Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
KMU wollen KI – aber sie brauchen Partner, die sie greifbar machen 09. 03. 2026
Künstliche Intelligenz ist längst auch im Mittelstand angekommen – doch zwischen Interesse und konkreter Umsetzung liegt oft noch ein weiter Weg. Im Interview spricht Naemi Benz, Partner Ecosystem Leader DACH bei IBM, darüber, warum KMU praxisnahe Partner brauchen, wie KI-Projekte erfolgreich gestartet werden können und welche Rolle Vertrauen und Verständlichkeit dabei spielen.
Ein Molekül mit Halb-Möbius-Topologie: Quantencomputer helfen bei der Analyse einer neuen elektronischen Struktur 09. 03. 2026
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von IBM sowie mehreren europäischen Universitäten hat ein bislang unbekanntes Molekül erzeugt und untersucht. Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Science, beschreibt erstmals die experimentelle Beobachtung einer elektronischen Halb-Möbius-Topologie in einem einzelnen Molekül. Quantencomputing spielte dabei eine zentrale Rolle bei der Analyse der elektronischen Struktur.
FC Bayern setzt mit RISE with SAP auf strategische Cloud-Offensive 09. 03. 2026
SAP und der FC Bayern intensivieren ihre langjährige Technologie-Partnerschaft: Der Rekordmeister hat seine zentrale IT‑Landschaft vollständig in die Cloud überführt mit RISE with SAP als strategischem Fundament für die digitale Zukunft des Clubs. Mit der neuen Cloud-Umgebung sichert sich der FC Bayern bedarfsgerechte Skalierbarkeit für hohe Auslastung an Spieltagen, einheitliche Sicherheitsstandards, vereinfachte IT‑Betriebsprozesse und ein klar planbares Kostenmodell.
All for One übernimmt SAP-Procurement-Spezialisten apsolut 06. 03. 2026
Die All for One Group SE hat Anfang März 2026 sämtliche Anteile an der apsolut Group übernommen. Mit dem Erwerb des auf SAP Procurement spezialisierten Beratungsunternehmens baut der IT- und Consultinganbieter seine internationale Lieferfähigkeit aus und stärkt seine Position im SAP-Ökosystem.
CrowdStrike und Schwarz Digits bringen Cybersecurity-Plattform in die STACKIT-Cloud 05. 03. 2026
CrowdStrike und Schwarz Digits haben eine langfristige strategische Partnerschaft angekündigt. Die CrowdStrike Falcon-Plattform wird künftig über die souveräne Cloud-Infrastruktur STACKIT bereitgestellt und soll europäischen Unternehmen sowie öffentlichen Institutionen Cyberschutz bei gleichzeitiger Wahrung der Datenhoheit ermöglichen.
Tieto und osapiens kooperieren bei Digitalisierung und Compliance 04. 03. 2026
Der IT-Dienstleister Tieto und der Softwareanbieter osapiens haben eine Partnerschaft geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Unternehmen bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie bei der digitalen Transformation zu unterstützen.
Rainer Steinlesberger übernimmt Geschäftsführung von Zühlke Österreich 04. 03. 2026
Der Technologieberater und -entwickler Zühlke hat Rainer Steinlesberger zum CEO von Zühlke Österreich ernannt. Der 45-jährige Manager, der seit rund 20 Jahren in internationalen Technologieunternehmen in Management- und C-Level-Funktionen tätig ist, hat die Position mit 1. März übernommen.
tokeneurope.ai startet als europäische LLM-Plattform 03. 03. 2026
Mit tokeneurope.ai nehmen FiveSquare und eww ITandTEL eine europäische „LLM as a Service“-Plattform in Betrieb. Ziel ist es, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen den Einsatz moderner Large Language Models auf vollständig europäischer Infrastruktur zu ermöglichen – mit Rechenzentrumsstandorten in Österreich und klarem Fokus auf Datensouveränität.
