Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Red Hat stellt Assessment-Tool zur Bewertung digitaler Souveränität vor 18. 02. 2026
Red Hat hat ein neues Online-Tool veröffentlicht, mit dem Unternehmen den Reifegrad ihrer digitalen Souveränität analysieren können. Das Sovereignty Readiness Assessment Tool soll dabei helfen, bestehende Abhängigkeiten sichtbar zu machen und gezielt Maßnahmen zur Stärkung von Kontrolle und Resilienz abzuleiten.
STARFACE 10 bringt neuen Service-Hub und KI-Funktionen in die Business-Telefonie 17. 02. 2026
Mit Version 10 erweitert STARFACE seine Unified-Communications-Plattform um eine servicebasierte Cloud-Architektur. Der neue STARFACE Hub bildet die Grundlage für KI-gestützte Funktionen und zusätzliche Cloud-Services, begleitet von erweiterten Sicherheitsmechanismen und einer überarbeiteten Administration.
Fsas Technologies bringt KI-fähige ETERNUS-CS8000-Generation für RAG-Szenarien 17. 02. 2026
Fsas Technologies, eine Tochter von Fujitsu, erweitert seine Storage-Plattform ETERNUS CS8000 um Funktionen für KI-basierte Data-Lake-Architekturen. Die neue Generation adressiert insbesondere Anforderungen von Retrieval Augmented Generation (RAG) und datenintensiven Anwendungen.
Bundesdigitalministerium übernimmt Schirmherrschaft für BITMi-Gütesiegel 16. 02. 2026
Das deutsche Bundesdigitalministerium unterstützt künftig das Gütesiegel „Software Made in Germany“ des Bundesverbands IT-Mittelstand. Ziel der Partnerschaft ist es, die Herkunft und Qualität deutscher Software sichtbarer zu machen und die digitale Souveränität zu stärken.
HENSOLDT und Schwarz Digits kooperieren bei datengetriebenen Verteidigungslösungen 16. 02. 2026
Der Sensor- und Verteidigungstechnologieanbieter HENSOLDT und die Digitalsparte der Schwarz Gruppe, Schwarz Digits, gehen eine strategische Partnerschaft ein. Ziel ist der gemeinsame Ausbau souveräner, cloudfähiger IT- und Softwarelösungen für vernetzte militärische Einsatzräume.
Rechnungshof sieht hohes Steuerausfallrisiko im grenzüberschreitenden E-Commerce 13. 02. 2026
Ein aktueller Bericht des Rechnungshofs bestätigt langjährige Warnungen des Handelsverbands vor erheblichen Steuerausfällen im grenzüberschreitenden Onlinehandel. Kritisiert werden insbesondere unzureichende Kontrollen im EU-One-Stop-Shop-System sowie Defizite beim Vollzug bestehender EU-Regelungen.
Proofpoint übernimmt Acuvity und erweitert Fokus auf KI-Sicherheit 13. 02. 2026
Mit der Akquisition des KI-Sicherheitsanbieters Acuvity baut Proofpoint sein Portfolio im Bereich agentenbasierter Arbeitsumgebungen aus. Ziel ist es, Transparenz, Governance und Schutz für den Einsatz generativer KI in Unternehmen zu stärken.
Wenn KI selbst zum Angriffsziel wird 13. 02. 2026
Ein neuer Bericht der Google Threat Intelligence Group zeigt, wie staatlich unterstützte Akteure generative KI bereits heute systematisch für Cyberaufklärung, Social Engineering und Spionage einsetzen. Im Fokus stehen dabei erstmals auch Angriffe auf KI-Modelle selbst.
Token Exchange verbindet Identitäten über Domänengrenzen hinweg 13. 02. 2026
Der parallele Betrieb mehrerer Identitätsdomänen bremst den Einsatz von KI-Agenten, APIs und Microservices. Ein standardisierter Token-Austausch soll Autorisierung über Sicherheitsgrenzen hinweg ermöglichen, ohne bestehende Anwendungen tiefgreifend anzupassen.
IBM erweitert FlashSystem-Portfolio um KI-gestützte Co-Administration 12. 02. 2026
IBM stellt eine neue Generation seiner FlashSystem-Speicher vor. Agentenbasierte KI soll Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren, die Ausfallsicherheit erhöhen und Ransomware schneller erkennen. Drei neue Systeme adressieren unterschiedliche Enterprise-Anforderungen.
Sophos übernimmt Arco Cyber und erweitert Angebot um CISO-nahe Managementservices 12. 02. 2026
Mit der Übernahme des britischen Cybersecurity-Spezialisten Arco Cyber baut Sophos sein Serviceportfolio aus. Kern der Erweiterung ist das neue Angebot „Sophos CISO Advantage“, das Organisationen bei Strategie, Governance und Risikobewertung unterstützen soll – auch ohne eigene Sicherheitsleitung.
Wie A1 die Cyber-Resilienz bei EGLO nach einem Ransomware-Vorfall stärkt 11. 02. 2026
Nach einem Ransomware-Angriff hat A1 gemeinsam mit EGLO eine robuste Cyber-Resilienz-Strategie aufgebaut, die Betriebssicherheit, schnelle Wiederherstellung und präventiven Schutz vereint. Der Beitrag beleuchtet die Lessons Learned, technische Maßnahmen und wie Unternehmen ihre Abwehr- und Reaktionsfähigkeit verbessern können.
Wie eine souveräne Cloud-Architektur die IT des Gesundheitsamts Frankfurt modernisiert 11. 02. 2026
Für Behörden gewinnt digitale Souveränität zunehmend an Bedeutung: Der Beitrag zeigt, wie das Gesundheitsamt Frankfurt am Main mit der cloud-nativen Plattform „GA-Lotse“ auf Basis von Exoscale-Cloud und Open-Source-Technologien eine moderne, DSGVO-konforme IT-Lösung realisiert hat. Im Fokus stehen Sicherheit, Datenhoheit und Effizienzgewinne durch föderale Cloud-Architekturen.
Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber im Immobilienvertrieb 11. 02. 2026
Von automatisierter Lead-Qualifizierung über datenbasierte Preisfindung bis hin zu personalisierten Kundenansprachen: Künstliche Intelligenz eröffnet dem Immobilienvertrieb neue Effizienz- und Skalierungspotenziale. Der Beitrag zeigt, wie datengetriebene, KI gestützte Technologien den Immobilienvertrieb effizienter, präziser und skalierbarer machen und welche Vorteile und Chancen sich daraus für Unternehmen ergeben.
STARFACE, estos und Gamma bündeln Roadshow-Format 10. 02. 2026
Mit der „Grow Together Tour 2026“ gehen STARFACE, estos und Gamma Deutschland erstmals gemeinsam auf Tour. Neun Termine im März und April führen durch den gesamten DACH-Raum, Auftakt ist am 4. März in Wien.
Zscaler erweitert Zero-Trust-Ansatz auf den Browser 10. 02. 2026
Mit der Übernahme von SquareX will Zscaler Zero-Trust-Sicherheit direkt in gängige Webbrowser integrieren. Ziel ist es, den sicheren Zugriff auf Anwendungen auch auf nicht verwalteten Geräten zu ermöglichen – ohne zusätzliche Unternehmensbrowser oder klassische Fernzugriffstechnologien.
ESET baut Enterprise-Geschäft in Österreich aus 10. 02. 2026
Der IT-Sicherheitsanbieter ESET überträgt die Verantwortung für Großkunden und strategische Partnerschaften in Österreich an Zvezdan Bogdanovic. Der erfahrene IT- und Vertriebsexperte soll seit Jahresbeginn das Enterprise-Segment weiterentwickeln.
IBM startet globale Ausschreibung für KI-Lösungen in Bildung und Arbeitsmarkt 09. 02. 2026
IBM hat eine weltweite Ausschreibung für die nächste Kohorte seines Impact Accelerator Programms gestartet. Der Fokus liegt auf KI-gestützten Lösungen, die Bildungsprozesse modernisieren und Übergänge in den Arbeitsmarkt verbessern sollen.
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Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch im Mittelstand

