Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
NEURA Robotics sichert sich Finanzierung von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar 11. 06. 2026
NEURA Robotics hat eine Series-C-Finanzierungsrunde mit einem Volumen von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Mit dem Kapital will das Unternehmen den Aufbau seiner Physical-AI-Plattform beschleunigen, die Produktion kognitiver Roboter ausbauen und den weltweiten Rollout seiner Trainingsumgebungen für Robotik vorantreiben.
Zwei Drittel nutzen nicht autorisierte KI-Tools im Job 11. 06. 2026
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz entwickelt sich schneller als die entsprechenden Unternehmensrichtlinien. Eine internationale Studie von PagerDuty zeigt, dass viele Beschäftigte auf KI-Werkzeuge zurückgreifen, obwohl diese nach ihrer Einschätzung nicht erlaubt sind. Gleichzeitig wächst die Sorge um Datensicherheit, Governance und Mitarbeiterbindung.
Christof Legat übernimmt DACH-Verantwortung bei Zoom 10. 06. 2026
Zoom Communications hat Christof Legat zum Head of DACH ernannt. Mit der neuen Führungsposition will das Unternehmen sein Wachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter vorantreiben und den Fokus auf KI-gestützte Kollaborations- und Customer-Experience-Lösungen verstärken.
KI-Agenten im Blindflug? Warum maschinelle Identitäten zum Sicherheitsfaktor werden 09. 06. 2026
Autonome KI-Agenten übernehmen zunehmend Aufgaben in Unternehmensanwendungen, Cloud-Plattformen und Geschäftsprozessen. Doch während menschliche Nutzer meist klaren Sicherheits- und Governance-Regeln unterliegen, bleiben maschinelle Identitäten oft unbeachtet. Welche Risiken daraus entstehen und warum Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien neu ausrichten sollten, erläutert Josef Nemecek von Saviynt.
TrendAI beteiligt sich an Anthropics Project Glasswing 09. 06. 2026
TrendAI, der Enterprise-Cybersecurity-Geschäftsbereich von Trend Micro, ist dem von Anthropic initiierten Project Glasswing beigetreten. Ziel der Zusammenarbeit ist es, mithilfe fortschrittlicher KI-Modelle Software-Schwachstellen schneller zu identifizieren und deren Behebung zu beschleunigen.
Sicherheitstests im Tempo moderner Entwicklung 09. 06. 2026
Sicherheitsprüfungen gelten oft als zeitaufwendig und ressourcenintensiv. Mit dem neuen AWS Security Agent verfolgt Amazon einen anderen Ansatz: KI-gestützte, kontextbezogene Sicherheitstests sollen Schwachstellen bereits während des gesamten Entwicklungsprozesses erkennen – von der Architekturplanung über Code-Reviews bis hin zu automatisierten Penetrationstests. Ziel ist es, Sicherheitsrisiken schneller zu identifizieren und Entwicklungs- sowie Security-Teams zu entlasten.
Vertiv integriert digitalen Zwilling für KI-Infrastrukturen in NVIDIA Omniverse DSX 08. 06. 2026
Vertiv hat eine produktionsreife Digital-Twin-Funktion für seine Infrastrukturplattform SmartRun vorgestellt. Die Lösung wird in NVIDIA Omniverse DSX integriert und beschleunigt die Planung, Simulation und Umsetzung von KI-Fabriken.
Warum der Einstieg wichtiger ist als die Technik 08. 06. 2026
Künstliche Intelligenz ist längst auch in kleinen Unternehmen angekommen. Doch viele Selbstständige und KMU fragen sich, wie sie den Einstieg schaffen sollen. Die gute Nachricht: Für den erfolgreichen Einsatz von KI braucht es weder eine eigene IT-Abteilung noch große Investitionen. Entscheidend ist vielmehr, an den richtigen Stellen im Arbeitsalltag anzusetzen.
T-Systems Austria wächst zweistellig und investiert in KI und Cloud 03. 06. 2026
T-Systems Austria hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Zuwächsen abgeschlossen. Der IT-Dienstleister steigerte seinen Umsatz um zehn Prozent und den Auftragseingang um 15 Prozent. Wachstumstreiber sind langfristige Kundenbeziehungen sowie Investitionen in Cloud, Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität und das Gesundheitswesen.
Vertrauenswürdige Daten: Mehr Klarheit bei Cyberrisiken 03. 06. 2026
Viele Unternehmen verlassen sich bei der Bewertung ihrer Cyberrisiken vor allem auf interne Sicherheitsdaten. Doch diese Sicht greift oft zu kurz. Asdrúbal Pichardo, CEO von Squalify, erläutert, warum externe Referenzdaten für eine realistische Einschätzung der Bedrohungslage unverzichtbar sind und weshalb „Trustworthy Data“ zur Grundlage belastbarer Risikoentscheidungen wird.
Bull und Foxconn bauen europäische KI-Fertigung aus 02. 06. 2026
Bull und Foxconn haben eine strategische Partnerschaft für die Herstellung von KI- und Cloud-Infrastrukturen angekündigt. Ziel ist der Ausbau europäischer Fertigungskapazitäten für KI-Systeme und die Stärkung einer regionalen Lieferkette für KI-Fabriken und Neo-Cloud-Anbieter.
Fivetran und dbt Labs schließen Fusion ab 02. 06. 2026
Fivetran und dbt Labs haben ihre angekündigte Fusion abgeschlossen. Das gemeinsame Unternehmen will eine offene und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für KI-Agenten schaffen und bedient nach eigenen Angaben weltweit mehr als 100.000 Datenteams.
Gudrun Scharler wird CEO von Riedel Networks 02. 06. 2026
Riedel Networks erhält eine neue Führungsspitze: Gudrun Scharler übernimmt die Position der CEO. Sie folgt auf Michael Martens, der das Unternehmen seit 2012 geleitet hat und die Übergabe bis Ende August begleiten wird.
Nur vier Prozent der Unternehmen haben KI vollständig integriert 01. 06. 2026
Eine aktuelle Studie von Tieto zeigt große Unterschiede beim KI-Einsatz in Österreich: Während viele Unternehmen noch in Pilotprojekten feststecken, haben erst vier Prozent KI vollständig in ihre Kernprozesse integriert. Gleichzeitig sieht jede vierte Führungskraft bislang keinen Wettbewerbsvorteil durch die Technologie.
IT-Gehaltsspiegel 2026: KI-Kompetenz wird für Systemhäuser zum Schlüsselfaktor 01. 06. 2026
Der aktuelle IT-Gehaltsspiegel der SYNAXON Akademie zeigt steigende Gehälter in deutschen Systemhäusern. Gleichzeitig wollen mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen Kompetenzen in den Bereichen Automatisierung und Künstliche Intelligenz ausbauen.
Paessler übernimmt UVnetworks und erweitert PRTG um Netzwerktopologie und Incident-Response-Funktionen 29. 05. 2026
Paessler hat UVnetworks übernommen, den Anbieter der Lösungen UVexplorer und UVexplorer Server. Mit der Akquisition ergänzt das Unternehmen seine Monitoring-Plattform PRTG um Funktionen für Netzwerktopologie, Bestandsaufnahme und Konfigurationssicherung und baut seine weltweite Präsenz auf mehr als 30.000 Kunden und über 500.000 Nutzer aus.
Zscaler plant Übernahme von Symmetry Systems für KI-Sicherheitsfunktionen 28. 05. 2026
Zscaler möchte den KI-Sicherheitsspezialisten Symmetry Systems übernehmen. Ziel der Akquisition ist der Ausbau von Zero-Trust-Funktionen für die sichere Kommunikation und Steuerung von KI-Agenten in Unternehmen.
Vertiv baut Flüssigkeitskühlungsportfolio für KI-Rechenzentren aus 27. 05. 2026
Vertiv gibt die Erweiterung seiner durchgängigen thermischen Kette durch die Verfügbarkeit der Vertiv CoolChip CDU 2300 und der Vertiv CoolChip Fluid Network Row Manifolds in EMEA bekannt. Diese Flüssigkeitskühltechnologien unterstützen die wachsenden Anforderungen von KI und hochdichter Rechenleistung der nächsten Generation, um hochdichte Infrastruktur schneller bereitzustellen und effizienter zu betreiben.
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Distributed Quantum Computing: Der Quantensprung zur Skalierbarkeit