Deutsche Telekom erweitert KI-Ökosystem mit ServiceNow 02. 03. 2026
Vier Wochen nach dem Start ihrer Industrial AI Cloud erweitert die Deutsche Telekom ihr KI-Ökosystem. T-Systems agiert künftig als „Sovereign Partner Cloud Provider“ für ServiceNow in Deutschland. Im Fokus stehen industrielle KI, Datensouveränität und regulierte Branchen.
CPN startet in Österreich 02. 03. 2026
Das deutsche IT-Netzwerk CPN weitet seine Aktivitäten auf Österreich aus. Systemhäuser, IT-Fachhändler und Dienstleister erhalten damit Zugang zu bestehenden Rahmenverträgen, Services und Community-Formaten. Vor Ort übernimmt Ulli Koch die Betreuung der Partner.
Tieto zeigt Einsatz von KI-Agenten auf der Microsoft AI Tour 2026 27. 02. 2026
Auf der Microsoft AI Tour 2026 in München präsentierte Tieto Konzepte zur Integration agentischer KI in Geschäftsprozesse. Im Fokus standen Effizienzsteigerung, Automatisierung und praxisnahe Anwendungsfälle, unter anderem im Energiesektor.
KI beschleunigt Ausnutzung von Schwachstellen 27. 02. 2026
Der aktuelle Threat Intelligence Index von IBM zeigt eine deutliche Zunahme KI-gestützter Angriffe. 2025 wurde die Ausnutzung von Schwachstellen weltweit zur häufigsten Ursache für Sicherheitsvorfälle. Europa war Ziel von 25 Prozent der untersuchten Attacken, besonders betroffen waren Finanz- und Versicherungsunternehmen.
Vertiv industrialisiert KI-Bereitstellung mit digital orchestrierter Infrastruktur und kooperiert für bessere Skalierbarkeit mit Hut 8 27. 02. 2026
Vertiv industrialisiert die Bereitstellung von KI-Rechenzentren mit der digital orchestrierten Infrastruktur Vertiv OneCore. Eine Digital-Twin-Plattform soll die Umsetzung beschleunigen. Hut 8 integriert die Architektur in ausgewählte Projekte.
Arctic Wolf übernimmt Sevco Security 27. 02. 2026
Mit der Übernahme des Exposure-Assessment-Spezialisten Sevco Security erweitert Arctic Wolf seine Aurora-Plattform um Funktionen für Asset Intelligence und Exposure Assessment. Ziel ist es, Unternehmen eine kontinuierliche Identifikation und Priorisierung von Risiken in hybriden Umgebungen zu ermöglichen.
Forescout und Netskope kooperieren bei Zero-Trust-Sicherheit 27. 02. 2026
Forescout und Netskope integrieren ihre Technologien, um Zero-Trust-Sicherheit für verwaltete und nicht verwaltete IT-, OT-, IoT- und IoMT-Geräte bereitzustellen. Die Lösung adressiert Nord-Süd- und Ost-West-Datenverkehr gleichermaßen.
KI wächst schneller als IT-Security 25. 02. 2026
Unternehmen, die künstliche Intelligenz früh und tief in ihre Geschäftsmodelle integrieren, stehen laut einer aktuellen Untersuchung vor besonderen sicherheitstechnischen Herausforderungen. Längere Wiederherstellungszeiten nach Cybervorfällen, höhere Schäden und neue Kostenfaktoren zeigen, dass Sicherheitsarchitekturen vielerorts nicht mit dem Tempo der KI-Adaption Schritt halten.
Arctic Wolf erweitert Aurora-Plattform um Managed Endpoint Defense für MSPs 24. 02. 2026
Mit Aurora Managed Endpoint Defense for MSPs stellt Arctic Wolf neue Funktionen für Managed Service Provider vor. Die Erweiterungen zielen darauf ab, Abläufe zu vereinfachen, skalierbare Sicherheitsservices bereitzustellen und Endkunden einen umfassenden Schutz auf Enterprise-Niveau zu ermöglichen.
Erstmals nutzt Android-Schadsoftware generative KI im laufenden Betrieb 23. 02. 2026
Forscher von ESET haben eine neue Android-Malware entdeckt, die Googles KI-Modell Gemini einsetzt, um sich selbst vor dem Schließen zu schützen und dauerhaft aktiv zu bleiben. Die Technik ermöglicht nahezu vollständige Kontrolle über infizierte Smartphones.
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insideAx