Österreichs Mittelstand setzt zunehmend auf Künstliche Intelligenz – doch Regulatorik bleibt ein blinder Fleck

Die Digitalisierung schreitet im österreichischen Mittelstand weiter voran. Laut der aktuellen EY-Studie 2025 nutzt bereits jedes vierte Unternehmen Künstliche Intelligenz. Dennoch hat sich die Mehrheit bislang nur unzureichend mit den regulatorischen Anforderungen auseinandergesetzt. Eine neue Initiative von Microsoft und Partnern soll die KI-Transformation in Österreich beschleunigen.

Foto: Adobe Stock / momius EY-STUDIE „DIGITALER WANDEL IN ÖSTERREICHISCHEN UNTERNEHMEN“ 2025 Foto: EY/Christina Häusler Susanne Zach, Partnerin und Leiterin AI & Data bei EY Österreich. Foto: EY/Christina Häusler Christoph Mayer, Partner Cloud Transformation und verantwortlich für die EY Microsoft Service Group bei EY Österreich. Die Digitalisierung bleibt ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen. Während KI-Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Nutzung und regulatorischer Auseinandersetzung. Laut der EY-Studie 2025, die über 500 Unternehmen mit 30 bis 2.000 Mitarbeitenden in Österreich befragte, hat sich die Mehrheit noch nicht intensiv mit gesetzlichen Vorgaben befasst. Gleichzeitig treibt Microsoft mit einer neuen Initiative die KI-Transformation weiter voran.

