Tableau hat seine neue „Agentic Analytics Platform“ vorgestellt. Die Plattform soll Daten, Geschäftslogik und Metadaten in einer einheitlichen Umgebung zusammenführen, damit KI-Agenten nicht nur Analysen liefern, sondern daraus auch automatisiert Aktionen ableiten können. Im Mittelpunkt steht dabei ein semantisches Wissensmodell, das laut Tableau vertrauenswürdige und kontextbezogene KI-Antworten ermöglichen soll.
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Mit der Vorstellung der „Agentic Analytics Platform“ richtet Tableau seine Analytics-Strategie stärker auf den Einsatz autonom agierender KI-Systeme aus. Das Unternehmen beschreibt die Plattform als Weiterentwicklung von einer klassischen Analytics-Lösung hin zu einer skalierbaren Wissens- und Entscheidungsplattform für sogenannte „Agentic Enterprises“. Dabei sollen Daten nicht isoliert verarbeitet werden, sondern gemeinsam mit Geschäftsregeln, Metriken, Beziehungen und semantischen Definitionen in einen fachlichen Kontext gesetzt werden.
Der reine Zugriff auf Daten reicht für KI-Agenten nicht aus, um verlässliche Entscheidungen treffen zu können. Stattdessen benötigten diese Systeme ein Verständnis der zugrunde liegenden Geschäftslogik. Die Plattform soll deshalb strukturierte Wissensmodelle bereitstellen, auf deren Basis KI-Agenten Erkenntnisse erzeugen und daraus automatisierte Aktionen ableiten können.
Kern der neuen Plattform ist eine sogenannte „Knowledge Engine“. Tableau verweist dabei auf insgesamt 33 Millionen semantische Modelle, die laut Unternehmen über Jahre hinweg entstanden sind und als Grundlage für vertrauenswürdige KI-Antworten dienen sollen. Die semantischen Modelle sollen gewährleisten, dass KI-Systeme nicht nur Daten interpretieren, sondern deren geschäftlichen Kontext verstehen.
Ebenfalls zentral ist der Bereich „Conversational Analytics“. Nutzerinnen und Nutzer sollen Analysen in natürlicher Sprache durchführen können – ohne SQL-Kenntnisse oder den Aufbau klassischer Dashboards. Die Funktion steht laut Tableau über die Produkte Server, Cloud und Next hinweg zur Verfügung.
Mit „Headless Analytics“ will Tableau Analysefunktionen direkt in andere Anwendungen integrieren. Genannt werden unter anderem Slack, Salesforce, Microsoft Teams, Claude und ChatGPT. Erkenntnisse und Empfehlungen sollen dadurch unmittelbar in den Arbeitsumgebungen der Anwender erscheinen, ohne dass diese ein separates Dashboard öffnen müssen.
Die „Decision Engine“ soll Analyseergebnisse automatisiert in Aktionen und Workflows überführen. Beispiele dafür sind das automatische Erstellen von Support-Cases oder das Auslösen von Benachrichtigungen. Laut Tableau sollen damit Analyse- und Entscheidungsprozesse enger miteinander verknüpft werden.
Mit dem „Agentic Analytics Command Center“ führt Tableau zudem eine zentrale Verwaltungsoberfläche für KI-Agenten ein. Unternehmen sollen dort nachvollziehen können, welche Agenten aktiv sind, auf welche Daten sie zugreifen und ob automatisiert erzeugte Erkenntnisse den internen Richtlinien entsprechen.
Ergänzt wird die Plattform durch Sicherheits- und Governance-Funktionen aus Tableau und Salesforce. Laut Unternehmen sollen damit Anforderungen regulierter Branchen etwa in den Bereichen Datenschutz, Zugriffskontrolle und Nachvollziehbarkeit adressiert werden. Als Beispiel nennt Tableau den Einsatz in Gesundheitsorganisationen mit rollenbasierten Zugriffskontrollen und auditierbaren Protokollen.