Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Yves Zischek wird Managing Director von Digital Realty Österreich 14. 04. 2026
Der Rechenzentrumsbetreiber Digital Realty stellt seine Führung in Österreich neu auf: Mit Yves Zischek übernimmt ein erfahrener Manager aus der Telekommunikations- und IT-Branche die Leitung des Marktes. Neben Österreich verantwortet er auch die Schweiz und soll den Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur sowie neue Kapazitäten im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung vorantreiben.
Marius Dunker kehrt als RVP Enterprise Sales DACH zurück 14. 04. 2026
Der IT-Management-Anbieter Flexera baut seine Führung in der DACH-Region aus: Marius Dunker kehrt als Regional Vice President Enterprise Sales zurück und soll insbesondere den Mehrwert von Technologieinvestitionen über Cloud, SaaS, KI und On-Premises hinweg stärken.
KI hat das herkömmliche IT-Sicherheitsmodell zunichtegemacht 13. 04. 2026
Künstliche Intelligenz verändert die Grundlagen der IT-Sicherheit grundlegend: In seinem Gastbeitrag erläutert Benny Lakunishok, CEO von Zero Networks, warum das bisherige Sicherheitsparadigma „assume a breach“ durch aktuelle Entwicklungen rund um Anthropic und Initiativen wie Project Glasswing zur Realität geworden ist. Ereignisse wie „Anthropic Mythos“ zeigen, dass Sicherheitsvorfälle nicht mehr hypothetisch gedacht werden, sondern als Ausgangspunkt gelten müssen – mit weitreichenden Konsequenzen für Strategien in der IT-Security.
Wie KI zum Schwungrad für Unternehmen wird 13. 04. 2026
SAP Business AI entwickelt sich zunehmend zum zentralen Treiber der digitalen Transformation. Durch die enge Verzahnung von Daten, Prozessen und KI entstehen intelligente Systeme, die Entscheidungen beschleunigen, Effizienz steigern und Unternehmen nachhaltig wettbewerbsfähiger machen.
Zscaler warnt vor Malware-Kampagnen nach Leak von Claude Code 09. 04. 2026
Nach der versehentlichen Veröffentlichung des Quellcodes von Claude Code analysiert Zscaler zunehmende Bedrohungsaktivitäten. Cyberkriminelle nutzen das öffentliche Interesse gezielt zur Verbreitung von Schadsoftware.
NetApp und Nutanix kooperieren bei Cloud-Plattform 08. 04. 2026
NetApp und Nutanix haben eine strategische Allianz angekündigt, die auf die Integration von Dateninfrastruktur und Hybrid-Multicloud-Plattform abzielt. Die Zusammenarbeit soll Unternehmen neue Optionen für die Modernisierung virtualisierter Umgebungen bieten und den Betrieb über verschiedene IT-Umgebungen hinweg vereinfachen.
Weniger Papier, mehr Effizienz: Digitale Signaturen zeigen messbare Wirkung 03. 04. 2026
Die aktuelle ÖkoStats-Auswertung von A-Trust zeigt: Die Nutzung qualifizierter elektronischer Signaturen steigt weiter – mit klar messbaren Effekten auf Ressourcenverbrauch und Effizienz.
Axios Supply-Chain-Attacke untergräbt Vertrauen in npm: Weit verbreitete Software im Fadenkreuz von Cyberkriminellen 02. 04. 2026
Die mutmaßliche Kompromittierung des weit verbreiteten HTTP-Clients Axios wirft ein Schlaglicht auf strukturelle Schwächen moderner Software-Lieferketten. Ein Kommentar von Ismael Valenzuela ordnet die Risiken für Unternehmen ein.
