Alle 14 Tage aktuelle News aus der IT-Szene   >   
Neue Gütesiegel sollen Vertrauen in europäische Software stärken 09. 12. 2025
Auf dem DIGITAL SME Summit in Brüssel wurden die neuen Siegel „Software Made in Europe“ und „Software Hosted in Europe“ vorgestellt. Sie sollen Softwarehersteller auszeichnen, die strikte europäische Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und Qualität erfüllen.
Proofpoint schließt Übernahme von Hornetsecurity ab und stärkt Channel-Fokus in Europa 09. 12. 2025
Proofpoint hat den Kauf des paneuropäischen Microsoft-365-Security-Spezialisten Hornetsecurity offiziell abgeschlossen. Mit der Akquisition im Wert von 1,8 Milliarden US-Dollar verfolgt das Unternehmen eine Strategie, die den Schutz von Mitarbeitenden, Daten und KI-gestützten Assistenzsystemen ausweiten und zugleich die Position im MSP-Channel stärken soll.
Veeam und HPE präsentieren neue Integrationen für Datensicherheit in Hybrid-Cloud-Umgebungen 08. 12. 2025
Veeam und HPE haben auf ihrer Partnerschaft aus dem Frühjahr 2025 aufgebaut und neue integrierte Lösungen vorgestellt, die Unternehmen eine vereinfachte und widerstandsfähigere Datensicherung ermöglichen sollen. Die Ankündigungen betreffen Virtualisierungs-, Container- und Private-Cloud-Umgebungen ebenso wie Speicherinfrastrukturen und neue gemeinsame Beratungsangebote.
Österreichs Mittelstand beschleunigt Digitalisierung: Zwei von drei Unternehmen nutzen bereits KI 05. 12. 2025
Die neue Digitalisierungsstudie 2025 von Drei und marketmind bestätigt einen markanten Technologieschub im österreichischen Mittelstand. KI, Cloud und IoT gewinnen rasant an Bedeutung – zugleich bestehen Lücken bei Strategien, Cyber-Security und Rahmenbedingungen.
Proton Sheets: End-to-End-verschlüsselte Tabellen für Unternehmen 04. 12. 2025
Proton integriert mit „Proton Sheets“ erstmals ein Tabellenkalkulationswerkzeug in seine Cloud-Lösung Proton Drive. Der Dienst soll Organisationen eine kollaborative Alternative zu gängigen Big-Tech-Tools bieten – mit vollständiger End-to-End-Verschlüsselung und Datenhaltung nach Schweizer Datenschutzrecht.
CONVOTIS und ONTEC AI bündeln Kräfte für datenschutzkonforme und integrierte KI-Anwendungen 04. 12. 2025
Mit einer strategischen Allianz wollen CONVOTIS und ONTEC AI Unternehmen den Zugang zu anpassbaren, datenschutzkonformen KI-Systemen erleichtern. Die Kooperation verbindet eine API-first-Plattform für Wissens- und Datenmanagement mit langjähriger Integrations- und Beratungserfahrung – mit Fokus auf europäische Datenhoheit und praxisnahe Einbettung in bestehende Geschäftsprozesse.
Zukunftstechnologie zwischen Hype und Realität am BE-terna Digital Summit 2025 03. 12. 2025
Mehr als 100 Teilnehmende diskutierten beim neuen Digital Summit von BE-terna in München über die tatsächliche Relevanz aktueller Technologietrends. Im Mittelpunkt standen die Frage nach der realen Wirkung von KI, das Spannungsfeld zwischen Hype und Umsetzung sowie konkrete Einsatzszenarien für Agentic AI.
Tieto erhält Microsoft „Partner of the Year Visionary Award 2025“ für Innovationsprojekt mit EVN 03. 12. 2025
Bei der Microsoft Partner Award-Gala im Wiener Palais Ferstel wurde Tieto für ein datenbasiertes Transformationsprojekt mit dem Energieversorger EVN geehrt. Der „Visionary Award 2025“ in der Kategorie „Innovation“ würdigt ein unternehmensweites Data-Lakehouse, das die Grundlage für moderne Energie- und Reportingprozesse schaffen soll.
Ricoh präsentiert neue nachhaltige A3 MFP-Serie zur Unterstützung der Circular Economy 02. 12. 2025
Mit der IM-Cxx01CE-Serie präsentiert Ricoh drei neue A3-Farb-Multifunktionsgeräte, die im Sinne der Circular Economy entwickelt wurden. Die Modelle IM C2501CE, IM C3501CE und IM C5501CE kombinieren einen deutlich reduzierten CO₂-Fußabdruck, hohe Energieeffizienz und moderne Sicherheitsfunktionen.