Jedes vierte Unternehmen setzt auf KI – aber viele ohne strategische Planung

Die Ergebnisse der EY-Studie zeigen, dass Künstliche Intelligenz langsam aber stetig Einzug in den österreichischen Mittelstand hält. Bereits 26 Prozent der Unternehmen nutzen KI-Anwendungen, zwölf Prozent planen eine Einführung. Insbesondere die Finanz- und Dienstleistungsbranche sowie die Industrie gelten als Vorreiter. Susanne Zach, Leiterin Data & AI bei EY Österreich, betont: „Diese Zahlen unterstreichen, dass sich die Technologie zwar langsam etabliert, jedoch von der breiten Akzeptanz noch weit entfernt ist.“

Gleichzeitig setzen viele Unternehmen auf leicht zugängliche KI-Technologien wie OpenAI-Modelle, Chatbots oder Microsoft Copilot. Spezialisierte Lösungen wie Machine Learning oder Computer Vision bleiben bislang eine Nischenanwendung. „Die Präferenz für pragmatische, sofort einsetzbare Lösungen zeigt, dass Unternehmen noch zurückhaltend sind, wenn es um tiefgreifende KI-Transformationen geht“, so Zach weiter.

Regulatorik bleibt ein blinder Fleck

Ein zentrales Problem bei der Einführung von KI ist die Auseinandersetzung mit regulatorischen Anforderungen. Laut der Studie haben sich nur zwölf Prozent der Unternehmen intensiv mit gesetzlichen Vorgaben beschäftigt. „Angesichts der wachsenden Bedeutung von KI in Geschäftsprozessen ist es essenziell, die regulatorischen Rahmenbedingungen zu verstehen und Compliance-Risiken frühzeitig zu adressieren“, warnt Christoph Mayer, Partner Cloud Transformation bei EY Österreich.

Vor allem Unternehmen aus dem Immobilien- und Bausektor haben sich überdurchschnittlich stark mit den Regulierungsfragen beschäftigt (76 Prozent), während Transport- und Energieunternehmen mit 37 Prozent weit hinterherhinken. Die fehlende regulatorische Vorbereitung könnte sich langfristig als problematisch erweisen, wenn Unternehmen gesetzliche Anforderungen nicht erfüllen und dadurch Wettbewerbsnachteile erleiden.

„Die Digitalisierung bietet enorme Chancen, stellt aber auch Herausforderungen dar. Entscheidend ist, die individuellen Potenziale zu erkennen und strategisch zu nutzen. Unternehmen, die hier nicht aktiv werden, riskieren, im internationalen Vergleich den Anschluss zu verlieren“, so Mayer weiter.

Mehrheit der Unternehmen sieht Digitalisierung als Chance

Drei Viertel der Unternehmen bewerten die fortschreitende Digitalisierung als Chance. Besonders positiv äußern sich die Branchen Handel, Konsumgüter sowie Immobilien und Baugewerbe. Dennoch gibt es Unterschiede: Während große Unternehmen mit über 30 Millionen Euro Umsatz optimistischer sind, bleibt die Skepsis in sozialen Einrichtungen, Wissenschaft und Bildung hoch.

Regionale Unterschiede sind ebenfalls erkennbar: Während in Salzburg 83 Prozent der Unternehmen die Digitalisierung positiv bewerten, liegt die Zustimmung in der Steiermark mit 68 Prozent am niedrigsten. Dies zeigt, dass die digitale Transformation nicht überall gleichermaßen voranschreitet.

Digitale Kompetenzen als Erfolgsfaktor

Die digitalen Fähigkeiten der Mitarbeitenden spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von Digitalisierung und KI. Die Studie zeigt, dass knapp die Hälfte der Unternehmen ihre digitalen Kompetenzen als „gut“ oder „sehr gut“ einschätzt. Der Gesundheits- und Life-Sciences-Sektor schneidet mit einer Durchschnittsnote von 2,4 besonders gut ab, während die Tourismusbranche mit 2,8 zurückliegt.

Um digitale Fähigkeiten zu stärken, setzen viele Unternehmen auf Schulungen und Umschulungen. 41 Prozent haben bereits Weiterbildungen umgesetzt, 34 Prozent planen diese in Zukunft. 

KI bringt Chancen, aber auch Herausforderungen

Während der Einsatz von KI im Mittelstand voranschreitet, zeigt sich noch deutlicher Nachholbedarf in der regulatorischen Auseinandersetzung und der strategischen Integration. Initiativen, wie die kürlich angekündigte Microsoft AI Innovation Factory könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten, um Unternehmen in Österreich auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Entscheidend wird sein, ob Unternehmen es schaffen, nicht nur Technologien zu implementieren, sondern auch rechtliche Rahmenbedingungen zu erfüllen und ihre Mitarbeitenden gezielt weiterzubilden.

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