Nexspace Data Centers hat den offiziellen Baustart für die Erweiterung seines Rechenzentrums in Graz vollzogen. Der viergeschossige Neubau umfasst rund 3.000 Quadratmeter Gesamtfläche und soll zusätzliche Kapazitäten unter anderem für rechenintensive KI-Anwendungen schaffen. Für Kunden soll die Erweiterung ab September 2027 zur Verfügung stehen.
Foto: nexspace / Daniel Baldus
Mit dem offiziellen Spatenstich ist am 26. August der Startschuss für die Erweiterung des Grazer Nexspace-Rechenzentrums gefallen. Im Beisein der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr wurde der Bau eines viergeschossigen Anbaus begonnen. Die Erweiterung soll die Rechenzentrumskapazitäten am Standort erhöhen und insbesondere auch auf den wachsenden Leistungsbedarf durch KI-Anwendungen ausgerichtet sein.
Der Neubau umfasst insgesamt rund 3.000 Quadratmeter. Davon sind etwa 600 Quadratmeter als reine IT-Fläche vorgesehen. Hinzu kommen Büro- und Technikräume. Die Anschlussleistung des neuen Rechenzentrums beträgt 2,2 MVA (Megavoltampere).
Innerhalb der Erweiterung sind unterschiedlich ausgestattete IT-Bereiche geplant. Damit sollen sowohl klassische IT-Workloads als auch besonders rechenintensive Anwendungen betrieben werden können.
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Christian Zipp, Chief Executive Officer, nexspace data centers
„Mit dem Neubau erweitern wir unsere Rechenkapazitäten gezielt für die steigenden Anforderungen von KI-Anwendungen und stärken die digitale Infrastruktur in Graz sowie der gesamten Steiermark. Damit setzen wir ein klares Zeichen für unser Wachstum und die langfristige Präsenz in Österreich“, sagt Christian Zipp, CEO von Nexspace Data Centers.
Bei dem bestehenden Standort in Graz handelt es sich um ein Colocation-Rechenzentrum. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen können dort eigene Server betreiben, ohne dafür selbst die notwendige Rechenzentrumsinfrastruktur errichten zu müssen. Nexspace stellt unter anderem Stromversorgung, Kühlung, Netzwerkanbindung und physische Sicherheit bereit.
Mit der Erweiterung reagiert Nexspace nach eigenen Angaben auf eine steigende Nachfrage nach regional verfügbaren Rechenzentrumskapazitäten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf sogenannten High-Density-Kapazitäten, die für entsprechend rechenintensive Anwendungen benötigt werden.
Der Betreiber will damit unter anderem Unternehmen die Möglichkeit geben, Daten und kritische Workloads innerhalb des österreichischen Rechtsraums zu betreiben. Neben mittelständischen Unternehmen zählen öffentliche Einrichtungen und Betreiber kritischer Infrastrukturen zu den von Nexspace adressierten Kundengruppen. Das Unternehmen betreibt neben Graz ein Rechenzentrum in Heidelberg; ein weiterer Standort in Stuttgart ist angekündigt.
Die technische Infrastruktur des Neubaus soll sich an den Verfügbarkeitsstandards des bestehenden Grazer Rechenzentrums orientieren. Vorgesehen sind eine redundante Strom- und Kühlversorgung sowie mehrstufige Sicherheits- und Notfallmechanismen.
Beim Neubau berücksichtigt Nexspace auch den Energiebedarf des Rechenzentrums. Der Anbau soll mit einer Wärmerückgewinnung sowie einer hocheffizienten Kühlung ausgestattet werden. Weitere Angaben etwa zur erwarteten Energieeffizienz, zur Nutzung der zurückgewonnenen Wärme oder zum Investitionsvolumen macht das Unternehmen in den vorliegenden Informationen nicht.
Der ursprünglich für August angekündigte Baustart ist mit dem offiziellen Spatenstich nun erfolgt. Bis zur Inbetriebnahme ist noch gut ein Jahr vorgesehen: Ab September 2027 soll das erweiterte Rechenzentrum für Kunden verfügbar sein.