Wie Inflation das Einkaufsverhalten verändert – und warum Generationen unterschiedlich reagieren 02. 12. 2025
Eine aktuelle, repräsentative Studie von Shopfully und marketagent beleuchtet, wie stark die Inflation das Konsumverhalten in Österreich beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Generationen – vom Griff zu Rabatten bis hin zur Bereitschaft, auf bestimmte Produkte zu verzichten.
AWS erweitert KI-Partnerprogramm um Agentic-AI-Kategorien und veröffentlicht neue Daten zum Partnerökosystem 02. 12. 2025
Im Vorfeld der AWS re:Invent 2025 hat Amazon Web Services drei neue Agentic-AI-Kategorien für sein KI-Kompetenzprogramm vorgestellt. Begleitend dazu legt eine neue Omdia-Studie dar, wie stark Partnerunternehmen vom AWS-Ökosystem profitieren. Auch technische Integrationen – etwa von Deepgram – sollen Unternehmen beim Aufbau produktiver KI-Anwendungen unterstützen.
Samsung beruft Dario Casari zum Präsidenten für Österreich und Schweiz 01. 12. 2025
Dario Casari übernimmt die Geschäftsführung von Samsung Electronics Österreich und Schweiz. Der langjährige Manager folgt auf Trevor Lee und verantwortet zusätzlich weiterhin das Mobile Business beider Länder.
A1 führt „Business Internet Secure“ für einfache DNS-Absicherung ein 28. 11. 2025
Mit „A1 Business Internet Secure“ stellt A1 ein Paket vor, das klassischen Internetzugang mit DNS-basierter Sicherheitsfilterung kombiniert. Die Lösung richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und setzt vollständig auf eine innerhalb der EU betriebene Infrastruktur.
Tietoevry firmiert künftig als „Tieto“ – Konzern richtet Markenarchitektur und Consulting-Geschäft neu aus 27. 11. 2025
Der Technologiedienstleister Tietoevry tritt künftig unter dem Namen „Tieto“ auf. Damit verbindet das Unternehmen seine nordischen Wurzeln mit einer klaren Fokussierung auf vereinfachte Markenführung, internationale Expansion und ein gestärktes Consulting-Geschäft. Für den zentral­europäischen Markt übernimmt Robert Kaup die Leitung von Tieto Tech Consulting Central Europe.
next layer übernimmt Rechenzentrum von Drei Österreich und erweitert Standorte in Wien 27. 11. 2025
Der Internet Service Provider next layer integriert das ehemalige Drei-Rechenzentrum an der Heiligenstädter Lände 27c in seine Infrastruktur. Mit dem Schritt übernimmt das Unternehmen mehr als 100 Firmenkunden und stärkt seine Position als unabhängiger Anbieter für Geschäftskunden in Österreich.
Microsoft Partner Awards 2025 in Wien vergeben 26. 11. 2025
Im Wiener Palais Ferstel wurden die Microsoft Partner Awards 2025 vergeben. Die Veranstaltung würdigte Projekte aus den Bereichen Digitalisierung, Dateninfrastruktur, KI, Sicherheit und Nachhaltigkeit und zeigte die Bandbreite aktueller IT-Entwicklungen in Österreich.
"Zukunft gestalten – Wachstum durch Technologie, Wissen und Wandel“ am 11. und 12. März 2026 im Novotel Wien Hauptbahnhof 26. 11. 2025
Unter dem Leitthema „Zukunft gestalten – Wachstum durch Technologie, Wissen und Wandel“ findet am 11. und 12. März 2026 in Wien das 9. Deutsch-Österreichische Technologieforum statt. Die Veranstaltung der Deutschen Handelskammer in Österreich in Kooperation mit Fraunhofer Austria bringt führende Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammen, um zentrale Fragen der technologischen Transformation und Wettbewerbsfähigkeit zu diskutieren.
CANCOM bindet STACKIT in den Cloud Marketplace ein 25. 11. 2025
Mit der Integration des gesamten STACKIT-Portfolios erweitert CANCOM sein Multi-Cloud-Angebot um eine vollständig souveräne Cloud-Plattform. Der Zusammenschluss adressiert steigende Anforderungen an Datensouveränität, Compliance und regulatorische Sicherheit – insbesondere in sensiblen Branchen.
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Uniserv

