Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Wie eine souveräne Cloud-Architektur die IT des Gesundheitsamts Frankfurt modernisiert 11. 02. 2026
Für Behörden gewinnt digitale Souveränität zunehmend an Bedeutung: Der Beitrag zeigt, wie das Gesundheitsamt Frankfurt am Main mit der cloud-nativen Plattform „GA-Lotse“ auf Basis von Exoscale-Cloud und Open-Source-Technologien eine moderne, DSGVO-konforme IT-Lösung realisiert hat. Im Fokus stehen Sicherheit, Datenhoheit und Effizienzgewinne durch föderale Cloud-Architekturen.
Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber im Immobilienvertrieb 11. 02. 2026
Von automatisierter Lead-Qualifizierung über datenbasierte Preisfindung bis hin zu personalisierten Kundenansprachen: Künstliche Intelligenz eröffnet dem Immobilienvertrieb neue Effizienz- und Skalierungspotenziale. Der Beitrag zeigt, wie datengetriebene, KI gestützte Technologien den Immobilienvertrieb effizienter, präziser und skalierbarer machen und welche Vorteile und Chancen sich daraus für Unternehmen ergeben.
STARFACE, estos und Gamma bündeln Roadshow-Format 10. 02. 2026
Mit der „Grow Together Tour 2026“ gehen STARFACE, estos und Gamma Deutschland erstmals gemeinsam auf Tour. Neun Termine im März und April führen durch den gesamten DACH-Raum, Auftakt ist am 4. März in Wien.
Zscaler erweitert Zero-Trust-Ansatz auf den Browser 10. 02. 2026
Mit der Übernahme von SquareX will Zscaler Zero-Trust-Sicherheit direkt in gängige Webbrowser integrieren. Ziel ist es, den sicheren Zugriff auf Anwendungen auch auf nicht verwalteten Geräten zu ermöglichen – ohne zusätzliche Unternehmensbrowser oder klassische Fernzugriffstechnologien.
ESET baut Enterprise-Geschäft in Österreich aus 10. 02. 2026
Der IT-Sicherheitsanbieter ESET überträgt die Verantwortung für Großkunden und strategische Partnerschaften in Österreich an Zvezdan Bogdanovic. Der erfahrene IT- und Vertriebsexperte soll seit Jahresbeginn das Enterprise-Segment weiterentwickeln.
IBM startet globale Ausschreibung für KI-Lösungen in Bildung und Arbeitsmarkt 09. 02. 2026
IBM hat eine weltweite Ausschreibung für die nächste Kohorte seines Impact Accelerator Programms gestartet. Der Fokus liegt auf KI-gestützten Lösungen, die Bildungsprozesse modernisieren und Übergänge in den Arbeitsmarkt verbessern sollen.
Fünf KI-Trends, die 2026 den digitalen Arbeitsplatz prägen 09. 02. 2026
Steigende Betriebskosten, neue regulatorische Anforderungen und der rasante technologische Fortschritt setzen Unternehmen zunehmend unter Druck, ihre Arbeitsprozesse effizienter und zugleich regelkonform zu gestalten. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle – von der intelligenten Dokumentenverarbeitung über präventive Cybersicherheit bis hin zur Unterstützung von ESG-Reporting und Governance. Konica Minolta hat fünf Trends identifiziert, die den Digital Workplace im Jahr 2026 maßgeblich beeinflussen werden.
Moltbook-Hack legt strukturelle Schwächen im KI-Sektor offen 09. 02. 2026
Nach dem Einbruch bei der KI-Plattform Moltbook warnt der Security-Anbieter ESET vor einem gefährlichen Missverhältnis zwischen Innovationsgeschwindigkeit und IT-Sicherheit. Sicherheitsforscher kompromittierten das System innerhalb weniger Minuten.
Septeo schließt Übernahme von stp.one ab 05. 02. 2026
Der französische Software-Publisher Septeo hat die Übernahme des deutschen Legal-Tech-Anbieters stp.one abgeschlossen. Mit der Transaktion baut die Gruppe ihre europäische Präsenz aus und überschreitet ein Umsatzvolumen von 560 Mio. Euro.
Qsentinel und Nextcloud vereinbaren Partnerschaft für sichere virtuelle Arbeitsplätze 05. 02. 2026