Vorsprung durch verteiltes Quantencomputing - erstmals Quantenalgorithmus über mehrere Prozessoren verteilt

Die Quantentechnologie steht an der Schwelle zur industriellen Revolution: Forscher der Oxford University Physics haben erstmals einen verteilten Quantencomputer realisiert. Mithilfe einer photonischen Netzwerk-Schnittstelle wurden zwei separate Quantenprozessoren zu einer voll verbundenen Einheit verknüpft. Dies könnte den Weg zu großflächig einsetzbaren Quanten-Supercomputern ebnen.

Foto: Martin Small David Lucas, leitender Wissenschaftler des UK Quantum Computing and Simulation Hub Die Skalierbarkeit von Quantencomputern zählt zu den größten Herausforderungen der aktuellen Forschung. Um bahnbrechende Anwendungen in Bereichen wie Kryptografie, Simulationen oder Optimierungsproblemen zu ermöglichen, sind Quantencomputer mit Millionen von Qubits erforderlich. Das Team der Oxford University Physics hat nun einen Meilenstein erreicht: Anstatt alle Qubits in einem einzelnen Gerät zu konzentrieren, wurden separate Quantenmodule über optische Fasern verbunden. Diese Methode erlaubt eine schrittweise Erweiterung der Rechenkapazitäten und könnte die Entwicklung leistungsstarker, flexibler Quantencomputer beschleunigen.