Datenqualität – der geheime Schatz im E-Commerce

Gastbeitrag: Der E-Commerce erlebt derzeit vielfältige Herausforderungen. Dies liegt unter anderem an der weiterhin vorherrschenden pandemischen Marktlage. Hinzu kommen strenge gesetzliche Vorgaben zum Datenschutz, Anforderungen an die Nachhaltigkeit und Probleme in der Lieferkette. Mit dem richtigen Datenmanagement können E-Commerce-Unternehmen jedoch hoffen, einen bislang verborgenen Schatz im Online-Handel zu bergen. Wie, erklärt Jürgen Brunner.

Foto: Uniserv Jürgen Brunner ist Senior Account Manager bei Uniserv und Branchenexperte für den Handel Kundendaten sind ein wichtiges Geschäftsasset – nicht nur, aber auch im Online-Handel. Sie liefern E-Commerce-Treibenden jedoch nur einen echten Mehrwert, wenn ein professionelles Datenmanagement für vollständige, korrekte und validierte Daten sorgt. Dies ist jedoch für einige Handelsunternehmen noch ein Problem: Laut einer Befragung von Uniserv und Appinio in diesem Sommer hat beispielsweise rund jeder Vierte (26 Prozent) gar keinen Überblick über die Menge an Adressdaten im eigenen Unternehmen. Nur ebenso viele beurteilen die Qualität ihrer Adressdaten als „sehr hoch“.

Mehrkosten durch fehlerhafte Daten

Eine geringe Datenqualität entsteht aus verschiedenen Gründen. Letztlich sind einmal angelegte Datensätze selten dauerhaft aktuell, denn sowohl auf Unternehmensseite als auch bei Kunden und Lieferanten ändert sich ständig etwas, zum Beispiel durch Umzüge, Namensänderungen oder einen Wechsel der Bankverbindung. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass Onlinehändler die Daten kontinuierlich pflegen und auf Aktualität und Vollständigkeit überprüfen.

Denn inkorrekte Daten sind unzuverlässig und verursachen Mehrkosten. Im Handel können das beispielsweise fehlgeschlagene Käufe durch inkorrekte Bankdaten, hohe Bouncerates beim E-Mail-Marketing oder eine (unnötig) hohe Retourenquote und postalische Fehlsendungen aufgrund falscher oder unvollständiger Adressdaten sein. Hinzu kommen weitere Kosten, die man nur bedingt messen kann, wie etwa ein schlechtes Kundenerlebnis oder schwindende Markenloyalität durch fehlausgerichtete Mailings. Ganz zu schweigen von unnötigen Hürden beim Checkout.