Michael Schmitz übernimmt Leitung von SAP Concur in der MEE-Region 01. 04. 2026
SAP bündelt das Concur-Geschäft in Mittel- und Osteuropa neu. Michael Schmitz verantwortet ab sofort die Region und soll die Vertriebsstruktur weiterentwickeln.
Michael Weinzierl übernimmt Geschäftsführung von Arrow ECS Österreich 01. 04. 2026
Der Technologieanbieter Arrow ordnet seine Führungsstruktur in der DACH-Region neu. Mit Michael Weinzierl übernimmt ein langjähriger Manager die Geschäftsleitung in Österreich, während die regionale Verantwortung gebündelt wird.
Cyberangriff auf EU-Kommission rückt Hackergruppe ShinyHunters in den Fokus 31. 03. 2026
Nach dem Angriff auf die Cloud-Infrastruktur der EU-Kommission analysiert ESET die mutmaßlichen Täter. Im Mittelpunkt steht die Gruppe ShinyHunters, deren Vorgehensweise auf bekannte Muster bei groß angelegten Datenlecks hinweist.
Adastra baut Wien-Standort aus und holt Go-to-Market-Lead 31. 03. 2026
Das kanadisch-tschechische IT-Beratungsunternehmen Adastra stärkt seine Präsenz in Wien und treibt die Expansion in Richtung Westeuropa voran. Mit Mario Klima übernimmt ein erfahrener Branchenkenner die Rolle des Go-to-Market-Lead für Österreich.
Insight ernennt Jack Azagury zum CEO 30. 03. 2026
Insight Enterprises bestellt mit Jack Azagury einen neuen President und CEO. Der frühere Accenture-Manager soll die Transformation des Unternehmens hin zu einem „AI-first“-Lösungsintegrator vorantreiben.
Check Point stellt Referenzarchitektur für KI-Rechenzentren vor 30. 03. 2026
Check Point hat mit dem „AI Factory Security Blueprint“ eine Referenzarchitektur zur Absicherung von KI-Infrastrukturen veröffentlicht. Der Ansatz deckt alle Ebenen von Hardware bis Anwendung ab und adressiert spezifische Bedrohungen moderner KI-Umgebungen.
Arctic Wolf und Wiz integrieren Cloud Detection und Response 27. 03. 2026
Arctic Wolf und Wiz (nun Teil von Google Cloud) haben eine Partnerschaft zur Integration ihrer Plattformen angekündigt. Ziel ist es, Cloud-Bedrohungen schneller zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Lösung kombiniert Cloud-Transparenz und Risikobewertung mit Security Operations und ist ab sofort verfügbar.
NetApp und Commvault bündeln Technologien für integrierte Cyber-Resilienz 27. 03. 2026
NetApp und Commvault haben eine strategische Partnerschaft angekündigt. Ziel ist eine gemeinsame Plattform für Datenschutz, Cyber-Resilienz und schnelle Wiederherstellung über hybride Infrastrukturen hinweg.
MariaDB integriert GridGain und positioniert sich für agentische KI-Systeme 26. 03. 2026
Mit der Übernahme von GridGain Systems erweitert MariaDB seine Datenplattform um In-Memory-Technologie und reagiert damit auf steigende Anforderungen durch autonome KI-Agenten. Ziel ist eine einheitliche Architektur für Transaktionen, Analytik und KI-Workloads.
Vertiv übernimmt ThermoKey und stärkt Kühltechnologien für KI-Rechenzentren 26. 03. 2026
Vertiv plant die Übernahme des italienischen Wärmetechnik-Spezialisten ThermoKey. Ziel ist der Ausbau des Portfolios für thermisches Management in Rechenzentren und KI-Infrastrukturen.
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NTT Security