Quantentechnologie trifft auf Skalierbarkeit

Ein zentraler Ansatz des Durchbruchs ist die Nutzung einer modularen Architektur. Diese setzt auf eine geringe Anzahl von gefangenen Ionen-Qubits pro Modul, die über optische Fasern mit anderen Modulen kommunizieren. Dabei kommt Licht (Photonen) anstelle elektrischer Signale zum Einsatz, um Informationen zu übertragen. Diese photonischen Verbindungen ermöglichen es, Qubits in verschiedenen Modulen zu verschränken – eine Schlüsseltechnik für die Quantenlogik.

"Frühere Demonstrationen der Quanten-Teleportation konzentrierten sich auf die Übertragung von Quanten-Zuständen zwischen physisch getrennten Systemen. In unserer Studie nutzen wir Quanten-Teleportation, um Interaktionen zwischen diesen entfernten Systemen zu ermöglichen. Durch sorgfältige Anpassung dieser Interaktionen können wir logische Quantengatter – die fundamentalen Operationen des Quantencomputings – zwischen Qubits in getrennten Quantencomputern ausführen," erläutert Dougal Main, leitender Forscher der Oxford University Physics.

Warum verteiltes Quantencomputing ein Gamechanger ist

Der modulare Aufbau von Quantencomputern bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Flexibilität: Module können einzeln aufgerüstet oder ausgetauscht werden, ohne die Gesamtarchitektur zu beeinträchtigen.

  • Unbegrenzte Skalierbarkeit: Theoretisch gibt es keine Obergrenze für die Anzahl der verknüpften Quantenprozessoren.

  • Effiziente Ressourcennutzung: Statt einen riesigen Quantencomputer mit Millionen von Qubits zu bauen, können kleinere Systeme miteinander verbunden werden.

  • Vergleichbarkeit mit klassischen Supercomputern: Ähnlich wie herkömmliche Supercomputer, die aus mehreren verknüpften Knoten bestehen, werden Quantencomputer durch Netzwerkverbindungen leistungsfähiger.

Laut Dougal Main ermöglicht dieser Ansatz die effektive "Verkabelung" separater Quantenprozessoren zu einem einzigen, vollständig verbundenen Quantencomputer: "Durch die Verbindung der Module mittels photonischer Links gewinnt das System an wertvoller Flexibilität, sodass Module aufgerüstet oder ausgetauscht werden können, ohne die gesamte Architektur zu beeinträchtigen."

Foto: John Cairns

Das Bild zeigt Dougal Main und Beth Nichol bei ihrer Arbeit am verteilten Quantencomputer

Ein Meilenstein für die Industrie

Das Forschungsteam demonstrierte den Erfolg des Konzepts durch die Implementierung von Grover’s Suchalgorithmus – einer Methode, die es Quantencomputern ermöglicht, große, unstrukturierte Datenmengen wesentlich schneller als klassische Rechner zu durchsuchen. Dies zeigt, dass der verteilte Ansatz nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch funktioniert.

David Lucas, leitender Wissenschaftler des UK Quantum Computing and Simulation Hub, unterstreicht die Bedeutung des Fortschritts: "Unser Experiment zeigt, dass netzwerkbasiertes Quantencomputing mit heutiger Technologie umsetzbar ist. Die Skalierung von Quantencomputern bleibt eine gewaltige technische Herausforderung, die neue physikalische Erkenntnisse sowie intensive ingenieurwissenschaftliche Anstrengungen erfordert."

Zukunftsperspektiven für Unternehmen

Mit der Einführung vernetzter Quantenprozessoren könnte sich ein Quantensprung für zahlreiche Branchen abzeichnen. Besonders in den Bereichen Finanzwesen, Logistik, Materialforschung und Kryptografie eröffnen sich revolutionäre Möglichkeiten. Unternehmen, die frühzeitig in Quanten-Technologie investieren, könnten sich entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern.

Oxford University Physics zählt weltweit zu den führenden Institutionen in der Quantenforschung und treibt Innovationen in Photonik, atomarer Präzisionstechnik und algorithmischer Entwicklung voran. Gefördert wurde das Projekt durch das UK Quantum Computing and Simulation Hub sowie das britische National Quantum Technologies Programme.

Die Zukunft des Quantencomputings ist vernetzt – und beginnt jetzt.

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