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Huawei / Liwest

5G-Gesundheitsroboter für Seniorenzentrum

Der Linzer Telco-Anbieter Liwest und Huawei präsentierten das erste 5G-Stand-Alone-Netwerk Österreichs.

Foto: Linz AG/fotokerschi Der Gesundheits-Roboter tritt ab sofort seinen Dienst im Seniorenzentrum Spallerhof an Doppelte Premiere in Linz: Huawei und die Linz AG mit ihrer Tochter Liwest haben das erste 5G-Stand-Alone-Netzwerk in Österreich und das erste kommerziell einsetzbare 5G-Kernnetzwerk in Europa vorgestellt. Als erster Use Case des gemeinsamen Projekts wurde ein Gesundheitsroboter präsentiert, der dieser Tage im Seniorenheim der Stadt Linz seinen Dienst antreten wird.

Er ist 1,18 Meter groß, 20 Kilogramm leicht und zugleich der neueste Mitarbeiter im Seniorenzentrum Spallerhof in Linz. Der Roboter kann nicht nur die Besucher im Foyer begrüßen, sondern auch ihre Körpertemperatur messen und höflich auf die bestehende Maskenpflicht hinweisen, falls ein Besucher vergessen hat, beim Eintreten die Maske aufzusetzen.

Oberösterreich als Technologie-Vorreiter

Der Einsatz des Gesundheits-Roboters ist dem 5G-Stand-Alone-Netzwerk zu verdanken. Huawei hat dieses innerhalb von zwei Monaten mit digitaler Ferninstallation aufgebaut. Stand Alone bedeutet, dass das Netzwerk gänzlich ohne Vorgänger-Technologien wie LTE oder 3G aufgebaut wurde. Es handelt sich um das erste Projekt dieser Art in Österreich. Gleichzeitig ist es auch das erste kommerziell einsetzbare 5G-Kernnetzwerk in Europa.

Gerade die Zeit des Lockdowns hat den enormen Bedarf an leistungsstarken und zuverlässigen Netzwerken verdeutlicht. Durch den Auf- und Ausbau des 5G-Netzes soll nicht nur die Bandbreite, sondern auch die Ausfallsicherheit und die Reaktionszeit der mobilen Datenverbindungen drastisch erhöht. „Die letzten Wochen haben nicht zuletzt durch die vielen geleisteten Home-Office- und Home-School-Stunden gezeigt, welchen Stellenwert die Digitalisierung schon heute hat und wie wichtig eine optimale Daten-Verfügbarkeit ist“, betonte Linz AG-Generaldirektor Erich Haider.

5G ist hundertmal schneller als ein Wimpernschlag

Stefan Gintenreiter, Geschäftsführer von Liwest, unterstrich, dass man erst am Anfang einer ganzen Reihe von Innovationen stehe: „In der 5. Mobilfunkgeneration werden völlig neue Anwendungen am Markt etabliert werden, die die Vorzüge des 5G-Netzes zur Geltung bringen: sehr kurze Latenzzeiten, hohe Datenraten, eine Vielzahl an vernetzten Geräten und zusätzliche Sicherheitseinrichtungen.“

Wie kurz die Latenzzeiten sind, beschrieb Linz AG Telekom-Bereichsleiter Markus Past in einem Beispiel: „Während der Wimpernschlag eines Menschen durchschnittlich 100 Millisekunden dauert, beträgt die Reaktionszeit von 5G lediglich eine Millisekunde.“

Zukunft im Pflegebereich

Der Gesundheits-Roboter ist mit mehreren Mikrofonen und (Infrarot-)Kameras, „Follow-me“-Funktion, Touchscreen, Sprachaufzeichnung und Sprachwiedergabe ausgestattet und hat das Potenzial, künftig noch wesentlich mehr Aufgaben zu übernehmen.

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