Den Tätern auf der Spur

Gastbeitrag: Soforthilfe bei Sicherheitsvorfällen: Über IT-Forensik berichtet Sebastian Fuchs

Foto: Shutterstock Aus einem Cyber-Angriff lernen – so lässt sich die Aufgabe der IT-Forensik zusammenfassen Gelingt es Angreifern, in die IT-Systeme eines Unternehmens einzudringen und Daten zu stehlen, ist ein Sicherheitsvorfall, ein sogenannter Incident, eingetreten. Das gleiche gilt, wenn eigene Mitarbeiter Daten entwenden. Dann sind IT-Forensik-Experten gefragt, um die Auswirkungen zu ermitteln, die Systeme bei Bedarf wieder herzustellen und Maßnahmen zur Abwehr weiterer Angriffe zu treffen.

Ein Großteil deutscher Unternehmen aller Größen wurde in den letzten Jahren mindestens einmal Opfer eines Hackerangriffs. Das zeigt sich auch an der steigenden Zahl und der höheren Intensität von Cyber-Attacken. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens haben die Angreifer ihre Methoden und Verfahren immer weiter verfeinert und zweitens ist durch die zunehmende Digitalisierung die Komplexität der IT-Landschaften dramatisch angestiegen; damit haben sich auch die möglichen Angriffsflächen vervielfacht. Die Auswirkungen sind gravierend. Experten gehen davon aus, dass rund die Hälfte der erfolgreichen Angriffe zu Produktions- oder Betriebsausfällen führten.

In einigen Fällen werden Incidents sofort bemerkt; in anderen Fällen können mehrere Monate vergehen, bis Unternehmen einen Sicherheitsvorfall entdecken. Aufgrund fehlender Ressourcen dauert es im Mittelstand oft besonders lang. In dieser Zeit befindet sich der Angreifer im Netzwerk und kann weitere Systeme kompromittieren oder Firmengeheimnisse stehlen – und das kann im schlimmsten Fall die Existenz kosten. Dabei muss der Täter nicht unbedingt von außen kommen, es können auch unzufriedene Mitarbeiter sein oder solche, die das Unternehmen bereits verlassen haben, die Daten entwenden. Nach Bekanntwerden eines Incidents sind IT-Forensik-Services gefragt, wie sie etwa NTT Security anbietet, um den Schaden zu identifizieren und die Ursachen zu beseitigen.

Die Stunde der IT-Forensik.

 Aus einem Cyber-Angriff für die Verteidigung lernen – so lässt sich die Aufgabe der IT-Forensik mit wenigen Worten beschreiben. Dabei gibt es deutliche Analogien mit anderen Untergebieten der Forensik, etwa der Rechtsmedizin oder der forensischen Genetik. Die Gemeinsamkeit: Es geht immer um Methoden und Verfahren, um illegale Handlungen systematisch zu untersuchen. Das gilt auch für Computer- und Cyber-Kriminalität jeder Art, egal, ob Identitätsdiebstahl und -missbrauch von Bank- und Kreditkartendaten, Industriespionage, Datenklau durch Hacker und eigene Mitarbeiter oder Lösegelderpressung (Ransomware).

Forensische Analysen liefern Antworten auf die Kernfragen: Was ist passiert? Um welchen Datensicherheitsvorfall handelt es sich? Wie ist es geschehen? Wohin sind Daten abgeflossen? Lässt sich ein Täter ermitteln? Relevant ist dies etwa im Hinblick auf die Strafverfolgung. Und nicht zuletzt: Wie lässt sich eine Wiederholung vermeiden?

Bedeutsam sind beispielsweise Protokoll- und Netzwerkkonfigurationsdaten, aber auch Session-Daten. Relevant sind ferner Aufzeichnungen von Netzwerk- und Systemmanagement-Tools. Anhand einer intensiven Auswertung all dieser Daten können IT-Forensiker beispielsweise die Ausbreitung und die Wege von eingeschleuster Malware verfolgen und Antworten auf die zentralen W-Fragen liefern: Was ist geschehen? Wie ist es passiert? Wohin sind Daten abgeflossen? Wer ist dafür verantwortlich?

Sofortmaßnahmen und Präventionsberatung.

 Den Abschluss der forensischen Analyse eines Sicherheitsvorfalls bilden Sofortmaßnahmen und eine Präventionsberatung. Dazu gehört etwa die Durchführung einer Bestandsaufnahme und einer Risikoanalyse durch erfahrene Experten für Informationssicherheit und Risikomanagement. Dem sollte eine eingehende, und in besonders sensiblen Unternehmensbereichen auch wiederkehrende Mitarbeiterschulung zur Stärkung des Sicherheitsbewusstseins folgen. Darüber hinaus sollten Unternehmen ein ganzheitliches Konzept für Cyber-Defense einführen, das Prävention, Erkennung, Abwehr sowie die schnelle und richtige Reaktion auf Angriffe jeder Art umfasst.

Der Autor Sebastian Fuchs ist IT Security Consultant bei NTT Security.

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