Dubletten vermeiden – so geht‘s

Eine große Herausforderung besteht bei Unternehmen darin, dass die Daten in Silos vorliegen. Eine IDC-Studie aus dem Vorjahr ergab, dass Unternehmen im Schnitt 23 Datensilos vorhalten – das sind ideale Voraussetzungen für die Entstehung von doppelten und mehrfachen Datensätzen. Das geht so weit, dass man davon ausgehen muss, dass Unternehmen teilweise Datenbestände mit bis zu 50 Prozent Dubletten führen. Und selbst bei gut gepflegten Datenbeständen sind im Schnitt immer noch 5 Prozent redundante Datensätze vorhanden.  Das kann zu einem erheblichen Risiko werden, etwa wenn Händler Absatz und Umsatz auf Basis unbereinigter Datenbestände planen und dadurch eine falsche Kundenzahl annehmen. In der Folge können Fehlentscheidungen passieren, etwa in Bezug auf die Bestellmengen.

Grundsätzlich können Dubletten schnell entstehen – sei es durch Zahlendreher, unterschiedliche Schreibweisen oder wenn bei einer Bestellung oder Registrierung die E-Mail-Adresse leicht anders ausgefüllt wird, zum Beispiel mit einer Endung ‚.com‘ statt ‚.de‘. Unterschiedliche Dateneingaben entstehen vor allem durch menschliches Zutun. Eine passende Technologie im Hintergrund kann Hilfestellung leisten, um die Nutzer zu unterstützen. Dies kann zum Beispiel mittels Autovervollständigung erfolgen. Dabei werden mögliche Vorschläge für Eingabeergänzungen ausgespielt. Eine weitere Option, um korrekte, qualitativ hochwertige Daten zu erzielen, ist eine Adressvalidierung.

Auch hilft eine „Identity Resolution“, doppelt oder mehrfach vorhandene Datensätze in Beständen fehlertolerant aufzuspüren. Zudem ermöglicht die richtige Datennutzung eine Haushaltsabbildung, die Mehrfachversände, zum Beispiel von Katalogen oder Sonderangeboten, an verschiedene Personen desselben Haushalts vermeidet. Dies verbraucht weniger Ressourcen und ist gut für die Umwelt.

Daten bringen Verlässlichkeit in schwierigen Zeiten

Seit Beginn der Pandemie hat sich der Verkauf immer mehr ins Digitale verlagert. Eine wichtige Aufgabe für E-Commerce-Treibende besteht spätestens jetzt darin, ihre Datensilos aufzubrechen. Nur so können sie Informationen kanal- und abteilungsübergreifend validieren, konsolidieren und zusammenführen. Dies wiederum ist die Grundlage für eine Optimierung weiterer Geschäftsprozesse und -abteilungen, wie etwa die Produktion oder die Logistik.

In Bezug auf die Logistik kann ein verlässliches Datenmanagement zum Beispiel helfen, Lieferketten richtig zu steuern, was in der aktuellen Zeit natürlich noch schwieriger ist als bisher. Händler können ihre Daten jetzt nutzen, um intelligentes Erwartungsmanagement zu betreiben und Kunden rechtzeitig über mögliche Verzögerungen und Lieferprobleme zu informieren. Zudem ist auch dieses Jahr damit zu rechnen, dass das Weihnachtsgeschäft verstärkt online erfolgt, was wiederum einen erhöhten Einsatz von Speditionen und Lieferdiensten mit sich bringt. Eine Adressvalidierung kann helfen, Retouren zu reduzieren und bei der Planung effizienter Verkehrswege für Paketzusteller unterstützen.

Daten sind Teil des Wissenschatzes

Unternehmen sollten aus all diesen Gründen ihre Kundendaten als Teil des Unternehmensvermögens und als Wissensschatz betrachten und entsprechend pflegen. Sicherung und Pflege der Daten müssen zu einem fest etablierten und kontinuierlichen Prozess im Unternehmen werden. Denn eine schlechte Datenqualität können sich Handelstreibende auf lange Sicht nicht leisten.

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