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Frequentis

Wearables unterstützen Krisenmanagement

Tagung erforscht Nutzungsmöglichkeiten von Datenbrillen für Einsatzkräfte.

Foto: Frequentis Einsatzkräfte erhalten mit Datenbrillen Informationen am Unfallort Auf der von Frequentis veranstalteten Expertentagung zum Thema „Mobile Visualisierung in Ausnahmesituationen am Beispiel Google Glass“ diskutierten Vertreter des Roten Kreuzes, Wissenschaftler und Mediziner Forschungsergebnisse zum Einsatz von Wearable Computing in Medizin und Krisenmanagement. Wearable Computing als Forschungsgebiet beschäftigt sich mit der Entwicklung von tragbaren Computersystemen. Der Benutzer soll in seiner eigentlichen Tätigkeit durch erweiterte Informationen unterstützt werden, ohne extra am Computer zu arbeiten.
Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes IDIRA wurden unter Einsatz von Google Glass kritische Situationen erfasst und dokumentiert. Mittels Sprachkommando übermittelten die Einsatzkräfte positionsbezogene Bilder, Videos und Texte direkt an das Lagezentrum. Aber auch das Lagezentrum gab Informationen weiter, wie zum Beispiel eine sichere Route zur Unfallstelle. Die Informationen werden entweder automatisch angezeigt, durch eine Augenbewegung abgerufen oder auch vorgelesen. Durch den Informationsaustausch über die aktuelle Situation verbessert sich das Lagebewusstsein – das ist wesentlich für ein strategisches und vernetztes Krisenmanagement.
In der Medizin testete die Technische Universität Graz in Kooperation mit dem Krankenhaus der Elisabethinen Graz, UC Berkeley und UC Davis Wearable Computing. Die Vitalparameter von Patienten wurden während der Operation auf der Goo-gle Glass des Chirurgen angezeigt. „Diese innovative Idee ermöglicht es Ärzten, sich besser auf die Kernaufgaben zu konzen-trieren, indem Blickwechsel zu Überwachungsmonitoren reduziert werden“, erzählt Wolfgang Vorraber von der TU Graz.
Auch die Möglichkeiten der Telemedizin können sinnvoll erweitert werden. Mit Google Glass ist das Rettungsdienstpersonal bereits am Notfallort mit dem Experten in der Klinik verbunden. Dieser kann sich via Live-Video einen genauen Überblick in Echtzeit über den Zustand des Notfallpatienten verschaffen. Möglichkeiten für eine überregionale, interdisziplinäre Zusammenarbeit in Form eines Forschungsprojektes werden nun evaluiert.
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