Visa hat auf dem Visa Payments Forum in Paris erstmals Live-Transaktionen mit KI-Agenten im europäischen Onlinehandel vorgestellt. Gemeinsam mit mehr als 30 kartenausgebenden Finanzinstituten sowie mehreren Händlern wurden reale Einkäufe durchgeführt. Die Grundlage bildet die Plattform „Visa Intelligent Commerce“, die sichere und regulatorisch konforme Zahlungen im KI-gestützten Handel ermöglichen soll.
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Stefanie Ahammer, Country Managerin von Visa in Österreich
Visa hat auf dem Visa Payments Forum in Paris Live-Transaktionen im KI-gestützten Handel in Europa präsentiert. Dabei kauften KI-Agenten im Namen von Karteninhaber:innen auf den Websites teilnehmender Händler ein. Im Unterschied zu bisherigen Tests fanden die Transaktionen erstmals in realen Handelsumgebungen statt.
Die KI-Agenten durchsuchten reguläre Online-Shops, wählten Produkte aus und schlossen Käufe im Auftrag der Nutzer:innen ab. Dabei handelten sie ausschließlich innerhalb zuvor definierter Vorgaben. Jede Zahlung wurde von den Karteninhaber:innen autorisiert, sodass diese jederzeit die Kontrolle über den Bezahlvorgang behielten.
Die Zahlungen wurden über die Plattform Visa Intelligent Commerce abgewickelt. Visa verbindet dabei Finanzinstitute, Händler und KI-Systeme über sein Netzwerk und ermöglicht authentifizierte Zahlungen im Einklang mit den regulatorischen Anforderungen in Europa.
„Wir sehen jetzt, wie KI-Agenten im Auftrag von Menschen direkt bei echten Händlern einkaufen können. Der nächste Schritt wird sein, dies im großen Maßstab auszurollen. Unsere Rolle sehen wir darin, Partner, Infrastruktur und Standards zusammenzubringen, um den KI-gestützten Handel gemeinsam voranzubringen. Mit diesem Ansatz können wir von Beginn an Vertrauen schaffen – genauso wie bei Einführung des kontaktlosen Bezahlens vor rund 20 Jahren“,
sagt Stefanie Ahammer, Country Managerin von Visa in Österreich.
Die Live-Transaktionen wurden gemeinsam mit mehr als 30 kartenausgebenden Finanzinstituten in Europa umgesetzt. Zu den beteiligten Banken zählen Abanca, Alpha Bank, Banca Transilvania, Bank of Cyprus, Bankinter, Barclays, BBVA, CaixaBank, Ceska Sporitelna, comdirect, Commerzbank, Cornèrcard, Deutsche Kreditbank (DKB), HSBC UK, ING, Klarna, Lloyds Banking Group, mBank, Nationwide Building Society, NatWest, Nexi Group, Nordea Bank, OP Cooperative, Piraeus Bank, PKO Bank Polski, Revolut, S-Payment, Swisscard, Tatra banka, Vanquis Bank und Viseca.
Auf Händlerseite nahmen Cleverbridge, lastminute.com, Frasers und BrickDepot teil. Damit erstreckten sich die Live-Transaktionen über verschiedene Branchen – vom Tourismus bis zum Einzelhandel.
Die Initiative ist Teil des Programms Visa Agentic-Ready, mit dem Visa Infrastruktur, Standards und Partner für den KI-gestützten Handel zusammenführt.
Für Händler ermöglicht Visa die Teilnahme über das Trusted Agent Protocol (TAP) sowie das Agent Directory. Dadurch können verifizierte KI-Agenten erkannt und von nicht verifizierten Zugriffen unterschieden werden. Gleichzeitig behalten Händler die Kontrolle darüber, wie Agenten auf ihre Websites zugreifen, Produkte anzeigen und Transaktionen durchführen.
Eine neue Handelsinfrastruktur ist dafür laut Visa nicht erforderlich. TAP arbeitet mit bestehenden E-Commerce-Protokollen zusammen und kann in bestehende Plattformen integriert werden. Unterstützt wird die Implementierung von den Infrastrukturanbietern Cloudflare und Akamai.
Die Authentifizierung der Zahlungen erfolgt über Visa Payment Passkeys. Dabei werden biometrische Merkmale genutzt, um die Identität der Nutzer:innen zu bestätigen. Im Rahmen des Agentic-Ready-Programms wurden die abgeschlossenen Transaktionen mit Visa Payment Passkeys abgesichert, um die europäischen Anforderungen an die starke Kundenauthentifizierung (SCA) zu erfüllen.