NEURA Robotics hat eine Series-C-Finanzierungsrunde mit einem Volumen von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Mit dem Kapital will das Unternehmen den Aufbau seiner Physical-AI-Plattform beschleunigen, die Produktion kognitiver Roboter ausbauen und den weltweiten Rollout seiner Trainingsumgebungen für Robotik vorantreiben.
Foto: NEURA Robotics
David Reger, Gründer und CEO von NEURA Robotics
NEURA Robotics hat die bislang größte Finanzierungsrunde eines Full-Stack-Robotik-Unternehmens bekannt gegeben. Die Series-C-Runde umfasst bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar und wird von einer Reihe internationaler Investoren getragen, darunter Tether, Qualcomm Technologies, Amazon, NVIDIA, Bosch, Schaeffler, die Europäische Investitionsbank, imec.xpand, Lingotto Horizon und InterAlpen Partners.
Das Unternehmen aus Metzingen verfolgt das Ziel, eine globale Physical-AI-Plattform aufzubauen. Im Mittelpunkt steht das sogenannte Neuraverse, ein offenes Ökosystem, in dem kognitive Roboter Fähigkeiten, Erfahrungen und Wissen austauschen können. Im Gegensatz zu klassischen Robotikansätzen kombiniert NEURA nach eigenen Angaben Robotik, Künstliche Intelligenz, Sensorik, Edge-Computing und Lerninfrastruktur in einer gemeinsamen Plattformarchitektur.
Mit dem neuen Kapital will NEURA mehrere strategische Initiativen beschleunigen. Dazu gehören der weltweite Einsatz kognitiver und humanoider Roboter, der Ausbau der Neuraverse-Plattform, die Weiterentwicklung der sogenannten NEURA Gyms sowie der Aufbau zusätzlicher Produktions- und Skalierungskapazitäten. Das Unternehmen plant, die Serienproduktion bis 2030 auf mehrere Millionen Roboter auszubauen.
Die NEURA Gyms dienen als reale Trainingsumgebungen für kognitive Roboter und Physical-AI-Anwendungen. Dort werden reale Sensordaten, Simulationen und multimodale Lernprozesse kombiniert, um Robotersysteme weiterzuentwickeln und eine groß angelegte Dateninfrastruktur für Robotik aufzubauen.
David Reger, Gründer und CEO von NEURA Robotics, erläutert:
„Die Zukunft der KI wird nicht einfach auf Bildschirmen stattfinden. Sie wird sich bewegen, interagieren, lernen und in der realen Welt an unserer Seite arbeiten.“
Reger sieht Physical AI und kognitive Robotik als einen der bedeutendsten Technologiesprünge der kommenden Jahrzehnte, der Branchen wie Fertigung, Logistik, Gesundheitswesen, Dienstleistungen und Haushaltsrobotik grundlegend verändern werde.
Nach Angaben des Unternehmens übersteigt der aktuelle Auftragsbestand gemeinsam mit der strategischen Deployment-Pipeline bereits eine Milliarde US-Dollar. Gleichzeitig baut NEURA sein internationales Partnernetzwerk weiter aus. Zu den strategischen Partnern zählen unter anderem Bosch, Schaeffler, Kawasaki, Qualcomm Technologies, Amazon und NVIDIA.
Das Unternehmen sieht die Verbindung von Künstlicher Intelligenz mit realer Interaktion, Sensorik und skalierbarer Infrastruktur als nächsten entscheidenden Entwicklungsschritt. Reger erklärt:
„Künftig werden die Menschen nicht mehr allein fragen, was KI ihnen erzählen kann. Sie werden fragen, was KI physisch leisten kann.“
Darüber hinaus arbeitet NEURA nach eigenen Angaben gemeinsam mit Infrastrukturpartnern an dezentralen KI-Architekturen, Edge-Intelligenz und maschinenbasierten Wirtschaftssystemen. Das Unternehmen geht davon aus, dass offene und interoperable Robotik-Ökosysteme künftig an Bedeutung gewinnen werden, wenn KI-Systeme verstärkt in Industrie, Logistik, Gesundheitswesen und später auch in Privathaushalten zum Einsatz kommen.