Der Schweizer Anbieter Qsentinel und die Kollaborationsplattform Nextcloud gehen eine strategische Partnerschaft ein. Ziel sind hochsichere virtuelle Arbeitsplätze für Organisationen mit besonders sensiblen Daten.
Überwachungskampagne mit cloud-nativem Android-Trojaner Arsink RAT 04. 02. 2026
Der Sicherheitsspezialist Zimperium hat eine groß angelegte Android-Überwachungskampagne aufgedeckt. Der Remote-Access-Trojaner „Arsink RAT“ nutzt legitime Cloud-Dienste zur Tarnung und erlaubt Angreifern umfassenden Zugriff auf infizierte Geräte.
A1 und Microsoft senken Einstiegshürde für Copilot in österreichischen KMU 04. 02. 2026
Mit einem neuen „Microsoft 365 Copilot for Business“-Angebot wollen A1 und Microsoft kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich den Zugang zu KI-gestützten Arbeitswerkzeugen erleichtern. Das Paket kombiniert Copilot-Funktionen mit bestehenden Microsoft-365-Lizenzen und bringt je nach Modell deutliche Preisnachlässe für Bestands- und Neukunden.
Vertiv bringt neue PowerUPS-200-Serie für Arbeitsplätze und vernetzte Haushalte 03. 02. 2026
Mit der neuen PowerUPS-200-Familie bringt Vertiv kompakte USV-Systeme mit 600 bis 2200 VA in den EMEA-Markt. Die Serie richtet sich an vernetzte Haushalte ebenso wie an Arbeitsplätze und POS-Umgebungen – und kombiniert Stromausfallschutz mit Funktionen wie austauschbaren Batterien, USB-Ladeports und unterschiedlichen Anzeige­konzepten für den Systemstatus.
KI hält Einzug in Security-Teams – mit Folgen für Rollenbilder und Qualifikationen 03. 02. 2026
Eine internationale Befragung von Cybersecurity-Experten zeigt: In Deutschland wird Künstliche Intelligenz schneller eingeführt als im globalen Schnitt. Gleichzeitig steigt der Bedarf an neuen Kompetenzen – und an kontinuierlicher Weiterbildung.
EU-Projekt SECURE startet Förderung für KMU zur Umsetzung des Cyber Resilience Act 02. 02. 2026
Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) schafft die EU erstmals verbindliche Sicherheitsanforderungen für digitale Produkte über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Das EU-finanzierte Projekt SECURE unterstützt Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen ab sofort mit Fördermitteln und Begleitangeboten. Die erste Ausschreibung läuft bis Ende März 2026.
Digitale Barrierefreiheit als Qualitätsfaktor moderner IT-Lösungen 30. 01. 2026
Beim MP2 Business-Breakfast diskutierten Expert:innen aus Praxis, Verwaltung und Technologie über Chancen, Anforderungen und Umsetzung digitaler Barrierefreiheit. Im Fokus standen rechtliche Rahmenbedingungen ebenso wie User Experience, wirtschaftliche Potenziale und gesellschaftliche Verantwortung.
Pure Storage und Rubrik integrieren Anomalie-Erkennung in Enterprise-Workflows 30. 01. 2026
Pure Storage meldet die allgemeine Verfügbarkeit einer integrierten Lösung mit Rubrik Security Cloud und Pure Fusion. Die Kombination soll Anomalien automatisch erkennen, betroffene Daten kennzeichnen und eine nahezu unterbrechungsfreie Wiederherstellung ermöglichen.
NFON treibt Partnergeschäft für KI-gestützte Businesskommunikation voran 29. 01. 2026
Mit NEXUS CONNECT 2026 startet NFON in die nächste Phase seines Strategieprogramms NFON Next 2027. Über 250 Partner begleiten den Rollout eines modularen Lizenzmodells und des neuen Partnerprogramms NEXUS. Ziel ist es, KI-gestützte Businesskommunikation gemeinsam mit dem Channel skalierbar in den Markt zu bringen.
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McKinsey-Studie analysiert Europas Rolle in der globalen Tech-Branche

