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DSAG-Investitionsreport 2019

Digitalisierungsskepsis steigt

Österreich: Zahl abgeschlossener S/4HANA-Projekte bleibt überschaubar, Big Data gewinnt an Bedeutung.

Foto: DSAG Walter Schinnerer, DSAG Österreich: „Hinsichtlich Auswirkungen und Kos-ten z. B. einer S/4HANA-Einführung ist noch einiges unklar“ Big Data, IoT und KI/Machine Learning sind die Top 3 Digitalisierungsthemen der österreichischen Mitglieder der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG). In diesen Bereichen haben heimische SAP-Anwender Projekte geplant oder bereits begonnen. Das hat der DSAG-Investitionsreport 2019 ergeben. Bei den Digitalisierungsbestrebungen in ihren Unternehmen sind Österreicher skeptischer als vor einem Jahr. Die Business Suite auf S/4HANA umzustellen, ist bei einer Vielzahl der befragten Unternehmen geplant. Allerdings ist die Quote der abgeschlossenen Projekte noch überschaubar.

Bei der Hälfte der österreichischen Befragten steigt das IT-Budget um rund 10 Prozent. Hier herrscht eine leicht rückläufige Tendenz zum Vorjahr. „Das steigende Budget überrascht nicht. Die Unternehmen stehen weiterhin vor den Herausforderungen der Digitalisierung, die es auch IT-seitig zu meistern gilt“, ordnet Walter Schinnerer, DSAG-Vorstand Österreich, ein.

In 61 Prozent der heimischen Unternehmen stehen Projekte im Bereich Big Data und in 43 Prozent im Bereich IoT auf der To-do-Liste bzw. sind bereits angestoßen. Ebenso viele kümmern sich um KI/Machine Learning. An vierter Stelle steht Robotic Process Automation. Lediglich 11 Prozent der Befragten plant keine Projekte zu diesen Trend-Themen.

Ernüchterung in Sachen Digitalisierung.

 Trotz zahlreicher geplanter Projekte sind die österreichischen Unternehmen skeptischer geworden, was die Einschätzung ihrer Situation betrifft, wie weit fortgeschritten sie bei der digitalen Transformation sind. Aktuell bewertet nur noch ein Drittel den Status mit „weit/sehr weit“. Das ist verglichen mit dem Vorjahr in Österreich ein Rückgang um mehr als die Hälfte. Eine Erklärung kann laut Schinnerer sein, dass Unternehmen heute eine realistischere Einschätzung abgeben können, welche Projekte sie in diesem Zusammenhang zu stemmen haben und wie komplex diese sind.

Auch dieses Mal wurden die Mitglieder zur Umstellung der Business Suite auf S/4HANA befragt. An den Zahlen lässt sich ablesen, dass die Unternehmen weitreichende Pläne in dieser Hinsicht haben – allerdings haben erst etwa 4 Prozent S/4HANA im Einsatz. In Österreich wollen etwa 7 Prozent noch in diesem Jahr umstellen. Die Zahl der Unternehmen, die in den kommenden drei Jahren umstellen wollen, ist ebenfalls leicht gesunken.

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