Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Lenovo ernennt Michael Rehberger zum Channel Manager Austria 17. 08. 2026
Lenovo stellt sein Channel-Geschäft in Österreich unter eine neue Leitung. Michael Rehberger hat die Position des Channel Manager Austria übernommen. Der frühere Microsoft- und HP-Manager soll sich auf den Ausbau des Partnergeschäfts und die Stärkung des lokalen Ökosystems konzentrieren.
Zahl aktivierter KI-Agenten hat sich nahezu verdreifacht 14. 08. 2026
Agentische KI gewinnt in Unternehmen deutlich an Bedeutung und übernimmt zunehmend operative Aufgaben. Besonders im Kundenservice und im Einzelhandel wächst der Einsatz – gleichzeitig werden die Systeme schneller erstellt und mit zusätzlichen Fähigkeiten ausgestattet.
NetApp übernimmt JetStream Software 11. 08. 2026
NetApp hat die Übernahme von JetStream Software bekanntgegeben. Mit der Technologie des auf Disaster Recovery und Migration von VMware-Umgebungen spezialisierten Anbieters will NetApp seine Funktionen für Wiederherstellung und Workload-Mobilität ausbauen.
HOFER übergibt digitalen Vertriebskanal an IBM iX 10. 08. 2026
Von der technischen Plattform bis zum Tagesgeschäft: IBM iX übernimmt weitreichende Aufgaben für das Non-Food-Onlinegeschäft des österreichischen Discounters. Das Betriebsmodell umfasst auch Performance Marketing, Reporting und First-Level-Kundenservice.
Vertrauen wird zur Zielscheibe von Cyberkriminellen 07. 08. 2026
Nicht jede Cyberattacke beginnt mit einer technischen Schwachstelle. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass organisierte Tätergruppen zunehmend versuchen, Mitarbeitende gezielt für ihre Angriffe zu gewinnen und privilegierte Unternehmenszugänge als Handelsware zu nutzen.
KI verändert den Einstieg in die Customer Journey 06. 08. 2026
Die Produktsuche verlagert sich zunehmend von klassischen Suchmaschinen und Händler-Websites hin zu KI-gestützten Assistenten. Damit ändern sich auch die Anforderungen an Produktinformationen und die digitale Sichtbarkeit von Angeboten im Onlinehandel.
Arctic Wolf bündelt Sicherheitslösungen und Garantieleistungen in neuem Angebot 04. 08. 2026
Arctic Wolf hat mit „Cyber Resilience“ ein neues Angebot vorgestellt, das Security Operations, Exposure Management, Endpunktschutz und Incident Response kombiniert. Ergänzt wird das Paket durch Garantieleistungen von bis zu drei Millionen US-Dollar für berechtigte Kunden sowie Funktionen, die Unternehmen bei der Vorbereitung auf Cybervorfälle und der schnelleren Wiederherstellung unterstützen sollen.
Bitzero baut seine Kompetenzen im Bereich Technik und Lieferketten durch Zusammenarbeit mit Vertiv aus 04. 08. 2026
Bitzero Holdings baut sein Partnernetzwerk für den Ausbau moderner KI- und HPC-Rechenzentren weiter aus. Mit Vertiv gewinnt das Unternehmen einen weltweit etablierten Spezialisten für kritische Stromversorgung, Wärmemanagement und digitale Infrastruktur hinzu. Die Zusammenarbeit soll die Umsetzung leistungsfähiger, skalierbarer und nachhaltiger Rechenzentrumsprojekte beschleunigen.
Deutsche Telekom testet KI für skalierbare Sicherheitsanalysen 30. 07. 2026
Wie lässt sich die Reichweite von Cybersecurity-Prüfungen erhöhen, ohne den Personalaufwand im gleichen Maß zu steigern? Die Deutsche Telekom hat den Einsatz von KI in bestehenden Sicherheitsprozessen untersucht und dabei Erfahrungen mit der Skalierung von Analysen internetexponierter Systeme und großer Code-Bestände gesammelt.
