven Anwendungen. Herkömmliche Storage-Architekturen seien nicht auf deren Größenordnung, Parallelität und Performance-Anforderungen ausgelegt. NetApp arbeitet deshalb an einer Architektur, bei der Metadaten und Daten voneinander getrennt werden und sich Metadaten-Services unabhängig skalieren lassen.
Die geplante Architektur soll damit eine Grundlage für KI-Infrastrukturen schaffen, die Billionen von Dateien, Umgebungen im Exabyte-Bereich und massiv parallele Workloads unterstützen können.
„KI-Clouds benötigen hochperformanten Shared Storage, der gemeinsam mit wachsenden GPU-Clustern skalieren kann und gleichzeitig die Resilienz, Sicherheit und einfache Verwaltung gewährleistet, auf die Unternehmen angewiesen sind",
erklärt George Kurian, Chief Executive Officer bei NetApp. Mit PEAK:AIO wolle das Unternehmen skalierbare Metadaten-Services mit der bestehenden ONTAP-Basis verbinden.
PEAK:AIO bringt insbesondere Technologien für die Skalierung von Metadaten in die geplante Kombination ein. Die Technologie unterstützt einen globalen Namespace und parallelen NFS-basierten Zugriff für massiv parallele Workloads.
Die Technologie von PEAK:AIO entstand aus Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, darunter das Los Alamos National Laboratory und die Carnegie Mellon University. Sie wurde für besonders anspruchsvolle datenintensive Computing-Anwendungen entwickelt.
Nach Abschluss der geplanten Übernahme sollen die spezialisierten Metadaten-Services und die Parallel-Namespace-Technologie von PEAK:AIO in die ONTAP-basierte Datenarchitektur von NetApp integriert werden. Gleichzeitig soll für bestehende ONTAP-Kunden ein Entwicklungspfad geschaffen werden.
„NetApp und PEAK:AIO verbindet die gemeinsame Überzeugung, dass das KI-Zeitalter einen grundlegend neuen Ansatz für die Dateninfrastruktur erfordert“,
sagt Mark Klarzynski, Chief Technology Officer und Gründer von PEAK:AIO. Durch die Kombination mit NetApp sieht er die Möglichkeit, Technologien für das Management sehr großer Datenmengen breiter zugänglich zu machen.
Mit der geplanten Integration adressiert NetApp insbesondere gemeinsam genutzten Storage für immer größere KI-Umgebungen. Die Architektur soll Billionen von Dateien und Multi-Exabyte-Deployments unterstützen und gleichzeitig die Resilienz, Sicherheit und operativen Eigenschaften von ONTAP beibehalten.
Dazu sollen skalierbare Metadaten-Services, standardbasierter paralleler NFS-Zugriff und ONTAP als Datenbasis kombiniert werden. Nach den Plänen von NetApp soll dies unter anderem dazu beitragen, datenbedingte Stillstandszeiten von GPUs zu reduzieren und die Effizienz der Infrastruktur zu verbessern.
Der Ansatz zielt darauf ab, Shared Storage parallel zu wachsenden GPU-Clustern skalieren zu können. NetApp verbindet dafür die Metadaten-Technologie von PEAK:AIO mit der eigenen ONTAP-Plattform.
Die Übernahme ist noch nicht abgeschlossen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen Abschlussbedingungen und regulatorischen Genehmigungen.
Auch die angekündigte Integration der PEAK:AIO-Technologie beschreibt NetApp als zukünftige Produktausrichtung. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass damit keine Verpflichtung zur Entwicklung oder Bereitstellung bestimmter Produkte, Services, Integrationen oder Funktionen verbunden ist.