Wie Europa bis 2030 Hunderte Milliarden Dollar gewinnen könnte

Europas Anteil am globalen TMT-Markt ist in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch geschrumpft. Eine neue Studie von McKinsey & Company zeigt nun auf, wie die Region durch gezielte Maßnahmen bis zum Jahr 2030 rund 790 Milliarden US-Dollar an Wertschöpfung zurückgewinnen könnte. Im Zentrum stehen technologische Souveränität, Investitionen und strategische Partnerschaften.

Foto: McKinsey & Company Martin Wrulich, Managing Partner von McKinsey Österreich Nach Jahren der Stagnation und des schleichenden Bedeutungsverlusts am globalen Markt für Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT) rückt Europa wieder verstärkt in den Fokus wirtschaftlicher Zukunftsstrategien. Eine aktuelle Analyse von McKinsey & Company liefert fundierte Zahlen und Handlungsempfehlungen, um verlorenes Terrain gutzumachen. Die Studie prognostiziert ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von bis zu 790 Milliarden US-Dollar bis 2030 – vorausgesetzt, die Region investiert zielgerichtet, konsolidiert ihre Infrastrukturen und setzt auf technologische Souveränität.

Europas verlorene Marktanteile im globalen Vergleich 

Die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre zeigt einen klaren Trend: Während der weltweite TMT-Markt auf mittlerweile 34 Billionen US-Dollar angewachsen ist, ist Europas Anteil massiv geschrumpft – von ursprünglich 30 auf nur noch 7 Prozent. Als zentrale Ursachen identifiziert die McKinsey-Studie strukturelle Hindernisse wie fragmentierte Märkte, einen Mangel an Kapital und hohe regulatorische Anforderungen.

Die Autoren der Studie sehen jedoch auch Signale für einen möglichen Kurswechsel. Besonders geopolitische Spannungen und veränderte Anforderungen an Datenschutz und Lieferkettenresilienz schaffen neue Dynamiken, die Europa nutzen könnte.

Technologische Unabhängigkeit gewinnt an wirtschaftlicher Bedeutung

Ein zentraler Begriff in der Studie ist die technologische Souveränität. Sie wird zunehmend zur Voraussetzung für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Dabei geht es nicht nur um technologische Fähigkeiten, sondern auch um politische Unabhängigkeit in kritischen Infrastrukturbereichen.

„Europa war Vorreiter in Technologie, Medien und Telekommunikation und hat in den letzten 25 Jahren Marktanteil und Wertschöpfung an andere Regionen verloren. Die entgangene Wertschöpfung beträgt laut unseren Berechnungen 8 Billionen US-Dollar, als ersten Schritt könnten wir 790 Milliarden bis 2030 zurückgewinnen. Jetzt ist der Moment, den Abstand nicht nur aufzuholen, sondern in entscheidenden Technologiebereichen voranzugehen. Die Chancen sind da, doch es braucht Mut, Fokus und Geschwindigkeit“, sagt Martin Wrulich, Managing Partner von McKinsey Österreich.

Laut Studie sehen 85 Prozent der befragten Führungskräfte in Europa grundsätzlich die Chance, in den nächsten zehn Jahren eine Vorreiterrolle einzunehmen. Gleichzeitig glauben weniger als ein Viertel, dass Europa derzeit gut positioniert ist, um diese Chance tatsächlich zu nutzen.

Wachstumstreiber KI und neue Softwarelösungen

Besonders vielversprechend sei das Feld der Künstlichen Intelligenz (KI) und der nächsten Software-Generation. Hier könne allein durch gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie durch internationale strategische Zukäufe ein Wertschöpfungspotenzial von rund 310 Milliarden US-Dollar entstehen.

Die Studie hebt hervor, dass skalierbare, KI-gestützte Softwarelösungen maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen beitragen könnten – vorausgesetzt, es gelingt, diese technologisch und wirtschaftlich in marktreife Geschäftsmodelle zu überführen.

Cloud-Infrastrukturen als strategischer Hebel für Europa

Ein weiteres zentrales Feld ist die Cloud-Infrastruktur. Derzeit wird rund 70 Prozent des europäischen Cloud-Marktes von US-amerikanischen Anbietern dominiert. Die Studie sieht hier sowohl eine Abhängigkeit als auch eine strategische Schwäche.

Durch gezielte M&A-Aktivitäten und Investitionen in ein eigenständiges europäisches Cloud-Ökosystem könnten Unternehmen langfristig nicht nur Wertschöpfung im eigenen Markt halten, sondern auch neue Standards setzen. Für die kommenden Jahre prognostiziert McKinsey über 100 Übernahmen im Bereich Rechenzentren, insbesondere bei mittelgroßen Anbietern mit hohem Wachstumspotenzial.

Konnektivität, Medien und Konsumenten im Fokus

Die Bedeutung von Konnektivität – etwa im Rahmen des 5G-Ausbaus – wird sowohl im B2B- als auch im B2C-Markt hervorgehoben. Netzbetreiber könnten durch verbesserte Effizienz und strategische Partnerschaften ein Wachstum zwischen 4 und 6 Prozent erzielen.

Auch im Medien- und Onlinehandel sieht die Studie großes Potenzial, etwa durch personalisierte Inhalte und datengestützte Vertriebsstrategien. Entscheidend sei, so McKinsey, die Fähigkeit, Konsumentenaufmerksamkeit in wirtschaftlichen Erfolg zu überführen – mithilfe von Technologie, aber auch durch innovative Geschäftsmodelle.

Strategische Partnerschaften und Dienstleister als Erfolgsfaktor

Nicht zuletzt kommt den Tech-Dienstleistern eine wichtige Rolle zu. Diese positionieren sich laut McKinsey zunehmend als strategische Enabler innerhalb des digitalen Ökosystems.

Wachstumspotenziale bestehen insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Software- und Cloud-Anbietern, die Spezialisierung auf einzelne Branchen und die Entwicklung integrierter, kundenorientierter Lösungen.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

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