Neue Prioritäten in der IT-Sicherheit 29. 07. 2026
Unternehmen in der DACH-Region bewerten neue Bedrohungsszenarien zunehmend anders als noch vor wenigen Jahren. Eine aktuelle Studie zeigt, welche Entwicklungen die Sicherheitsstrategien prägen und warum menschliche Kontrolle sowie digitale Souveränität an Bedeutung gewinnen.
Schwarz Digits und Zscaler starten souveräne Zero Trust SASE-Plattform für Europa 28. 07. 2026
Schwarz Digits und Zscaler haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird die Sicherheitsplattform Zscaler Zero Trust Exchange auf der Cloud-Infrastruktur STACKIT von Schwarz Digits in Deutschland betrieben. Das gemeinsame Angebot richtet sich an Kunden in Europa und soll Anforderungen an Cybersicherheit, Souveränität und regulatorische Vorgaben verbinden.
Führung im KI-Zeitalter neu gedacht 28. 07. 2026
Autonome KI-Agenten werden die Arbeitswelt nachhaltig verändern – und damit auch die Anforderungen an das Top-Management. Warum die Zukunft der Unternehmensführung in hybriden Teams aus Menschen und KI liegt und welche Kompetenzen dafür entscheidend sind, erläutert Steven Elsham, CEO bei Ultimo, in seinem Gastkommentar.
Barracuda baut Partnerprogramm mit neuen Enablement- und Marketingangeboten aus 27. 07. 2026
Barracuda Networks erweitert sein Partner Success Program um zusätzliche Angebote für Managed Service Provider (MSPs) und Channel-Partner. Im Fokus stehen neue Funktionen für Marketing und Nachfragegenerierung, ein geplanter Partner Locator sowie zusätzliche Schulungs- und Zertifizierungsangebote. Ziel ist es, Partner beim Ausbau ihres Geschäfts und bei der Kundenansprache zu unterstützen.
Zoom führt KI-gestützte Echtzeit-Übersetzung für Meetings ein 24. 07. 2026
Zoom erweitert seine Meeting-Plattform um eine KI-gestützte Echtzeit-Übersetzung. Mit dem neuen Voice Translator können Teilnehmende in ihrer jeweiligen Muttersprache sprechen, während andere Gesprächspartner die Inhalte in ihrer bevorzugten Sprache als Audioausgabe hören.
KubeVirt statt Proxmox 23. 07. 2026
Kubernetes hat sich als Plattform für containerisierte Anwendungen etabliert. Virtuelle Maschinen bleiben dennoch vielerorts unverzichtbar. Mario Fahlandt zeigt in seinem Gastbeitrag, wie sich beide Welten mit KubeVirt unter einem gemeinsamen Betriebsmodell zusammenführen lassen.
Digitale Konfiguration erreicht die Fertigung 22. 07. 2026
MHP verbindet den Online-Konfigurator von Ducati mit der Produktion. Die neue Lösung überträgt individuelle Fahrzeugkonfigurationen direkt in den Fertigungsprozess und nutzt KI für die Erstellung digitaler Inhalte.
Mobiles Arbeiten sicher gestalten 21. 07. 2026
Homeoffice, Geschäftsreise oder Café: Mobiles Arbeiten gehört längst zum Arbeitsalltag. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die IT-Sicherheit. Welche Maßnahmen Unternehmen heute ergreifen sollten, erläutert Andreas Steinböck, Head of Business Management bei Ingram Micro, in einem aktuellen Gastbeitrag.
Umfrage zeigt wachsende Offenheit für europäische Software 20. 07. 2026
Eine aktuelle Erhebung unter IT-Entscheidern in Deutschland, Frankreich und den nordischen Ländern zeigt einen deutlichen Wandel beim Einsatz europäischer Software. Gleichzeitig gewinnt das Thema digitale Souveränität insbesondere in den Bereichen Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste weiter an Bedeutung.
weiter
Entscheidungshilfe für den LLM-Einsatz in der Praxis