Blockchain in der Fertigung

Gastbeitrag: Wie sich die Blockchain in der Fertigung einsetzen lässt, welchen Nutzen die neue Technologie bringt und wie Smart Contracts zukünftig das Business revolutionieren könnten, erläutert Digitalisierungsexperte Markus Nöbauer von insideAx.

Foto: insideAx Der Autor Markus Nöbauer ist F&E-Verantwortlicher für Forschungsprojekte im Kontext von Business Software bei insideAx Blockchain wird als einer der wichtigsten zukünftigen Schlüsseltechnologien gehandelt. Gartner sieht darin ein beachtliches Potenzial für die gesamte Wirtschaft . Mit Blockchain lassen sich beliebige Daten aus dem Unternehmen dezentral und manipulationssicher speichern sowie unterschiedlichen Stakeholdern – wie Management, Kunden und Lieferanten – zur Verfügung stellen. Die zentralen Vorteile der Blockchain sind die praktische Unveränderbarkeit der Daten, die Automatisierbarkeit mittels Smart Contracts und damit das Vertrauen der Nutzer in die Informationen und Prozesse.

Digitale Prozesse als Voraussetzung

Foto: insideAx Informationsfluss im Unternehmen Grundlage für den Einsatz von Blockchain ist eine hohe Datenqualität und Korrektheit. Die Informationen müssen naturgemäß digital verfügbar sein und etwa direkt an der Maschine per Sensoren und IoT-Anbindung oder per App am Tablet vom Produktionsmitarbeiter erfasst werden. Der Nutzen ist vielfältig: Anhand der Auswertung von Betriebsdaten lassen sich z.B. die Auftragsfertigung und die Qualitätssicherung optimieren sowie die Arbeitsabläufe für die Mitarbeiter vereinfachen. Wenn die gewonnenen Daten in die Blockchain geschrieben werden, können sie auch Kunden zur Verfügung gestellt werden – etwa Kennzahlen zu Qualität und Quantität. Damit kann der Kunde die Einhaltung seiner Qualitätskriterien bereits ab der Produktion nachvollziehen und dokumentieren.

Einfachere, transparente Prozesse

Foto: insideAx Selektion und Verschlüsselung der Daten für die Blockchain Grundlegend für den Einsatz der Blockchain in der Produktion ist zunächst die Selektion, Bereinigung, Kategorisierung und Validierung der Daten sowie die Definition von relevanten Kennzahlen für die Zielgruppen. Die digitale Erfassung kann beispielsweise über eine App erfolgen, die den Produktionsauftrag komplett abbildet und auf Tablets zum Einsatz kommt. Oder mittels IoT-fähigen Sensoren direkt von Lager und Maschinen automatisch abgegriffen werden. Weitere Datenquellen sind z.B. das ERP- und PPS-System sowie die Qualitätssicherung. Nach dem Zusammenführen und Selektieren der erfassten Daten können diese vielschichtig genutzt werden. Mit dem System sind alle Produktionsabläufe klar dokumentiert und nachvollziehbar, etwa als Live Dashboard, Report oder Auswertung. Dank der Analyse der Betriebsdaten lassen sich Prozesse optimieren und unnötiger Ausschuss und Arbeitsaufwand einsparen, aber auch Stillstandzeiten optimieren. Auch bei der planmäßigen Wartung hilft das System, weil es eine genauere Übersicht über Fertigung und Maschinen ermöglicht. Zusätzlich lassen sich die Prozesse verbessern und rasch Entscheidungen ableiten. Auch für den Kunden wird der gesamte Fertigungsauftrag transparenter.

Neue Anwendungen

Foto: insideAx Smart Contracts Ein Smart Contract ist Programmlogik auf Blockchain-Basis, mit der sich der Lebenszyklus von Produktionsaufträgen abbilden lässt. Damit lassen sich der gesamte Zahlungsverkehr über die Blockchain in Form von Kryptowährungen wie Ethereum abbilden. In der Buchhaltung werden die Kryptowährungen wie eine Fremdwährung geführt und fügen sich nahtlos in die bestehenden Prozesse ein. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, wie Product-as-a-Service. Dabei ändert sich die Rolle des Unternehmens vom Produzenten zum Dienstleister. PaaS nutzt als Datenquelle typischerweise IoT-Lösungen, die es bereits von vielen Herstellern als Standardlösung gibt. Rohdaten, die zum Beispiel über Sensoren erfasst werden, können damit für die Verwendung im PaaS-Modell vorbereitet und in der Blockchain gespeichert werden. Smart Contracts lassen sich zur Automatisierung der darauf aufbauenden Prozesse verwenden. Beispiele für solche Anwendungen sind die Abrechnung einer produzierten Menge in bestimmter Qualität, aber auch die Verrechnung von Mietautos nach gefahrenen Kilometern.

Die Blockchain ermöglicht darüber hinaus, Tokens zu generieren, um einen Zugang zu einer Leistung in bestimmter Qualität zu einer bestimmten Zeit zu ermöglichen. Oder Kunden gewisse Ressourcen zur Nutzung zu verkaufen und damit Dienstleister zu werden.

Großes Potenzial

Mit der Blockchain erschließt sich ein enormes Nutzenpotenzial, denn sie stellt ein großes Vertrauen in die Daten sicher, weil diese dank der dezentralen Verschlüsselungstechnologie unveränderbar und nicht löschbar sind. Anwendungen wie Smart Contracts als „programmiertes Geld“, die Verträge zwischen Produzent und Kunden automatisiert abwickeln, könnten zukünftig selbstverständlich werden, um eine gewisse Qualität von Produkten und Leistungen sicherzustellen. Ein großes Potenzial bietet die Technologie insbesondere für regelmäßige Bestellungen und Geschäfte, wie Carsharing. Derzeit sind Blockchain-Anwendungen wie Kryptowährungen zwar noch nicht weit verbreitet. Zu erwarten ist aber eine ähnliche Entwicklung wie bei der Cloud, die ebenfalls in relativ kurzer Zeit selbstverständlich geworden ist.

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