Wie stark Preise tatsächlich steigen oder fallen, zeigt sich erst im Detail. Eine Preisanalyse von Geizhals.at vergleicht die Durchschnittspreise ausgewählter Kategorien im Jahr 2025 mit jenen von 2024 – und macht große Unterschiede sichtbar: Während einige Produktgruppen deutlich günstiger wurden, verteuerten sich andere um bis zu 29 Prozent. Besonders stark fällt die Spreizung in Technik und Elektronik aus.
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Michael Nikolajuk, Marketingleiter von Geizhals.at
Die Teuerung hat sich zuletzt abgeschwächt – doch für viele Konsument:innen bleibt der Einkauf im Alltag spürbar teurer. Österreich lag zuletzt bei 3,8 Prozent Inflation und damit weiterhin fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Euro-Zone. Was diese Entwicklung konkret bedeutet, hängt jedoch stark davon ab, welche Produktgruppen betrachtet werden. Genau hier setzt eine umfassende Preisanalyse des Preisvergleichsportals Geizhals.at an: Sie vergleicht die durchschnittlichen Preise ausgewählter Kategorien im Jahr 2025 mit jenen des Vorjahres und zeichnet ein Bild, das deutlich von großen Unterschieden geprägt ist.
Besonders auffällig sind die Preissteigerungen bei mehreren Technik- und Elektronikprodukten. So lag der durchschnittliche Preis für Arbeitsspeicher (RAM) im Jahr 2025 um 29 Prozent über dem Niveau von 2024. Auch Handheld-Konsolen verteuerten sich deutlich (+21 Prozent).
Moderate Anstiege gab es bei Notebooks, Konsolen und portablen Lautsprechern (jeweils +8 Prozent). Tablets lagen 4 Prozent über dem Vorjahr, Smartphones 3 Prozent. Die Daten zeigen damit: Selbst in einem Umfeld rückläufiger Inflation können einzelne Segmente Preisbewegungen aufweisen, die für Käufer:innen unmittelbar ins Gewicht fallen.

Quelle: Geizhals.at
Gleichzeitig registrierte Geizhals.at in mehreren Kategorien deutliche Preisrückgänge. Die stärksten Abschläge gab es bei PC-Mainboards (-15 Prozent) sowie bei Drohnen (-14 Prozent). Auch Motoröl war im Jahresvergleich markant billiger (-13 Prozent).
Weitere Rückgänge verzeichnete die Analyse bei PV-Energiespeichern (-9 Prozent), Digitalkameras (-6 Prozent) und Fernsehern (-4 Prozent). Auch Geschirrspüler (-4 Prozent), Kaffee-Vollautomaten (-3 Prozent) und Beamer (-3 Prozent) wurden günstiger. Damit stehen stark steigenden Technikpreisen in anderen Segmenten messbare Entlastungen gegenüber – allerdings nicht flächendeckend.
Michael Nikolajuk, Marketingleiter von Geizhals.at:
„Unsere Analyse zeigt, dass sich die Preisentwicklung weiterhin sehr unterschiedlich gestaltet. Auch in einem Umfeld sinkender Inflation weisen einzelne Produktgruppen deutliche Preissteigerungen auf, während andere im Jahresvergleich klar günstiger geworden sind. Gerade bei solchen Marktbewegungen lohnt es sich, Preise über einen längeren Zeitraum zu vergleichen. Wer Preise nur pauschal betrachtet, übersieht oft relevante Unterschiede zwischen den Produktkategorien. Gerade bei größeren Anschaffungen zahlt sich ein genauer Blick auf die Preisentwicklung einzelner Produktgruppen aus.“
Gerade bei stark schwankenden Entwicklungen steigt der Wert datenbasierter Orientierung: Preisvergleichsportale können helfen, Preisverläufe nachzuvollziehen, Kaufentscheidungen fundierter zu treffen und Einsparpotenziale zu erkennen – besonders dort, wo der Markt sich in kurzer Zeit deutlich bewegt hat.