Der Baukonzern HABAU hat am Standort Perg ein neues Rechenzentrum in Betrieb genommen. In Zusammenarbeit mit EPS Electric Power Systems entstand innerhalb von zwei Jahren eine hochverfügbare und energieeffiziente IT-Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen der Digitalisierung Rechnung trägt.
Die HABAU GROUP hat mit der Inbetriebnahme ihres neuen Rechenzentrums in Perg einen wichtigen Schritt in ihrer Digitalisierungsstrategie vollzogen. Das neue Rechenzentrum ersetzt den bisherigen Serverraum aus dem Jahr 2005, der nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Ausfallsicherheit, Redundanz und Energieeffizienz entsprach. „Die Digitalisierung unserer Branche erfordert stabile und skalierbare IT-Strukturen. Mit dem neuen Rechenzentrum schaffen wir eine zukunftsfähige Basis für den sicheren Betrieb unserer Systeme und stärken gleichzeitig unsere Eigenständigkeit“, sagt Gerald Froschauer, Leiter der IT-Abteilung bei HABAU.

v.l.n.r.: Paul Mühlbachler, IT-Services - Infrastruktur Server bei HABAU GROUP, Gerald Froschauer, Leiter der IT-Abteilung bei HABAU GROUP, Peter Reisinger, Geschäftsführer von EPS Electric Power Systems und Claus Hofer, stellvertretender IT-Leiter bei HABAU GROUP (Quelle: EPS)
Eine der zentralen Herausforderungen des Projekts lag in der Umsetzung bei laufendem IT-Betrieb. Der Umzug der Netzwerkinfrastruktur musste ohne Unterbrechung des laufenden Geschäftsbetriebs erfolgen. Der niederösterreichische Rechenzentrumsspezialist EPS Electric Power Systems plante und realisierte das Projekt in enger Abstimmung mit dem HABAU-Team über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Das Ergebnis ist ein modernes Rechenzentrum, das in getrennte Schutzzonen unterteilt ist: den sogenannten Whitespace für IT-Systeme und den Greyspace für technische Komponenten wie USV-Batterien und Energieversorgung. Die Anlage verfügt über eine 2N redundante Stromversorgung und Kühlung sowie über eine technische Brandvermeidungsanlage auf Basis von Sauerstoffreduktion. Eine speziell entwickelte, lärmschützende Einhausung des Drucklufterzeugers sorgt für minimale Lärmemissionen und berücksichtigt die Anforderungen des angrenzenden Wohngebiets.
Das Konzept umfasst eine modulare und skalierbare USV-Anlage, eine redundante IT-Klimatisierung mit 2N N DX-Systemen sowie IT-Racks mit integrierter Kalt- und Warmgangtrennung. Ein digitales Leckwarnsystem, ein flächendeckendes Monitoring sowie eine Störmeldeanlage mit Echtzeitüberwachung gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard. Ergänzend wurde eine technische Brandvermeidung mit RAS-Detektion implementiert, um maximale Betriebssicherheit zu gewährleisten.
Vor der endgültigen Inbetriebnahme erfolgten umfangreiche Funktionstests, darunter ein Probebetrieb, Lasttests und eine gewerkeübergreifende Gesamtprüfung der Anlage.
Mit dem neuen Rechenzentrum investiert HABAU nicht nur in moderne IT-Infrastruktur, sondern auch in Datensouveränität und Skalierbarkeit. Rund 80 Prozent der Systeme werden weiterhin intern betrieben – ein bewusster Schritt zur Wahrung der Kontrolle über sensible Unternehmensdaten. „Infrastrukturprojekte wie dieses zeigen, wie wichtig verlässliche Partnerschaften und individuelle Lösungen im Rechenzentrumsbau sind. Wir freuen uns, gemeinsam mit HABAU einen Beitrag zur digitalen Weiterentwicklung und Datensouveränität geleistet zu haben“, betont Peter Reisinger, Geschäftsführer von EPS Electric Power Systems.
Das neue Rechenzentrum bildet damit die Grundlage für die langfristige digitale Weiterentwicklung des Baukonzerns und stärkt seine Unabhängigkeit im zunehmend datengetriebenen Geschäftsumfeld.