SEPPmail baut sein Geschäft mit CyberPilot aus und verfolgt damit größere Pläne im europäischen E-Mail-Security-Markt. Neben der Erweiterung des Portfolios spielt dabei auch der Channel eine zentrale Rolle.
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Marcus Zeidler, CEO von SEPPmail
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V.l.n.r.: Anders Winther, Fredrik Nielsen, Rasmus Vinge von CyberPilot
CyberPilot soll künftig einen Baustein im E-Mail-Security-Angebot von SEPPmail bilden. Das Unternehmen setzt dabei auf eine schrittweise Integration: Für Bestandskunden bleiben Verträge, Ansprechpartner und Support zunächst unverändert, während im Hintergrund die Voraussetzungen für die gemeinsame Vermarktung und eine engere technische Verzahnung geschaffen werden.
CyberPilot bleibt innerhalb der SEPPmail Gruppe als eigenständige Einheit bestehen. Die bisherige Geschäftsführung wird Teil des Management Boards. Die Plattform ist auf eine Administration mit geringem Aufwand ausgelegt und soll damit auch Anforderungen mittelständischer Unternehmen adressieren.
Künstliche Intelligenz kommt dabei gezielt zum Einsatz, um administrative Aufgaben zu reduzieren. Die Kontrolle über das System soll beim Administrator verbleiben.
„Wir haben CyberPilot von Anfang an auf Wirkung gebaut und nicht auf Funktionsumfang“,
sagt Rasmus Vinge, CEO und Mitgründer von CyberPilot. „Künstliche Intelligenz setzen wir dort ein, wo sie Aufwand spart. Die Kontrolle über das System bleibt beim Administrator.“
Vinge warnt zugleich davor, die Möglichkeiten generativer Technologien mit einem möglichst großen Funktionsumfang gleichzusetzen.
„In Zeiten von KI können in kurzer Zeit Unmengen von Features und Funktionen geliefert werden; nicht alles davon ist sinnvoll. Wir prüfen sehr genau, welche Features wir wie und warum implementieren.“
Für CyberPilot sei vor allem die europäische Perspektive der Zusammenarbeit ausschlaggebend gewesen. „Überzeugt hat uns die Perspektive: eine europäische Plattform für E-Mail-Security, in der unser Training ein tragender Baustein wird, in Kombination mit zwei starken Partnern – SEPPmail und LEA Partners“, sagt Vinge.
Für den Vertrieb von CyberPilot soll im deutschsprachigen Raum künftig das bestehende Channel-Modell von SEPPmail genutzt werden. SEPPmail vertreibt ausschließlich über Vertriebspartner.
Bevor die CyberPilot-Lösungen für den Channel verfügbar werden, wollen die beiden Unternehmen Lokalisierung, Packaging und Funktionsumfang gemeinsam auf den DACH-Markt abstimmen. Gleichzeitig sollen die erforderlichen Vertriebs- und Support-Kompetenzen aufgebaut werden. Die Verfügbarkeit für Distributoren und Partner ist für Ende 2026 geplant.
Für bestehende Kunden soll sich durch die neue Konstellation zunächst nichts ändern. Laufende Verträge bleiben ebenso bestehen wie die bisherigen Ansprechpartner und Supportstrukturen.
Kurt Weise, Partner bei LEA Partners, ordnet CyberPilot in die längerfristigen Pläne für das gemeinsame Angebot ein. „Eine durchgängig souveräne europäische Plattform für E-Mail-Security gibt es bislang nicht. Genau diesen Platz besetzen SEPPmail und CyberPilot jetzt“, sagt Weise.
„SEPPmail hat die Kundenbasis, den Channel und die technologische Substanz, um daraus eine Plattform zu bauen. CyberPilot ist eine wichtige strategische Partnerschaft auf diesem Weg.“
Mit CyberPilot sind die Ausbaupläne nicht abgeschlossen. Als nächster Schritt ist eine zentrale Administrationskonsole vorgesehen, über die sich alle Bestandteile der Plattform gemeinsam verwalten lassen sollen. Mittelfristig soll das gemeinsame Angebot zudem in weitere europäische Märkte gebracht werden.
SEPPmail plant darüber hinaus, sein Angebot in den kommenden Jahren um weitere Produkte zu ergänzen. Dabei will das Unternehmen nach eigenen Angaben konsequent auf europäische Technologiepartner setzen.
„Wir haben den Anspruch, europäische E-Mail-Security in ihrer ganzen Breite abzudecken“,
sagt SEPPmail CEO Marcus Zeidler. „CyberPilot ist der erste Schritt auf diesem Weg, weitere werden folgen.“
Zeidler stellt dabei die europäische Ausrichtung in den Mittelpunkt:
„Wer in den kommenden Jahren auf uns schaut, wird ein Unternehmen sehen, das seinen Kunden nicht nur Technologie liefert, sondern Verlässlichkeit in einer Frage, die für Europa strategisch geworden ist.“