Welches Sprachmodell passt? Fünf Entscheidungshilfen für die Auswahl des passenden LLM

Die Auswahl eines geeigneten Large Language Model (LLM) ist für viele Unternehmen und Behörden eine Herausforderung. IntraFind gibt fünf praxisnahe Empfehlungen, wie Organisationen das für sie passende Modell finden – unter Berücksichtigung von Leistungsfähigkeit, Datenschutz und Kosten.

Foto: IntraFind Franz Kögl, Vorstand bei IntraFind Generative KI gewinnt rasant an Bedeutung und verändert zunehmend Arbeitsabläufe in Verwaltung und Wirtschaft. Immer mehr Organisationen beschäftigen sich deshalb mit der Integration von Large Language Models (LLMs) in ihre Systeme. Doch die Auswahl eines geeigneten Modells gestaltet sich komplex: Die Palette reicht von Open-Source-Modellen bis hin zu proprietären Cloud-Lösungen, von kompakten Systemen bis zu hochkomplexen multimodalen Architekturen. Der Münchner Anbieter IntraFind, spezialisiert auf KI-gestützte Suche und Wissensmanagement, gibt praktische Hinweise für die Entscheidungsfindung.

Kleinere Modelle nicht unterschätzen

Die populärsten Modelle wie GPT-4.5/o3, Gemini 2.0 oder Claude 3 beeindrucken mit vielseitigen Fähigkeiten. Dennoch können kleinere Modelle – gerade in Kombination mit leistungsfähiger Suchsoftware – völlig ausreichen. In vielen Anwendungen muss das Sprachmodell nicht auf einen eigenen Wissensbestand zurückgreifen, sondern lediglich bereitgestellte Informationen verarbeiten.

„Je nach Use Case können somit auch kleinere LLMs vergleichbare qualitativ hochwertige Ergebnisse wie die großen liefern – sind dabei aber oft kosteneffizienter und schneller“, so Franz Kögl, Vorstand bei IntraFind. Für den Einsatz in Chatbots oder unternehmensinternen Assistenten empfiehlt es sich daher, genau zu prüfen, ob ein leistungsstarkes, aber ressourcenintensives Modell überhaupt notwendig ist.

Sprachunterstützung kritisch bewerten

Viele Modelle wurden primär mit englischsprachigen Daten trainiert. Für Unternehmen und Behörden im deutschsprachigen Raum ist das ein entscheidender Faktor. Modelle, die deutsche Sprache nur rudimentär verstehen oder grammatikalisch fehleranfällig sind, können für bestimmte Anwendungen ungeeignet sein.

Kögl betont: „Hiesige Unternehmen und Behörden sollten die Sprachfähigkeiten des Wunsch-LLMs genau prüfen – beispielsweise, ob das Modell Umlaute erkennt und auch deutsche Grammatik gut verarbeitet.“ Gerade in der Kundenkommunikation oder im Umgang mit rechtlich relevanten Inhalten sei Präzision unerlässlich.

Kontextverständnis und Token-Limit beachten

Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Kontextlänge – also die Menge an Text, die ein Modell in einem Verarbeitungsschritt berücksichtigen kann. Für die Zusammenfassung langer Berichte oder die Analyse umfangreicher Dokumente sind LLMs mit hoher Kontextkapazität sinnvoll. Für klassische Informationsabfragen dagegen können auch kleinere Modelle ausreichen.

„Bei klassischen Suchanfragen können auch kleinere Modelle genügen, für die die Suchsoftware relevante Inhalte vorab gezielt extrahiert und bereitstellt“, erklärt Kögl. Das senkt nicht nur die Rechenleistung, sondern auch die laufenden Kosten erheblich.

Datenkontrolle spielt bei Entscheidung zwischen OpenSource und proprietär eine wesentliche Rolle

Offene Modelle wie Llama 3, Mistral Small oder OpenEuroLLM bieten laut IntraFind nicht nur Transparenz und Anpassungsfähigkeit, sondern lassen sich auch datenschutzkonform auf eigener Hardware betreiben. Damit entfallen Risiken, die sich aus dem Betrieb in der Cloud ergeben könnten – etwa durch Zugriffsmöglichkeiten ausländischer Behörden.

„Unternehmen sollten zudem an den US Cloud Act denken, der der US-Regierung jederzeit ermöglicht, auch auf die Daten zuzugreifen, die auf deutschen Servern der Hyperscaler liegen“, warnt Kögl. Gerade im Hinblick auf sensible Daten sei eine On-premises-Lösung oft die sicherere Option. Zudem lasse sich so ein Vendor-Lock-in vermeiden.

Betriebskosten und Sicherheit realistisch einschätzen

Die Entscheidung für ein Cloud-Modell oder eine lokale Lösung hängt nicht nur von Datenschutzaspekten, sondern auch vom wirtschaftlichen Rahmen ab. Zwar punkten Cloud-LLMs mit hoher Verfügbarkeit und einfacher Skalierbarkeit – bei umfangreicher Nutzung steigen jedoch die Kosten schnell an.

„Das liegt daran, dass jede Abfrage eine bestimmte Anzahl an sogenannten Tokens verbraucht – also den Einheiten, in die ein Text für die Verarbeitung durch ein Sprachmodell zerlegt wird“, erläutert Kögl. Unternehmen, die langfristig planen und Wert auf Unabhängigkeit legen, sollten daher in eine eigene IT-Infrastruktur investieren, die auf den Betrieb eines LLM ausgelegt ist.

it&t business medien eU
Tel.: +43/1/369 80 67-0
office@ittbusiness.at